Pilgerreise nach Russland

Zum freien Austausch der Yogis untereinander über beliebige Sachverhalte

Bilder zur Reise

Beitragvon kashiraja am Fr 13.06.2014 13:38

Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Re: Pilgerreise nach Russland

Beitragvon Sky am Fr 13.06.2014 16:08

Super Bilder danke!
Könntest du die Bilder deiner indienreise auch bei google hochladen?

Wer kein Facebook hat kann diese ansonsten nicht sehen.

Gruß sky
"Eine Unze Praxis ist mehr Wert als Tonnen von Theorie."
- Paramahamsa Hariharananda -
Sky
 
Beiträge: 43
Registriert: Fr 22.11.2013 18:27
Länderflagge: Germany (de)
Geschlecht: männlich

Mi. 11.6.2014

Beitragvon kashiraja am Sa 14.06.2014 18:15

Die beiden Russland-Reiseberichte 2014 und 2015 wurden inzwischen überarbeitet, ergänzt und als eBook in verschiedenen Formaten mit dem Titel "Russland heute - zwei (spirituelle) Reiseberichte" herausgegeben. Darin findet man auch Verlinkungen zu rund 500 Fotos in Web-Alben. Zu beziehen u.a. bei http://www.fyue.de/shop

(Okay Sky, werde ich bei Gelegenheit machen ...)

Diese Veranstaltung entpuppt sich als einfaches Abspielen einer Aufnahme einer etwa 100-minütigen indischen Feierlichkeit (im Stile von „Jai Ma“, wie man diese bei der SRF auf CD erhält). Ich denke, das ist sogar dieselbe Grundlage nur ein anderes Ensemble. (Gesangsstimmen, Chor, Instrumente). Wie „Jai Ma“ von der SRF scheint dies eine ziemlich alte aber sehr gute Aufnahme zu sein. Sehr inspirierend und sehr professionell. Die Hingabe und Anbetung an das Göttliche, die daraus sprechen, war auch etwas, was meine Sehnsucht nach Indien befeuerte.
In Indien habe ich so etwas dann aber (kaum) Life nicht angetroffen …

Während dieser Morgenveranstaltung hab die ganze Zeit meditiert und mein Programm durchgezogen. Die meisten anderen scheinen nur ihre Zeit abgesessen oder gelegen zu haben. Das bestätigt das Bild das ich habe: Die haben etwas Wertvolles, wissen aber gar nicht, es richtig einzusetzen, weil der Meister selbst zwar eine gute Kenntnis der Techniken zu besitzen scheint, ohne jedoch jemals mit ihnen richtig gearbeitet zu haben. So verkommt das alles halt doch so ziemlich ganz zum Erzählen schöner Geschichten, Selbstbeweihräucherung und Guruanhänglichkeit …

Weil ich nach dem Unterschied zwischen den hier und von Yogananda gelehrten Techniken gefragt wurde:
Es gibt bei Shibendu Talabya Kriya, Kriya Pranayama, Navi Kriya, Yoni Mudra (das dem Yoti Mudra Yoganandas) entspricht und von diesem nur aus Rücksichtig auf die amerikanische Prüderie umbenannt worden zu sein scheint, und Mahamudra. Es gibt keine Energetisierungsübungen, dafür eine äußert einfach gestrickte Art von Gymnastik, die niemand auszuführen scheint auch kein Hong Sau und auch keine Om-Meditation. Yoni Mudra hat hier eine andere Funktion, es leitet die Meditation ein …

Wenn man 12 Tage ununterbrochen jeweils 144 der Kriyas-Pranayamas gemacht hat oder Kechari Mudra II beherrscht bekommt man die höhere Einweihung und sobald man 144 Tage lang 144 Kriyas gemacht hat soll man einen bestimmten Zustand erreicht haben und reif für die 3. Initiation zu sein.

Das Ganze scheint mir bei Shibendu etwas unausgegoren und von Yogananda sinnvoll vereinfacht und strukturiert worden zu sein. Für den Anfang, der für viele Menschen wohl eine ganze Inkarnation mit den SRF-Technken bedeutet, halte ich Yoganandas Konzept für sehr viel sinnvoller, obwohl man damit irgendwann an Grenzen stößt. Da gehört dann meines Erachtens Talabya-Kriya und Kechari-Mudra, was bei der SRF nur angedeutet ist, thematisiert.

In dem Zentrum ist alles vorhanden, was man braucht, auch Wifi in vielen Gebäuden. Das hier war früher ein Lager der Pioniere (kommunistische Jugendorganisation) und wurde erst 2010, wie mir gesagt wurde, aufgekauft. Deshalb ist vieles noch Provisorium und erinnert etwas an Indien. Für die Organisation könnten sie sich einiges von Yoga-Vidya abschauen. Bei der Essensausgabe muss man zuerst an einer Frau vorbei, die kontrolliert, ob man auch berechtigt ist, zu essen (auch das Essen erinnert in Einfachheit und Eintönigkeit an Indien, nicht zu vergleichen mit der Küche bei Yoga-Vidya) und dann wird bei minimaler Auswahl von zwei Köchinnen einzeln portioniert. Deshalb bildet sich da immer eine lange Schlange, die nur langsam abgearbeitet wird und ich hab mir angewöhnt erst ganz zum Schluss zum Essen erscheinen .,,

Als ich heute alleine bei meinem Frühstücksbrei sitze, spricht mich eine Frau an und sie fragt mich, ob ich ihr und ihrem Freund/Mann nicht die Techniken erklären könne. Ich wundere mich, warum sie gerade auf mich kommen, da ich mich doch mit dem Russischen noch ziemlich schwer tue, was ich auch sage und dass ich eigentlich einer anderen Tradition folgen würde und Yogananda mein Guru sei. Da antwortet sie, das sei auch ihr Guru und mich durchläuft ein heißer Schauer. Ich erkläre mich also bereit und wir machen eine Zeit aus.

Ich lasse also eine Lehreinheit sausen und begebe mich um 11 zu ihrer Hütte, wo noch die zweijährige Tochter und eine Freundin sind und ich wundere mich etwas, warum sie nicht bei den Vorträgen sind, denn sie wurden am Wochenende alle drei eingeweiht …

Die Erklärung der Techniken geht mühsam, aber es klappt einigermaßen und schön langsam wird mir auch klar, was los ist. Das Pärchen ist immer noch beleidigt, denn am Samstagabend hatte Shibendu seine relative Inkompetenz an genau diesen beiden demonstriert: Die Gruppe war am Freitag nach zweitägiger Zugreise aus Krasnojarst in Moskau eingetroffen und ist schon lange auf der Suche nach den Kriya Techniken. Am Samtagmorgen hatte Guruji sich noch über die Kleine gefreut und sie auch umarmt. Am Abend wurde sie aber unruhig und er fühlte sich gestört. Deshalb machte er mit einigen fadenscheinigen Begründungen den Vorschlag, dass der Vater mit der kleinen den Saal verlässt, fügte aber hinzu, dass das natürlich deren eigene Entscheidung sei. Als die beiden aber lieber noch weiter zuhören wollten, störte die Kleine Shibendu nach einer Weile doch zu sehr und er sagte, der Vater solle doch bitte den Saal verlassen, die Kleine störe und da seine Frau mitschrieb, er jedoch nicht, fügte er noch hinzu, dass ihm scheine, die Frauen seien hier mehr bei der Sache als die Männer. Am Sonntag war der Vater nicht mehr erschienen. Sie hatten aber den Platz im Retreat-Zentrum schon gebucht und jetzt verbringen sie halt hier ihre Tage, haben aber keine Lust, sich noch einmal vor Guruji zu setzten. In der Tat war auch wirklich der Vater, Dimitri, die treibende Kraft in der spirituellen Suche. Die Lehrbriefe auf Englisch hatten sie schon, doch das sei für sie alles schwierig zu verstehen. Vor drei Jahren seien auch mal Mönche der SRF in Moskau gewesen. Da aber nur 20 Zuhörer erschienen sein, würde die nächste derartige Veranstaltung erst in drei Jahren, also 2017, sein.

Als ich dann um halb 4 zur Veranstaltung gehe, ruft mich Guruji zu sich und prüft, ob ich auch für die höhere Initiation, für die ich mich angemeldet hatte, bereit sei. Wir reden etwas miteinander und er bemängelt, dass ich sein Kriya-Pranayama nicht praktiziere, doch an meinem Kechari hat er nichts auszusetzen und so werde ich von ihm zur Einweihung zugelassen. Wir unterhalten uns noch ein wenig weiter.

In Verlauf des Gesprächs erzählt Guruji, dass die Einladungen aus Deutschland plötzlich aufhörten, weil die Organisatoren, ein gewisser Jürgen und eine Anna Palm aus Berlin plötzlich begonnen hätten, selbst in den Kriya einzuweihen … Ich frage noch, ob Guruji, falls er wieder mal nach Deutschland eingeladen werden würde, kommen würde. Darauf antwortet er, er würde dies gerne tun.

Wenn es also einige Interessierte gibt, die die Organisation übernehmen würden, könnte ich gerne den Kontakt herstellen und mich auch etwas engagieren. Von dem, was heute auf dem spirituellen Markt so zu haben ist, ist Guruji sicher noch einer der Besten.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Do. 12.6.2014 4. Retreattag

Beitragvon kashiraja am So 15.06.2014 19:51

Am Morgen um 7 gehe ich in die Hütte der Krasnojarsker zum gemeinsamen Praktizieren. Inzwischen ist dort auch eine Litauerin eingetroffen, die übersetzt. Es stellt sich heraus, dass diese bereits eine Kriya-Einweihung von einem mir unbekannten Meister erhalten hat, jedoch nicht praktiziert. Das Krasnojarsker Pärchen, das bereits die Hong-Sau und Om-Technik erhalten hat und unbedingt die Kriya-Techniken erlernen will, praktiziert ebenfalls nicht.

Das vervollständigt das Bild: Durch die leichte Zugänglichkeit der Technik (man braucht nicht einmal zu lesen, bekommt alles serviert und ohne Vorbedingung), verkommt die Kriya-Einweihung zu einem Kick, den sich viele leisten, ohne dass sie einen Drang zur Meditation zu fühlen.

Guruji erzählt zwar viele interessante Sachen (er hat natürlich schon einiges erlebt, ist in den Veden bewandert und die Tradition die Lahiri Mahasaya in seine Familie gepflanzt hat, wirkt offensichtlich nach), doch den Bogen zurück zu Techniken, in die er einweiht, schlägt er nicht. Er sagt nie, dass man die Techniken auch anwenden muss, um das zu Erreichen, was er als den wünschenswerten Zustand ständig beschwört. Nur die Einweihung scheint wichtig. Hat er vielleicht selbst den Wert der Techniken nicht erkannt und glaubt er wirklich daran, dass man, wenn man 144 mal Kriya-Pranayama 144 Tage lange macht, man die höchste Stufe der Erleuchtung erreicht habe?

4 dieser Lehreinheiten am Tag sind auf jeden Fall zu viel, vor allem weil Shibendu seit gestern immer ziemlich pünktlich eintrifft. Da passt es gut, dass ich mich um 18 Uhr wieder mit der Krasnojarsker Gruppe zum gemeinsamen Praktizieren verabredet habe.
Mal zwischendurch eine Yoga-Stunde wäre mir nun recht …

Die Russen sind vielleicht hart im nehmen, deshalb kommt Guruji mit seiner direkten, offenen und manchmal ziemlich barschen Art gut an und wie die Episode zum Guruprozess veranschaulichen soll, ist es ja relativ unwichtig, wie vollkommen der Guru ist, wichtig ist das Bild, das sich der Schüler von seinem Guru macht, solange das vollkommener ist als er selbst, kann er sich daran heranbilden. Sobald das Bild vom eigenen Guru keinen Ansporn zur Weiterentwicklung mehr bietet, sucht man sich eine neue Projektionsfigur. (In der Liebe ist es teilweise ähnlich …) Deshalb können ja auch sehr gut Popstars oder Fußballer als Gurus herhalten und deshalb ist es auf gewisse weise besser, wenn das Idol unnahbar ist oder nicht mehr lebt, dann kann man durch konkrete Begegnungen nicht entfremdet werden. Allerdings gibt es bei allen herausragenden Menschen auch Widersacher, die das Bild willentlich oder aufgrund ihres Unverständnisses verzerren, so das Ergründen der Wahrheit eine ziemliche Herausforderung für das Unterscheidungsvermögen der Um- oder Nachwelt darstellen kann.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Fr. 13.6. 5. - Retreat-Tag

Beitragvon kashiraja am Mo 16.06.2014 21:03

Heute erzählt Guruji wieder mal ziemlichen Unsinn. Er hat viele einfache Grundsätze, die sehr gesund sind. Doch die Komplexität der Welt kann er damit nicht umfassen und stößt bald an seine Grenzen. Insgesamt zeichnet er ein ziemlich negatives Bild der Welt und Menschheit. – „Wes das Herz voll ist, des geht das Maul über“, fällt mir da ein …
Für sehr wenige Erscheinungen dieser Welt kann er ein Verständnis entwickeln oder es in ein großes positives Ganzes einordnen. Der Verurteilungen sind viele, es fehlt mir die Freude und die Liebe, die aus allem spricht, was Yogananda sagt.

Wie schon in Indien muss ich mir die Story anhören, dass Guruji einmal in Indien eine Gruppe Deutscher getroffen habe, die erklärten, sie seien nach Indien gekommen, um eine bestimmte Yatschna zu erlernen. Weil der Arier Hitler die Kenntnis dieser Yatschna nicht hatte, hätte er den Krieg verloren und damit der dritte Weltkrieg von den Deutschen gewonnen werden würde, wollten sie diese Yatschna erlernen. Darüber lässt sich Guruji breit aus und setzt dem ganzen die Krone auf, als er sich an mich wendet und sagt, ich solle doch bitte solchen Gedanken nicht nachhängen …

Der Horizont dieses Mannes scheint mir ziemlich beschränkt zu sein. Doch er ist zumindest eine ehrliche Haut, genügsam (gibt z.B. bekannt, er habe als Guru-Diksha genug erhalten und bräuchte keine weiteren Spenden mehr), authentisch und dass er nicht darauf aus ist, eine große Organisation aufzubauen oder seine Anhänger auszubeuten, ist augenscheinlich.
Auch mein Russisch wird besser, die Energie hier ist sehr schön und insgesamt fühle ich mich hier sehr wohl …

Um zwei Uhr müssen diejenigen in Gurujis Zimmer antreten, die sich Morgen in den höheren Kriya einweihen lassen wollen. Wir sollen die Kriya-Atmung vorführen. Über viel mehr als die Lautstärke von Ujjayi sagt Guruji nichts. Er verlässt sich auf die Angaben der Kandidaten.

Da wir mit den Botschaften durch sind, erzählt Guruji um 16:00 Uhr eine Episode aus der Mahabharata. Erzählen kann er sehr gut.

Vor dem Abendessen gibt es dann noch etwas Kultur und Kreativität. Die anwesenden Kinder haben etwas vorbereitet und die Erwachsenen stellen ihre Talente in Gesang und Gedichtvortrag zur Schau.

In einigen Gesprächen mit Teilnehmern ergibt sich doch, dass sich die meisten geistig regeren Russen politisch entmündigt fühlen, dass sie von der korrupten regierenden Klasse wie Kinder behandelt werden, dass aber ein Regime der Angst, Desinformation und Korruption aufgebaut sei, gegen das man nicht ankomme und vor dem so ziemlich alle kapituliert haben. Ein Gustel Mollath hätte in Russland schlechte Karten …
Auch Studien- und Schulabschlüsse wären in Russland leicht zu kaufen, deshalb tun sich die von den höheren Klassen ins Ausland geschickten Kinder dort im Studium schwer …

Auch die spirituelle Einsicht scheint mir von vielen der spirituellen Russen noch recht ausbaufähig …
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Re: Pilgerreise nach Russland

Beitragvon Sky am Mo 16.06.2014 22:09

Ging er auch in irgend einer Form auch auf yogananda ein die SRF oder andere kriya Linien?

Gruß Sky
"Eine Unze Praxis ist mehr Wert als Tonnen von Theorie."
- Paramahamsa Hariharananda -
Sky
 
Beiträge: 43
Registriert: Fr 22.11.2013 18:27
Länderflagge: Germany (de)
Geschlecht: männlich

Sa., 14.6. Einweihung in den höheren Kriya 1. Stufe

Beitragvon kashiraja am Mi 18.06.2014 19:32

Die Einweihung beginnt am nächsten Tag um 10:00 und dauert bis 12:15.
Da sind 7 Kandidaten für die erste höhere Einweihung und einer für die zweite. Außerdem schauen einige schon höher Eingeweihte zu, so dass wir so 15 Zuhörer sind. Das scheint der harte Kern der Truppe zu sein, diejenigen, die wirklich mit den Techniken intensiv arbeiten. Den anderen reicht wohl alleine das Zusammensein mit dem Meister und verglichen mit der orthodoxen (d.h. der „rechtgläubigen“ Kirche) ist dass allemal viel besser. Diese Mitläufer wollen wahrscheinlich auch nicht ständig auf die Techniken hingewiesen werden.

Die Technik, in die eingeweiht wird, ist etwas Neues für mich. Guruji erklärt ausführlich und es zeigt sich, dass er in diesem Rahmen die Techniken doch etwas differenzierter betrachtet ... Auf Fragen geht er allerdings nicht ein, so dass doch etwas Unklarheit bleibt. Aber einer der schon höher Eingeweihten hilft mir weiter.

Es muss sich noch zeigen, ob ich diese Technik sinnvoll in mein Übungsprogramm integrieren kann, um sie soweit anzuwenden, dass ich für die nächst höhere Stufe der Einweihung berechtigt bin, ein Plan mit dem man Buchführen soll, wird mit ausgeteilt.

Um vier Uhr dann eine Hanuman-Puja (ziemlich schlicht, mit Tanz und ganz ohne Hokuspokus), im Rahmen derer man sich auch vor dem Meister verneigt und von ihm Prasad bekommt. Da mache ich natürlich mit, denn ich kann mich vor jedem Menschen verneigen.

Ich habe mich inzwischen entschieden, auch noch die nächste Woche hier in diesem buddhistischen Zentrum zu bleiben. Erstens möchte ich meinem altersschwachen Auto keinen unnötigen Kilometer zusätzlich zumuten (ich muss froh sein, wenn es auf der kürzesten Strecke nach Deutschland durchhält), dann ist für nächste Woche schlechtes Wetter angesagt und außerdem kommt am Dienstag ein hoher tibetischer Meister ins Zentrum, der ab nächsten Freitag einen Retreat abhält. Die Gelegenheit ist also günstig hier noch etwas mehr Einblick in die buddhistische Welt zu bekommen. Vom 8-tägigen Retreat kann ich zumindest drei Tage mitnehmen.

Ich melde mich also als Karma-Yogi an und soll morgen nach dem Mittagessen antreten …

Am Abend vor dem Abendessen die ausführliche Beantwortung einer Frage zu den Gunas mittels einer sehr illustrativen Geschichte aus dem reichen indischen Lehrgeschichtenschatz. Danach etwas fröhliches Tanzen mit dem Meister zu schöner Sufimusik.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Shibendu und andere Kriya-Linien

Beitragvon kashiraja am Do 19.06.2014 10:20

Hallo Sky,

erst mal muss man klar sagen, dass Shibendu ohne die "Autobiographie eines Yogi" sehr viel weniger Zulauf hätte, vor allem aus dem Ausland. Wie so viele andere Kriya-Richtungen profitiert also Shibendu Lahiri ganz erheblich von Yogananda (und davon, dass Yogananda in seiner Autobiographie vor allem die Größe Lahiri Mahasayas herausstellt und deshalb viele Leser Yogananda keine große Bedeutung beimessen). Das gibt Shibendu teilweise, d.h. sehr selten, zu.

Sonst spricht Shibendu über Yogananda nicht direkt. Doch lässt er immer wieder mal abfällige Bemerkungen fallen, die manchmal auf Yogananda passen. Aber er spricht auch über viele andere Kriya-Richtungen oder spirituelle Richtungen abfällig (ganz selten auch mal etwas verständnisvoller). Wie das halt so üblich ist auf dem spirituellen Markt, macht er natürlich keine Werbung für andere Kriya-Organisationen, sondern stellt schon klar heraus, dass er das alles am besten macht, was die anderen für Unsinn treiben, etc. In diesem und anderen Zusammenhängen gebracht er häufig das Sch- und andere deutlich Worte.

Shibendu wird in sehr viele Länder eingeladen, in Bulgarien und Südafrika hat er eine große Anhängerschaft. Er war schon mal in der Türkei und letztes Jahr auch mal im Oman. Nur drei Mal im Jahr (Jan.- Feb., Guru Purnima und Oktober) ist er in Indien.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

So. 15.6. Ende des Retreats

Beitragvon kashiraja am Do 19.06.2014 10:32

Ab 10:00 Uhr beantwortet der Meister die restlichen schriftlich eingereichten Fragen. Dabei erzählt er auch, wie er zu seiner Rolle als Kriya-Meister gekommen ist: Als sein Vater den Tod nahe fühlte, forderte er den 50-jährigen Sohn und leitenden Beamten auf, die Tradition der Familie weiterzuführen. Widerwillig gehorchte dieser. Doch alles ergab sich so, wie der Vater es vorausgesagt hatte … Guruji hat übrigens doch einen Sohn (und noch zwei Töchter), der in England als hochkarätiger Manager arbeitet und möglicherweise genauso die Familientradition weiterführen wird.
Zum Ende verabschiedet sich Shibendu Lahiri dann von jedem persönlich (ein Teil der rund 100 Teilnehmer sind schon abgereist), umarmt und schüttelt Hände. Als ich an der Reihe bin, fragt er mich, ob er eine Einladung nach Deutschland bekommen werde. Ich sage ihm, dass ich alleine ihn nicht einladen kann.
Doch ich werde tun was möglich ist … Denn wie gesagt, ist das alles ziemlich in Ordnung hier, was ich gesehen habe und vor allem ist die Energie gut … Bei der SRF ist auch nicht alles Gold was glänzt und besonders ist das inzwischen eine Riesenorganisation mit all den Nachteilen die solch eine Organisation mit sich bringt …

Für den erwarteten Meister der Dzongchen Gemeinschaft wird im Freien eine ganz neue Veranstalungsplattform mit Kugeldach gebaut, da für die 1500 erwarteten Gäste die Halle viel zu klein ist. Da helfe ich bis um kurz vor 7 Uhr mit.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Mo. 16.6.

Beitragvon kashiraja am Do 19.06.2014 19:06

Da morgen, d.h. am Dienstag, Tschorjal Namkai Norpe Rimpoje ankommen soll, muss heute gearbeitet werden, bis alle Aufgaben erfüllt sind. Nach 6 Stunden fühle ich aber das dringende Bedürfnis zu meditieren und setz mich mal in eine Ecke.

Die Bedingungen der Mithilfe sind hier schärfer als bei Yoga-Vidya (allerdings gibt es weniger Kontrolle), wo man spätestens nach 6 Stunden frei hat. Hier arbeitet man bis zu 8 Stunden und bekommt nicht einmal einen Schlafplatz sondern muss im Zelt oder Auto schlafen. Im Grunde ist das für mich ein sehr schlechtes Geschäft, weil der Tag im Mehrbettzimmer mit Vollverpflegung keine 20 Euro kostet. Da aber ab Freitag bereits alles ausgebucht ist, hätte ich wahrscheinlich anders gar nicht in den Retreat schnuppern können und so kann ich auch etwas Einblick in das Innenleben des Retreat-Zentrums gewinnen (und außerdem brauchen sie noch dringend Helfer).

Was die Infrastruktur betrifft, ist das auf jeden Fall noch ziemlich ausbaufähig. Viele Räume der großen Gebäude sind noch mit Gerümpel angefüllt. Die Küche ist eher mit einer indischen zu vergleichen: viel freier Raum und kein Kühlraum. Fleisch sehe ich in rauen Mengen … Am Abend erwischt es mich dann auch kalt. Da ich am Mittag auf Fleisch hingewiesen wurde, lasse ich mir servieren und merke erst später, dass da ein ziemlicher Haufen Fleisch auf meinem Teller ist. Für uns Yogis gab’s wohl nur zur Ausnahme vegetarische Kost. Getreu meinem Grundsatz, alles zu essen, was mal auf dem Teller ist, verspeise ich das auch. Es stellt sich heraus, dass das ziemlich viel Fleisch ist. Es schmeckt mir nicht und später gibt mir mein Herz eine deutliche Rückmeldung (in Form von Schmerz), dass es damit nicht einverstanden ist. Auch fühle ich mich danach ziemlich unwohl …..

Ich hatte auch gedacht, dass es das Plastikgeschirr letzte Woche nur gab, weil wir vom Shibendu-Retreat so viele waren. Doch auch jetzt noch, für jeden Tee einen Plastikbecher und einen Teebeutel (es bit nur Schwarzen oder Grünen Tee, keinen Kräutertee). Alles Besteck und Geschirr ist aus Plastik und entsprechend viel Müll wird produziert.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Di. 17.6. Rinpoche kommt

Beitragvon kashiraja am Do 19.06.2014 19:21

Schon seit Sonntag habe ich verschiedene Leute gefragt, ob es so etwas wie eine gemeinsame Praxis, Meditation oder Satsang gibt. Eine Meditation sollte es um 8 Uhr morgens und 8 Uhr abends geben.
Heute mach ich mich also am Morgen auf die Suche, finde aber niemanden in den angegebenen Räumlichkeiten ….

Ich bin wieder den ganzen Tag in dem großen Kugelzelt tätig – Boden lackieren und säubern .. Um 1 Uhr soll dann der Meister ankommen. Die Esshalle wird dafür hergerichtet. Der Meister steigt aber erst einmal im neu für ihn errichteten Haus ab, Tänze werden für ihn aufgeführt. Danach lässt er sich zum Küchengebäude fahren. Dort gibt es heute ein reichlicheres Mahl als sonst, der tibetische Meister hält eine Ansprache und zur Feier des Tages wird auch ein wenig Wein serviert, obwohl es eigentlich hieß, dass alle alkoholischen Getränke auf dem Gelände verboten seien … Dem Meister wird auch tibetisches Bier gereicht. Vom Rest probiere ich mal. Das scheint mir aus der Frühzeit des Bierbrauens ein einfach vergorenes Getreide zu sein… und das alles, obwohl überall auf dem Gelände aushängt, dass Alkohol und andere Narkotika strengstens verboten seien und mit sofortigem Rauswurf geahndet würde. Da brauche ich mich dann auch nicht wundern, dass der Abschluss im Lehrgang Tibetische Medizin auch mit Alkohol gefeiert wird (ein paar Flaschen Wein für den ganzen Kurs)

Zum Schluss hält der Meister noch eine Ansprache und erzählt, was er die letzten Tage gemacht hat, dass er den Dalai Lama getroffen und sich mit ihm unterhalten habe. Der Kern der Aussagen scheint mir, dass der Ursprung aller Spiritualität in Tibet liege, auch die Astrologie gäbe es dort schon sehr lange ….

Am Abend unterhalte ich mich noch mit Vlad, der in Deutschland studiert hat, und mir einige Fragen zum Buddhismus beantworten kann (auf Deutsch, denn mein Russisch erlaubt mir noch nicht tiefer in eine Unterhaltung einzusteigen, außer wenn das Gegenüber sehr viel Geduld mitbringt) war vor zwei Jahren in Immenstadt im Europa-Zentrum der Ole-Nidalen-Leute, findet diese Art des Buddhismus aber zu äußerlich und oberflächlich. Er erklärt mir auch, warum die Buddhisten Fleisch essen: Durch das Fleischessen stellen die Buddhisten eine Verbindung zu den Tieren her und helfen diesen dadurch aus ihrer Daseinsform herauszukommen … Nach dieser Theorie wären also alle Vegetarier ziemliche Egoisten … Es gibt für alle Gräueltaten auf der Welt gute Argumente, dass hat ja schon Hitler gezeigt. Der wollte ja auch nur die Welt retten … Wer sich kein eigenes Licht ist, ist solchen Theorien schnell hilflos ausgesetzt …

Inzwischen ist es wieder ziemlich kalt. Am Abend hat es 10 Grad. Morgen soll die Höchsttemperatur bei 15 Grad liegen …
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Re: Pilgerreise nach Russland

Beitragvon Sky am Do 19.06.2014 20:35

Das was dir dort serviert wird an Infos ist totaler Schwachsinn zum Thema Fleisch essen.

Bin 5 Jahre den Buddhistischenweg gegangen und habe verschiedene Traditionen und Linien kennengelernt.

Ich gib dir einen Rat, pack deine Sachen und komme zurück!

Gruß sky
"Eine Unze Praxis ist mehr Wert als Tonnen von Theorie."
- Paramahamsa Hariharananda -
Sky
 
Beiträge: 43
Registriert: Fr 22.11.2013 18:27
Länderflagge: Germany (de)
Geschlecht: männlich

Mittwoch 18.6.

Beitragvon kashiraja am Fr 20.06.2014 19:27

Schön, aber kalt, wie an einem schönen Herbsttag …

Heute gibt es für mich kaum Arbeit, es sind genügend Helfer da und ich finde Wege, mich etwas zu verdrücken.

Am Nachmittag arbeite ich ein bisschen bei der Herstellung von Mini-Stupas mit. Ton wird in eine Messingform gedrückt, darin eine kleine Gebetsrolle versenkt. Zu dem Ganzen werden Mantren gesprochen und nur wenn man an dem Tag kein Fleisch, keine Eier, keine Zwiebeln und keinen Knoblauch gegessen hat, darf man den Herstellungsraum betreten …

Irgendwie ist das eine ganz andere Welt. Während man im Westen auf Teufel komm raus versucht, möglichst viel Arbeit Maschinen verrichten zu lassen, sollen in Tibet Geräte und Maschinen (Gebetstrommeln, Gebetsfahnen, diese Mini-Stupas und vielleicht noch vieles mehr, was ich nicht kenne) das Beten und den Gottesdienst übernehmen. Dafür ist die materielle Welt auf dem primitivsten Stand geblieben …
Ab 17:00 Uhr (bis 20:00 Uhr) bittet Rinpoche wieder zum Tanz. Zuerst werden einige Musikvideos mit tibetischen Tänzern in Tracht gezeigt.
Danach wird zur angenehmen (neu-)tibetischen Musik nach Choreographie getanzt, sieht ziemlich kompliziert aus. Die Tänze sind sehr vielfältig und dieses Angebot stößt auf große Begeisterung. Ich erfahre, dass es letztes Jahr im argentinischen Zentrum einen Tanzwettbewerb gegeben habe, bei dem die Argentinier (gegen Italiener und Russen) gewonnen hätten. Rinpoche lebt in Italien. Die Vortänzerin ist Italienerin und Rinpoche spricht mit ihr italienisch …

Ab morgen verzichte ich auf die Essensmarken und arbeite dafür nur „so viel ich kann“ …
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Do. 19.6.

Beitragvon kashiraja am Sa 21.06.2014 20:13

Spanien ist aus dem Turnier ...

Auch Fußball ist eine Übung in menschlichen Tugenden. Ich verfolge das etwas auf russischen Seiten … Die Russen selbst hier interessiert Fußball überhaupt nicht, sie wissen nicht einmal, wie ihre Mannschaft gespielt hat … Ich hoffe, dass so nicht zu viele Russen sind. Denn am Sonntag während des Spiels Russland gegen Belgien würde ich gerne ohne viel Stau auf die westliche Seite von Moskau, auf die Straße Moskau – Minsk, gelangen …. Überlicherweise kommen am Sonntagabend die Moskauer von den Datschen zurück und es gibt viel Stau Richtung Moskau…

Heute starte ich noch mal einen Versuch die morgendliche Praxis mitzuerleben und da sind wirklich 4 Leute, die in der Vajra-Halle so etwas wie eine spirituelle Gymnastik durchführen (heißt Yantra-Yoga). Ein Video dazu habe ich schon mal bei Yoga-Vidya gesehen. Sieht ziemlich anstrengend aus, viel Bewegung, wenig Stille. Nach eineinhalb Stunden ist das beendet. Die andere Hälfte der Halle haben bereits früh am Morgen die Tanzwütigen fürs Üben in Anspruch genommen. Es beginnt dann auch gleich ein Tanzkurs bei dem ich nicht zuschauen darf, weil ich für den Kurs nicht gezahlt habe.

In der Halle verlegen wir heute den Teppich. Das Ganze erscheint mir eine ziemlich vergängliche Angelegenheit. Schon nach wenigen Jahren wird das alles ziemlich unansehnlich aussehen, weil vieles ungeschützt der Witterung ausgesetzt ist. Im Winter ist die Halle nicht zu gebrauchen, es zieht durch alle Ecken und Enden …

Um 17:00 Uhr wieder Tanzen unter den Augen des Meisters. Während mir Taize wie ein großer internationaler Chorverein vorkam, scheint dies ein großer internationaler Tanzverein zu sein … Doch die Energie ist wie in Taize sehr stark, allerdings weiß ich nicht genau, was auf den Ort und was auf die höhere Kriya-Technik zurückzuführen ist, die ich nun anwende.

Beim Tanzen mache ich auch etwas mit. Das erfordert aber alles intensive Schulung … Doch ich spüre deutlich, dass das die Energie schon auch anregt. Der Meister hält zum Schluss noch eine Ansprache, in der er das Tanzen ähnlich anpreist wie Sukadev Hatha-Yoga, Rudolf Steiner die Eurythmie, Yogananda die Meditation und und und. So ist also niemand auf dieser Welt mit seinen Sehnsüchten und Neigungen alleine gelassen …

Schwer zu sagen, was hier das Kücken und was das Ei ist. Hat der Rinpoche nicht mehr zu bieten. Oder kommt das, was er zu bieten hat, nicht an und da hat er sich halt für den bewegungslustigen Westen die Tänze einfallen lassen … Wahrscheinlich eher letzteres. Doch erinnere ich mich auch noch an eine Stelle bei Rudolf Steiner, wo er erklärt, der Buddhismus Tibets sei etwas nicht mehr zeitgemäßes und es wäre besser, wenn diese Form der Religiosität aussterben würde. Wenn er in gesunde Bahnen weiterentwickelt wird, ist das sicher auch in Ordnung.

Wenn der Andrang der Tänzer nicht so groß ist, werden die Mandalas am Boden der Halle, die in 12 Sektoren geteilt sind, als Schrittmuster genutzt. Die Bewegungen zusammen mit der meditativen Musik sind eine gute Vorbereitung für die Meditation, stelle ich fest, als ich spät am Abend da mal mitmache …
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Fr. 20. Juni Retreat-Beginn mit Tschorjal Namkai Norpe

Beitragvon kashiraja am Sa 21.06.2014 20:58

In einer letzten vielhändigen Anstrengung richten wir das Kuppelzelt für den Retreat her. Auf dem Gelände tummeln sich inzwischen schon ziemlich viele Leute …

Pünktlich um 17:00 Uhr beginnt der Lehrvortrag. Der Rinpoche lässt dem Übersetzer kaum Zeit, die Sätze auf Russisch wiederzugeben. Vieles verstehe ich nicht richtig, weil das Englisch des Meisters ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Der Übersetzer spricht extrem schnell. Alles ein bisschen ermüdend. Viel Neues erfahre ich nicht – neue Namen für schon Bekanntes. Doch der Rinpoche offenbart zumindest einen frischeren Geist als bisher.

In den russischen Nachrichten lese ich, dass die ukrainische Armee Tag und Nacht Wohngebiete bombardiert und Massenhinrichtungen durchführt …
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

VorherigeNächste

Zurück zu Yogi meets Yogi

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron