Meditation-Sitzhaltung

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Meditation-Sitzhaltung

Beitragvon Sky am So 05.01.2014 21:24

Hallo zusammen

Mal eine Frage zum Thema Meditation-Sitzhaltung.
Genauer gesagt Kissen,Meditationsbank,Stuhl oder gleichen.

Wie Meditiert ihr?

Ich früher auf einem Standard Meditationskissen im halben Lotus.
Dann begannen Knie Probleme und das einschlafen der Füsse bei längerer Meditation.
Änderete die Fusshaltung in die Burmesische Sitzhaltung jedoch die Knieprobleme blieben.
Suchte nach einem anderen Meditationskissen und versuchte ein Halbmond formiges Kissen.
Aber leider war dies auch eine Fehlinvestition den die Probleme blieben.

Zu guter letzt Meditiere ich nun auf einen Stuhl.
War sehr gewöhnungsbedürftig da mich die Asana irgendwie nicht so effektiv in die Meditation bringt.

Aber was will man machen selbst Kasteiung bringt einen nicht weiter und vieleicht verbirgt sich auch nur das Ego dahinter das den Geschmack des nicht wie vielleicht andere traditionell Meditieren zu können nicht schmeckt. :-)

Umsonst wird Yogananda aber nicht gerade den Westlichen Menschen nahe gelegt haben auf dem Stuhl zu meditieren.

Was sind eure Erfahrungen?

Gruss Sky
"Eine Unze Praxis ist mehr Wert als Tonnen von Theorie."
- Paramahamsa Hariharananda -
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Re: Meditation-Sitzhaltung

Beitragvon kashiraja am Fr 10.01.2014 00:27

Hallo Sky,

ja diese Sitzhaltungen. Ich denke auch, dass es sicher gut wäre, im Lotussitz lange meditieren zu können. Doch da bin ich anatomisch nicht gebaut für.

Eine Eingewöhnung ist aber sicher immer nötig. So hab ich auch mit Siddhasana begonnen und nach einige Jahren konnte ich gut lange kreuzbeinig. Den sitzen. Den Lotussitz hab ich aber immer nur punktuell eingesetzt, d.h. bestimmte Meditationen oder Teile von Meditationen. Wenn der Körper zu aufmüpfig wurde, hab ich ihn in den Lotussitz gebannt und dann konnte er sehen, was er eigentlich ist.

Dann bekam ich Scherzen in den Knöcheln beim Laufen und bin damit auch vor über 20 Jahren mal zum Arzt gegangen. Da wurde mir schön langsam klar, dass diese Art der Selbstkasteiung zu gedehnten Bändern führt und bei mir trifft das besonders zu, weil ich mir in meiner Jugend eine Sportverletzung (Bänderdehnung oder Bänderriss) zuzog, die nicht richtig ausgeheilt war.

Damals bin ich dann auch wohl oder übel zur Meditation im Sitzen auf einem Stuhl übergegangen. Schön langsam gewöhnt man sich auch daran und das hat nun den Vorteil, dass ich da heute beliebig lang sitzen kann ohne irgendwelche Beschwerden.

Das Kreuzbeinige wende ich natürlich auch immer noch an, setze mich aber meist so hin, dass ich meinen Fuß schone, das heißt ich lege was unter. Da kann ich dann so maximal zwei bis drei Stunden sitzen, ohne mal die Füße zu wechseln.

Beim Vipassana-Retreat in Indien, hab ich alles im kreuzbeinigen Sitzen am Boden meditiert und da hab ich mich auch wieder verführen lassen, länger im Lotussitz zu sitzen. Die Schmerzen fühl ich da gar nicht mehr so. Doch nach dem Retreat hab ich dann gemerkt, dass dabei offensichtlich die Bänder wieder ordentlich gedehnt wurden, so dass ich die Füße wieder vorsichtig schonen musste.

Der Körper regeneriert sich schon immer wieder und mit dem Geist, d.h. der Selbstheilungskraft die man sich durch das Meditieren erwirbt, kann man da auch was wirken.

Doch Meditation im Sitzen auf einem Stuhl ist zumindest eine gute Option und wenn ich das so zusammenzähle, stelle ich auch fest, dass ich, wenn ich das dritte Auge sehe, fast immer auf einem Stuhl meditiere ... das will glaube ich was heißen.
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