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Mein spirituelles Tagebuch

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4 Wochen Yoga-Lehrer-Ausblildung bei Yoga Vidya

Beitragvon kashiraja am So 02.09.2012 18:39

Vor vier Jahren kam ich zum ersten Mal zu Yoga-Vidya und lernte dort ergänzend zu dem, was ich von Yogananda vermittelt bekommen habe, sehr viel. Ich kam immer wieder mal als Mithelfer und auch mal ins Praktikum. Dabei hatte ich Gelegenheit, schon viel in die vierwöchige Yoga-Lehrer-Ausbildung hineinzuschnuppern. Ich wusste also, was auf mich zukommt.

Deshalb habe ich die letzten vier Jahre auch zur Vorbereitung genutzt. Mahabharata, Ramayama, Bagavad Gita-Kommentar von Yogananda, das Dummy- Anatomiebuch und vieles andere gelesen und auch praktiziert. Auch die Mantren hab ich mich immer wieder mal bemüht auswendig zu lernen und ich konnte auch schon einige wenige. Meiner Mutter gab ich auch schon ein paar Yoga-Stunden.

Ich bin froh, dass ich mich so gut vorbereitet habe, denn es ist immer noch genügend Stress, obwohl vieles für mich nur eine Wiederholung ist.

Ich versuche zwar meine Routine der Meditation beizubehalten, doch stößt sich das etwas mit dieser Ausbildung. In der ersten Woche musste ich mich erst mal an das frühe Aufstehen gewöhnen, weil ich für meine eigene Praxis die Zeit von 4 bis 6 verwandte und kam so mehrmals tief in die Meditation hinein, doch seit ein paar Tagen halte ich mich etwas zurück, weil durch ein zu frühes Aufstehen nach einer Yoga-Stunde einige Energiekanäle falsch gelenkt wurden.

Jetzt schlafe ich also länger und nutze die Zeit (am Abend) mehr für Vorbereitung. Morgen, am 8. Tag soll ich bereits die erste Yoga-Stunde vorführen....
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4 Wo-Yoga-Lehrer Ausbildung Bad Meinberg

Beitragvon kashiraja am Di 11.09.2012 21:59

Heut war bereits der 17 Tag. Die vielen Yoga-Übungen zeigen ihre Wirkung. Ich steh in voller Kraft und ich sehne das Ende der Ausbildung gar nicht herbei. Es macht Spaß, an das frühe Aufstehen hab ich mich gewöhnt. Wenn ich mal ausschlafen will, dann schlaf ich bis kurz vor 6. Mit dem Tagesablauf hab ich mich arrangiert. Es wird zwar schon manchmal eng, weil ich aufgrund der wenigen Freizeit nicht leicht Zeit für meine eigene Praxis finde, doch es geht. Nach wie vor nutze ich die Zeit nach den Yoga-Stunden für die eigene Meditation und das ging heute wieder sehr gut und tief. Morgens hatte ich noch etwas Hunger. Nach der Meditation war mir gar nicht nach Essen zu Mute. Hab mir nur noch was geholt, bevor das Büffet abgeräumt wurde, dann erst mal meine Karma-Yoga gemacht.

Da heute Abend keine Satsang-Pflicht war, hab ich auch abends nochmal kräftig zugelangt, dann den freien Abend genutzt, mich auf die zweite Sichtstunde am Donnerstag vorzubereiten.

Die Ausbildung hier halte ich für sehr hochwertig. Kai ist ein sehr guter Yoga-Lehrer und für die vielen Fachvortäge kommen immer wieder sehr kompetente Leute. Insgesamt werden wir von rund 17 Yoga-Lehrern unterrichtet.

Ich kann diese Yoga-Lehrer-Ausbildung in Bad Meinberg nur weiterempfehlen. Wenn man nicht zu viel Stress haben will, sollte man sich aber gut vorbereiten.-Für die knapp 1800 Euro (Schlafsaal, wenn man nicht in der Hauptsaison kommt, sind da nicht so viele drin, ich war auch mal eine Woche allein) bekommt man sehr viel geboten.
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Man soll die Feste feiern wie sie fallen

Beitragvon kashiraja am Fr 19.10.2012 20:16

Am 23. September hab ich die YLA erfolgreich abgeschlossen (wie alle anderen Teilnehmer). An diesem Tag glühte ich förmlich vor Energie. Als einziger der über 40 Absolventen blieb ich noch im Yoga-Vidya Ashram, um meine 10 Assistenzstunden abzuleisten, die Voraussetzung sind, um bei Yoga-Vidya unterrichten zu können. 4 Stunden am Tag hab ich noch im Haushaltsteam gearbeitet, so dass mein weiterer Aufenthalt in Bad Meinberg völlig konstenneutral war. Meine Freizeit hab ich vorwiegend dazu genutzt, mich weiter auf die Indienreise vorzubereiten, dazu hab ich mir ein Android-Handy, einen Aspire One und einen Kindle-Reader besorgt und mich damit angefreundet.

Am 4.10. gings dann zum Nordseeashram hoch, wo ich auch nochmal assistierte und dann endlich meine erste Mittelstufen-Yoga-Stunde halten konnte und das lief ganz gut. Die Erweiterungsbauten in diesem Ashram sind sehr gelungen und die Atmosphäre im Ashram erschien mir sehr viel besser als noch im letzten Jahr. Das entwickelt sich alles sehr schön dort oben, der Mitarbeiterstamm war so ziemlich gleich wie im letzen Jahr, eine schöne Truppe. Ich hoffe nur, dass bald einmal der Ashram im Süden entsteht.

Über einen Abstecher auf die Buchmesse gings dann direkt zum SRF-Wochenende in Aschaffenburg vom 11.-14.10. Da waren so 500 - 600 Devotees anwesend - die Energie war entsprechend stark. Hat sich ganz schön gemacht seit ich das letze Mal vor 23 Jahren dabei war. Die Qualität der Arbeit ist sehr hochwertig, wenn auch die Atmosphäre nicht so schön ist wie bei Yoga Vidya. Bei der SRF soll halt jeder für sich zu Hause üben. Bei den Wochenenden wird aber intensiv auf alle Fragen eingegangen, die zu den Techniken auftauchen. Ich habe selbst wertvolle Impulse für meine Praxis gewonnen und kann also jedem SRF-Mitglied nur empfehlen, dort immer wieder mal hinzuschaun. Nächstes Jahr (2013) trifft man sich vom 10. bis 13. Oktober im Neu Ulm http://www.yogananda-srf.org/Tour_Sched ... x#tour2013.

Diese Woche gings weiter mit Vorbereitung auf die Indienreise und ich konnte heute endlich den Visa-Antrag absenden. Meine Ausrüstung hab ich fast komplett beisammen. Wertvoll waren für mich die vielen Gespräche bei Yoga-Vidya und auch bei SRF und sogar auf der Buchmesse, die ich mit Indienreisenden führen konnte. Da erhielt ich viele Tipps und viele meiner Fragen wurden beantwortet. Für mich wird das die erste Flugreise seit 23 Jahren.

Heute ging nun endlich auch die lange Durststrecke vorüber und ich konnte wieder mal ausführlich meditieren. So schön das mit der Yoga-Lehrerausbildung, Aufenthalt in einem Ashram und dem SRF-Wochenende auch ist, ich war doch immer äußeren Terminplänen verpflichtet und hatte seit ich am 25. August losfuhr keinen freien Vormittag mehr. Die Meditationszeiten waren mir zu kurz. Ich meditiere lieber einmal richtig lange und dann den restlichen Tag nicht mehr. Heute bin ich wieder richtig tief reingekommen, nachdem ich gut ausgeschlafen hatte. Es waren sicher mehr als 4 Stunden, die ich mich vergnügen konnte und das dritte Auge hab ich heute auch wieder gesehen. Dieses Jahr schon zum 4. Mal, nachdem es in den letzen Jahren nur immer nur einmal im Jahr war. Da tut sich hoffentlich etwas.
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Indien

Beitragvon kashiraja am Fr 07.12.2012 06:50

Die spirituellen Erfahrungen auf meiner Pilgerreise durch Indien halten sich bisher in Grenzen. Mir scheint es fast, als wäre ein geregelter Tagesablauf mit ausreichend Zeit für Meditation der spirituellen Entwicklung zuträglicher als Reisen. Die Umstellung mit dem Jet-Lack hat etwas Holprigkeit in die Meditation gebracht. Die heiligen Orte scheinen kaum Ausstrahlung zu besitzen. In die wirklich berüchtigten indischen Tempel (Jaganath-Tempel Puri oder Linga-Raj-Tempel in Bhubaneshwar wird man nicht zugelassen und in der Umgebung findet sich kein Platz für eine stille Meditation.

Ab und zu mal eine gute Meditation.

Doch scheine ich schön langsam auf Touren zu kommen. Heute hab ich das dritte Auge zwar etwas verschwommen, jedoch eindeutig identifizierbar gesehen und konnte mich auch in Yoni Mudra mehrere tiefe Atemzüge darauf konzentrieren.
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Dakshineswar-Ashram

Beitragvon kashiraja am Do 13.12.2012 06:08

Die Meditationen nach der Energetisierungs-Übung sind anfangs kein Vergnügen, meist beherrscht mich Müdigkeit und Zappeligkeit und ich sitze die Meditationszeit nur ab, weil ich nicht aufstehen kann. Erst langsam wird mir klar, dass ich bei der langsam angeleiteten Energetisierungsübung schon in eine Meditation komme und durch die Bewegungen die Energiebahnen durcheinander geworfen und „verkrustet“ werden. Als Gegenmittel hab gestern bei der Energetisierung gleich anfangs Kechari Mudra Stufe II (http://www.fyue.de/109.htm) eingenommen. Da war es schon um einiges besser.

Ziel ist es hier wohl, die Konzentration die gesamte Zeit auf dem dritten Auge zu halten. Das ist zumindest mal eine gute Übung.

Das ist vielleicht auch das Ziel des Lebens, dahin zu kommen, alle Energie die man nutzt, ständig ins dritte Auge zu leiten.
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Ranchi-Ashram

Beitragvon kashiraja am Fr 28.12.2012 18:25

Mit Disziplin beim Essen (nur noch mittags) und viel Kechari Mudra II waren die Meditationen in Ranchi durchweg gut. Als die 3 ½ -stündige Meditation am Donnerstag (17:30 – 21:00 Uhr) gut lief, hab ich mir auch die 8-stündige am Sonntag zugetraut. Aufgrund von Schnupfen und falsch platziertem Maha-Mudra (die Energie war noch nicht genügend abgeklungen, die Folge waren „Energiebahn-Einkrustungen“ wie ich das mal beschreiben will, was ein Tiefergehen verhinderte), war die zweite Hälfte nicht mehr so produktiv.

Bis zur Pause nach 4 Stunden lief es aber ganz gut. Am Mittwoch 18.12. hab ich in der Morgenmeditation auch wieder das dritte Auge gesehen.

So eine lange Meditation ist nicht ohne und einmal im Jahr sicher nicht zu viel. Ich kenne bisher keine andere Organisation, die einen so fordert wie die SRF/YSS.

Weitere Angaben im Reise-Tagebuch unter Yogi meets Yogi.
viewtopic.php?f=7&t=117&start=30

Seither sind die Meditationen aufgrund des Schnupfens eher lau...
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Zwischenbericht Indien

Beitragvon kashiraja am So 03.03.2013 15:45

Ich hätte einen neuen Eintrag gern wieder an ein Sehen des dritten Auges festgemacht. Jedoch seit Dezember in Ranchi ergab sich das nicht mehr. Ich hatte mehrer gute Meditationen und auch Phasen ausgedehnter Praxis vor allem auch in Vorfreude auf ein Treffen mit Shibendu Lahiri, dem Urenkel von Lahiri Mahasaya, der mir als großer verwirklichter Meister angekündigt worden war, doch was ich dann erlebte, war doch sehr ernüchternd. Die ursprünglichen Techniken bekommt man von ihm, denke ich, relativ rein, doch leidet dieser gute Junge unter heilloser Selbstüberschätzung, was allerdings durch die Blindheit seiner Anhänger sehr stark unterstützt wird.

Hier war, wie immer, die Vorfreude die größte Freude.

Auch die Kumbha Mela brachte nicht das, was ich mir erhoffte. Interessant sicher, doch es bestätigte sich doch nur das, was einem der gesunde Menschenverstand sowieso flüstert. Befreiung von allen Sünden durch ein Eintauchen in den Ganges an einer bestimmten Stelle bei einer bestimmten Sternenkonstellation, keine Rede. Teilweise hab ich eine starke Energie gespürt, doch nichts von einem besonderen Segen beim Eintauchen. Außerdem war meine Praxis und mein Erleben in Allahabad durch eine Erkältung getrübt, die ich mir kurz vor der Weiterfahrt nach Allahabad in Varanasi geholt hatte und diese wurde durch das viermalige Baden im Ganges, etc. immer wieder aufgefrischt und ist erst heute so ziemlich abgeklungen 28.2.2013.
Einem großen Meister bin ich also nicht über den Weg gelaufen oder zumindest hab ich keinen als solchen erkannt…

Für einen fortgeschritteneren Yogi erhalten all die Verheißungen von Pilgerschaft zu Gangotri (Gangesquelle), Bad im Snagam oder Sterben in Kashi, Kailashumrundung oder was noch alles vom Rad der Wiedergeburten befreien soll, eine andere Bedeutung:

Gangotri ist Kutashta (drittes Auge), zu dem man zurückkehren muss, die Energie von dort ist der Ganges, in den man eintauchen und sterben muss, etc.

Die nach oben in Kechari II und höher zeigende Zunge ist der Shiva-Lingam, dem man Gedanken, Gefühle und die Milch des Nektars von dort opfert. Meditation ist die eigentliche und wahre Yajna, das kann man in „Gott spricht mit Arjuna“ sehr schön nachlesen. Auf der Kumbha wurde mir das richtig klar.

Von meinem alten Tripod mit Herzschlag, Atem und Om-Klang bin ich inzwischen zu dem mit Kechari II, Atem und Herzschlag und Kechari II, Licht und Om-klang, die ich jeweils in Kutashta zu einer Einpünktigkeit bringe (ähnlich, wie wenn man ein Fernglas scharf stellt) übergegangen und das zu halten ist meine Art des Opfers vor Gott.

Das Opfern von materiellen Dingen wie Kerzen hab ich noch nie als recht sinnvoll verstanden, diese Art des Opferns in der Meditation schon.
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Vipassana

Beitragvon kashiraja am Mo 18.03.2013 05:41


Als ich vor 5 Jahren das erste Mal von einem Vipassana 10-Tage Seminar hörte, dachte ich, was soll dieses 10 Tage Hau Ruck Meditieren. Regelmäßigkeit ist wichtig und man muss die Ergebnisse der Meditation in sein Leben einarbeiten.

Nachdem ich jedoch seither wiederholt davon hörte und auch viele positive Rückmeldungen, war es an der Zeit, mir trotz aller Vorbehalte mein eigenes Bild zu machen.

Das Retreat-Zentrum 25 km nördlich von Lacknau liegt in einer ländlichen Idylle (die nur gelegentlich durch Fluglärm vom nahe gelegenen Militärflughafen gestört wird) und ist eine extra für den Retreat-Zweck entworfene Anlage mit einer Meditationshalle für die maximalen rund 30 männlichen/30 weiblichen Schüler. Daneben Wohnräume für den Leiter. Die Zimmer für die Schüler etwas in Entfernung und der Speisesaal noch weiter entfernt, so dass man gezwungen ist, sich die Beine immer wieder mal zu vertreten. Die Fazilitäten für Männer und Frauen sind vollkommen getrennt.

Die Meditationsanleitung ist eher etwas für Anfänger. Sie wird im Laufe der Tage weiterentwickelt und ähnelt am Ende etwas der Kriya-Atmung. Ich kann mit all diesen Anweisungen nur sehr begrenzt arbeiten und habe aufgrund der starken Energie in der Meditationshalle schnell einen starken Energie-Ausfluss an meiner rechten Hüfte, der bald schmerzhaft wird. Den Schmerz kann ich nur eindämmen und auflösen, indem ich mich auf das dritte Auge konzentriere, mich dort des Atems und des Herzschlags bewusst bin, diese beobachte (Hong-Sau) und Licht und Om-Klang dort versuche wahrzunehmen. Gleichzeitig halte ich meine Zunge in Kechari II und schiebe sie hinauf in Kechari III, teilweise vehement, so dass es schmerzt, jedoch angenehmer als beim Energieausfluss an der Hüfte. Wenn die Energie mal richtig kommt, braucht man also keine speziellen Anweisungen mehr, dann ist man gut beraten ein Arsenal von Techniken zur Verfügung zu haben und man setzt das ein, was am besten wirkt, d.h. den Energiefluss stabil hält….
Am zweiten und dritten Tag komme ich dadurch tief in die Meditation und mache genau die Erfahrungen, die Goinka am Abend immer beschreibt. Am 2. Tag sehe ich, dass das Ich nicht existiert, dam dritten Tanzen die Atome vor meinem inneren Auge…

Am 4. Tag läuft alles etwas aus dem Ruder. Das kann ich wieder auffangen. Doch am 5. Tag weiß ich abends nicht, wie ich noch einmal 5 solche Tage durchstehen soll. Einfach zu viel Energie, zu viel in falsche Bahnen geleitete. Ich hätte dringend eine Pause nötig, mache Asanas und Sonnengrüße zum Ausgleich und verlasse am Abend des 6. Tages (heimlich) das Gelände, um den Körper etwas mehr zu belasten und auch, weil ich mich ziemlich schwach fühle und ich Hunger habe (die ersten Tage vertrage ich das Essen nicht, Frühstück lasse ich ausfallen und zu Mittag kann man nicht viel essen, weil es ja bald wieder mit der Meditation weitergeht. Abends trinke ich meist nur Tee) mal kräftig zu Essen. Da steh ich dann auf der Straße vor einem Nudelstand und kann mir nichts kaufen, weil ich ja alles Geld abgeliefert habe…. Doch es ist gerade Shivaratri. Ich folge dem lautesten der Getöse und komme schließlich an einem Tempel, der mitten in den Feldern steht. Dort werde ich als erstes gefragt, ob ich Hunger habe…Ich bekomme serviert, bis ich nicht mehr essen kann….

Damit bin ich erst mal wieder gut geerdet und die letzen Tage werden energetisch dann wieder besser. Rumpelstilschen ist für mich die Erfahrung, dass die Wirbelsäule so richtig schön omig glüht und vibriert. Mir gelingt es mit der Zunge Om vom dritten Auge abzutasten und auf die Wirbelsäule zu übertragen…
Insgesamt sind die zehn Tage eine extreme, aber eine sehr lohnenswerte Erfahrung.

++
Sehr gut ist die Intensität des Programms,
10-tägige Schweigen
Essensdisziplin (sehr leichtes Abendessen, nur Reisflocken)
Keine Ablenkung durch Bücher, Arbeit etc. (ein zweites Mal brauche ich das jedoch nicht)
Schwerpunkt auf den Prinzipien der Praxis, des Gleichmuts, des aufrechten Sitzens, stillen Beobachtens, der Unbeweglichkeit während der Meditation

-- negativ und spirituell hinderlich
- kaum Möglichkeiten andere Techniken richtig einzusetzen
- zu viele Pausen zwischen den Meditationen, meist nach einer oder 1 ½ Stunden, führt zu Zerstückelung
- mit den Meditationsanweisungen konnte ich kaum etwas anfangen. Bei intensiver und regelmäßiger Übung führen diese wohl auch zum selben Ziel, doch schienen mir die Techniken im Vergleich zu denen des Kriya-Yoga mittelalterlich grobschlächtig. Vor allem, dass man nach der Phase des regungslosen Sitzens, wenn man davor steht die Position zu ändern, nicht eine potente Kriya-Technik einsetzt, scheint mir eine sträfliche Verschwendung von Potenzialen zu sein.
- Am Ende müssen die einfachen Prinzipien doch differenzierter betrachtet und angewandt werden.

Insgesamt haben mich meine Erfahrungen bei diesem Vipassana Retreat haben mich davon überzeugt, dass auch für einen Kriya-Yogi eine Phase von 3 Tagen intensiver Praxis (für den Anfang mal), die sich an dem Schema der Vipassana-Meditation orientiert, sehr förderlich sein kann. Allerdings sollte dafür, glaube ich, möglichst Kechari II erreicht sein.

Man hat zwar in Bermersbach eine schöne Möglichkeit für Retreats. Doch die Intensität könnte noch gesteigert werden.

Siehe auch Reisetagebuch: viewtopic.php?f=7&t=117&p=403#p403
und Vorschlag eines Kriya-Yogi-Vipassana-Retreats unter Yogi meets Yogi..
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Meditationsanweisung für Fortgeschrittene

Beitragvon kashiraja am Di 02.04.2013 17:58

Im Bus von Amritsar, der Hauptpilgerstätte der Siks, nach Jammu kam ich mit einem indischen Christen aus Jammu ins Gespräch, der mich darauf hinwies, dass an diesem Tag gerade Karfreitag war. Eigentlich hätte ich diese Information ja zum Anlass nehmen können und sollen zu fasten Doch dazu war ich nicht in Stimmung, ich wollte lieber etwas von der hochgepriesenen kulinarischne Vielfalt Indiens (die auf dem Budget-Niveau, auf dem ich reise, jedoch kaum zu existieren scheint) erleben. Also aß ich hier und dort einen Happen und bestellte abends um neun sogar noch ein (kleines) Thali.

Trotzdem fühlte ich sehr viel Energie in der Nacht und auch am Morgen in der Meditation. Dasselbe auf meiner Weiterreise nach Srinagar am Karsamstag. Ob das nun mit der Reliefänderung (nach 3 Monaten brettflacher Gangesebene das erste mal wieder Erhebungen und auf der Strecke nach Srinagar ein richtiges Gebirge) oder die Osterausschüttung aus den höheren Welten zusammenhing, weiß ich nicht genau. Wahrscheinlich beides.

Wäre ich mit meinem Auto unterwegs gewesen, hätte ich sicher igendwo Halt gemacht und die Energie für eine Meditation genutzt, doch im Jeep nach Srinagar war ich 9 ½ Stunden dem Gruppenzwang ausgesetzt und am Abend habe ich lieber noch was gegessen, als dass ich gleich meditiert hätte.

Die Quittung spürte ich am nächsten Morgen, Ostersonntag, Von der schönen Energie waren nur Inkrustationen übrig, wie ich das nenne, also Einfurchungen der Energie in Energiebahnen die vor allem aus den unteren Chakren abführen, wodurch tiefes Meditieren sinnlos gemacht wird, denn alle zusätzliche Energie (v.a. diejenige aus den Kriya-Techniken), die ich dann in mich hineinhole, fließt in diese Energiebahnen und verstärkt nur die Inkrustationen, solange diese nicht vorher durch massive Konzentration (was meist nicht möglich ist) oder einfach weitgehendes Aussetzen der Übungen bei meditationsförderlicher Lebensweise (Mäßigung in allem), abgebaut wird.

Anlässlich dieser Erfahrung wurde mir jedoch wieder deutlich bewusst, um was es bei der Meditation eigentlich geht und ich wollte als Positives aus der gesamten Angelegenheit zumindest das hier mal festgehalten haben.

Meditation ist höchstens am Anfang eine Verpfllichtung und ein stures Festhalten an Vorgaben. Es wird immer mehr zu einer Kommunikation mit der eignen Energie, die man ja im Grunde selbst ist. (Eine Affirmation der I AM Activity dazu: „ICH BIN die reine elektronische Energie, die durch dieses Gehirn und diesen Körper fließt und ich akzeptiere nichts anderdes“)

Man richtet sein Leben und auch die Meditation so aus, dass die Energie am besten fließt. Das bringt hohe Lebensqualität auch in einfache Verhältnisse und das ist auch der Anreiz, so zu verfahren.

In der Meditation wirkt sich das so aus, daass man abtastet, erfühlt, was wie auf den Energeistrom wirkt und wendet dann jeweils die Technik an, die die Energie maximiert. Das ist natürlich ein Lernprozess, wobei man aus Fehlern (wenn man das so nennen will) lernt. In Wirklichkeit, kann man auch die ganzen Meditationen als Versuchsreihen ansehen, aus denen man seine Einsichten für eine gute und richtge Meditation für sich selbst gewinnt. Aber das ist nichts Trockenes, es ist wie ein Spiel, an dem man sich jeden Tag neu erfreuen kann und bei dem man jeden Tag neue Grenzen überschreitet, die Höchstpunktezahl nach oben schiebt…

Im Alltagsleben führt das (bei mir zumindest zur Tendenz der Vereinzelung), des Individualismus. Denn jeder Gruppenzwang will sich immer wieder über die feinen Energieregungen, die man in sich spürt, setzten, damit vergewaltigt man die Energie und heraus kann dann so etwas kommen, wie ich es an diesem Ostersonntag erlebte. Das Potential für eine sehr tiefe Meditation war da. Ich habe es jedoch aus verschiedenen Gründen vermasselt.

Allerdings scheine ich auch immer mehr zu lernen, einen Gruppenzwang mit meinen Energiebedürfnissen in Einklang bringen zu können, denn vor einigen Jahren noch, wäre für mich Vipassana oder diese lang Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum möglich gewesen. Darum hab ich wohl auch so lange mit dieser Indienreise gewartet...

Ich würde auch sagen, dass diejenigen, die es mit Depressionen zu tun haben, diejenigen sind, die einerseits bereit sind für eine individuellere Kommunikation mit der eigenen Energie, die es jedoch noch nicht gelernt haben, sich dem Gruppenzwang (in den wir ja hineingeboren werden, und aus dem wir uns schön langsam herauszuarbeiten haben) zu entziehen und der eigenen Energie, die gleichzusetzen ist mit wahrer Glückseligkeit, zu folgen. Nichts ist wichtiger als das. Denn das ist unsere eigentliche Lebensaufgabe…
Deshalb auch meine Überzeugung, dass gegen Depression vor allem Yoga in allen Formen hilft, weil man damit den Weg zur eigenen Glückseligkeit relativ effektiv freischaufelt….
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Gott spricht zu mir

Beitragvon kashiraja am Sa 13.04.2013 16:56

Eine der eindeutigen Veränderungen, die in mir aufgrund der spirituellen Praxis vorgehen, ist, dass ich immer mehr intuitiv, aus dem Gefühl heraus entscheide, ohne viel zu denken. Der Kopf spielt im Gegensatz zu früher, meiner materialistischen Vergangenheit, aus der sich ja jeder irgendwie herausarbeiten muss, immer weniger eine Rolle. Der Kopf dient mehr und mehr dazu, meine Handlungen zu rechtfertigen, sobald sie geschehen sind und er muss dabei oft relativ kreativ, wenn nicht sogar poetisch sein. Doch jede Handlung kann man irgendwie begründen und in unserer materialistischen Welt steht man immer wieder vor der Aufgabe anderen die eigenen Handlungen etwas plausibel zu machen. Für mich sind sie immer mehr absolut, ich weiß meist sehr genau, was ich zu tun habe. Es kommt deshalb auch nur höchst selten vor, dass ich eine Handlung bereue….

Manchmal klappt diese intuitive Lenkung von innen heraus jedoch nicht und dann kommt bei mir oft eine Orientierung an äußeren Zeichen zum Zuge. Meist sind es sonderbare Zufälle, die ich gelernt habe, auf eine bestimmte Art zu interpretieren. Die Entwicklungen die daraus resultieren, bestätigen mir dann in der Regel, dass eine so getroffene Entscheidung wichtig war und das erfüllt mich immer mit Dankbarkeit vor dieser großen Intelligenz, die sich da unzweifelhaft bemerkbar macht.

Als Beispiel möchte ich etwas beschreiben, was mir gestern passierte.

Ich war in Jammu, hatte ein zwar sehr schlichtes Zimmer oder besser gesagt eine Behausung, die meinen Ansprüchen jedoch völlig genügte, und hatte mich bereits entschlossen, in dieser Stadt (deren Reiz ich am ersten Tag in den Gassen der Altstadt und in einer schönen hinduistischen Tempelanlage und nicht zuletzt auch mit guten, günstigen Speisen entdeckt hatte) noch einen Tag länger zu bleiben. Nach einer ordentlichen Meditation würde ich die Stadt am nächsten Tag weiter erkunden.

Dann vergaß ich jedoch das Smartphone auszuschalten und der Wecker begann zu den Kargil-Zeiten um 4 zu klingeln fürs Aufwachen, um 4:30 Uhr für die Kriya-Techiken und um 4:50 zum Aufstehen, wobei die ersten beiden Weckzeiten 1 Minute klingelten und die letzte 10 Minuten. Weil ich noch etwas müde war und mich die Hindi-Gesprächstexte dann doch im Schlaf zu stören begannen, entschloss ich mich schließlich das Smartphon auszuschalten, auf Toilette zu gehen und mich dann noch mal hinzulegen. Beim Ausschalten sah ich dann, dass es schon 4:59 Uhr war und dass das Ausschalten und damit das Gehen in das äußere Bewusstsein völlig überflüssig war. Zum nochmaligen Einschlafen war ich dann auch bereits zu wach. Als ich mich nach einiger Zeit für die Meditation aufsetzte, war genau das da, was sich bei mir immer einstellt, wenn ich nach dem Aufwachen nicht unmittelbar und sachte in die unbewegliche Meditationshaltung übergehe: Inkrustationen (hab in vorhergehenden Beiträgen, was ich damit meine), d.h. ich musste mich mit einer behelfsmäßigen Meditation und nur ein bisschen Kriya begnügen. Zuerst wusste ich nicht, was das soll. So ein sinnloser Zufall, die Möglichkeit für eine gute, tiefe Meditation vertan und wenn ich nur ein paar Sekunden länger gewartet hätte, wäre der Wecker von alleine verstummt. Warum hilft mir Gott in solchen Situationen nicht ein bisschen. So ein blöder Zufall. –

Da nichts ein blöder Zufall ist und alles seinen Sinn hat, begann ich dann, als ich etwas am Computer arbeitete, die Sache schön langsam umzuinterpretieren. Gott oder wie immer man das nennen will, hat natürlich auch hier seine Finger im Spiel. Ich wusste, dass es um 8:30 Uhr eine günstige Busverbindung nach Dharamsala gab und da ich schon so früh mit meiner Routine fertig war, konnte ich die heute gut wahrnehmen. Ich vermutete also, dass dieser blöde Zufall ein sanfter Hinweis, war, dass ich schon heute weiter reisen sollte, so leid es mir tat (was es natürlich nicht tat, da ich gelernt habe, in solchen Fällen blind zu gehorchen).

Als ich dann kurz vor 8:30 Uhr dahin kam, wo man mir gesagt hatte, der Bus würde dort zehn Minuten halten und ich in dem Gewühl mit zig Bussen in den richtigen Bus einstieg, der in Wirklichkeit nicht einmal eine Minute hielt und vor 8:30 Uhr bereits weiterfuhr, wurde wie auch später noch wurde mir immer klarer, dass sich hier diese große Intelligenz wieder eindeutig in den Ablauf meines Lebens eingemischt hat.

Würde ich das ganze poetisch umschreiben, könnte ich auch sagen. Der Engel des Herrn kam zu mir und beauftragte mich schon einen Tag früher weiterzureisen. Vielleicht hat Maria auch nur so subtile Hinweise bekommen, die sie richtig zu interpretieren verstand, ich weiß es nicht. Doch wenn ich meinen Weg nur zielstrebig weitergehe, werde ich irgendwann auch dazu Gewissheit erhalten.

Meist reichen mein Verstand und meine Intuition aus, richtige Entscheidungen zu treffen, wo das noch nicht so gut klappt, mischt sich Gott immer wieder mal durch subtile Zeichen ein. Ich lade ihn auch ein, das zu tun, weiß aber gleichzeitig, dass es ein Armutszeugnis meinerseits ist, wenn ich diese Art konkreter Hilfestellungen brauche. Stolz bin ich also darauf nicht. Es vermittelt jedoch auch Wärme, Nähe, Dankbarkeit und eine tiefe Überzeugung, dass da eben mehr ist, als nur diese materielle Welt und das alles tut sehr gut.
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Wirkung von Zucker

Beitragvon kashiraja am Mi 08.05.2013 05:39

Eine interessante Erfahrung bezüglich der Wirkung von Zucker auf den Körper habe ich am Wochenende in Jaipur gemacht. Inzwischen ist es in Indien sehr heiß und täglich erreicht das Thermometer 40 Grad im Schatten. Da kommen die Saftstände gerade recht mit ihren gekühlten Drinks aller Art und Eis zu schlappen Preisen. Da ich seit mehr als zwei Monaten keinerlei Magenbeschwerden mehr habe, hab ich mich auch an diese immer mehr rangewagt und am Samstagabend das gesamte Angebot eines Saftladens durchprobiert. Da ist mir dann schon aufgefallen, dass vor allem bei den Früchten, die etwas sauer sind, die Zuckersättigung extrem ist. Doch offenbar schütten die Inder auch in Säfte und Lassi, die man gut ohne Zuckerzusatz trinken könnte, richtig dolle Zucker rein.

Die Folge war natürlich, dass auch meine Zuckersättigung extrem war und die Wirkung auf die den Energiehaushalt sah so aus, dass ich die Kontrolle über meine Energie verlor, diese sich also (mit einigen sonderbaren Erscheinungen) mehr oder weniger selbständig machte, die Gedanken wurden in der Meditation kaum beherrschbar, und die Kriyas musste am folgenden Tag auf ganz wenige reduzieren. Da ich die Zusammenhänge nicht gleich durchschaute, leistete ich mir am Sonntag noch mal Drinks bis zum Abwinken, mit demselben Ergebnis.

Als ich mir dann am Montag (Busfahrt nach Udaipur) eine Zucker-Entziehungskur verordnete bin ich ständig eingenickt…. Heute hab ich wieder einen Mangosaft probiert, der Zucker war deutlich zu spüren und ein Blick in einen vollen Eimer mit Zucker an der Theke bestätigte den Verdacht.
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Wirkung von Klangschalen?

Beitragvon kashiraja am Di 16.07.2013 12:55

Seit ich aus Indien zurück bin, war das mit der Meditation nicht mehr so toll, eigentlich schon nicht mehr seit ich Rishikesh verlies und in die Hitze kam... Von meiner 4. Initiation/Kinnpumpe konnte ich meist nur 6 machen, weil dies sonst zu zu großen „Inkrustationen“, wie ich das nenne, geführt hätte. Meine Meditations-Zeiten hab ich eingehalten, es war auch nicht schlecht, doch hätte ich mir halt mehr gewünscht, hab dann auch wieder etwas Samyama gemacht, was sich gut anließ, hab dann aber bei den Buddhisten des Diamantweges reingeschaut (Ole Nydale), weil ich vorhatte beim Sommercamp in Immenstadt teilzunehmen und für einem besonderen Kurs, der dort angeboten wird (Powa), sollte man sich vorbereiten und die Anleitung dazu in einem Zentrum holen, was ich in Stuttgart gemacht habe. Es stellte sich dann aber heraus, dass da eine im Vergleich zum Kriya-Yoga recht primitive Mantra-Meditation gepflegt wird, sicher für Anfänger sehr gut geeignet, doch für mich als langjährigen Kriya-Yogi schon schwer zu verkraften, weil man sich da auf eine niedrigere Ebene der Meditation zurück manövriert, was ich bei Versuchen mit der erhaltenen „Meditation“ (was mehr ein stures Wiederholen eines Mantras ist, das man vor der Powa 100 000 Mal wiederholt haben sollte) deutlich erfahren habe. Die Energie für meine Meditation war dort sehr gut, doch die Experimente mit der "Meditation" dort hatten meine guten Ansätze mit Samyama wieder zu Nicht gemacht und ich musste mich wieder zurückschalten, weil ich mir da auch „Inkrustationen“ geholt hatte (wie ich die Sitten der Diamant-Buddhisten mal mit meiner Meditaiton vereinbaren kann, weiß ich noch nicht, doch hab ich schon vor, da mal teilzunehmen, wie ich das ja auch mit guten Ergebnissen bei Vipassana gemacht habe).

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Ich wusste also nicht, was da los war und konnte mir auch nicht denken, was ich da machen könnte, um zumindest mal wieder 12 Kriyas4 hinzubekommen.

Heute Morgen nun plötzlich wieder eine ganz andere Meditation, ich konnte den Om-Klang nicht nur relativ deutlich hören, ich hatte auch das Gefühl und das Bewusstsein, dass ich diesen als Hebel für die Konzentration und auch Energielenkung für gewisse Beschwerden einsetzen (z.B. bin ich vor 8 Tagen beim Kirschpflücken in 5 m Höhe abgestürzt, weil der Ast auf dem ich stand unvermittelt in die Tiefe Krachte, so dass ich Gott sei Dank in 3 Metern Höhe auf einen anderen Ast mit der Brust aufschlug und auch hängen blieb. Seither schmerzte meine Brust und ich konnte heute meine Heilenergie mit Nachdruck dahin senden, so dass es danach gleich besser war).

Außerdem konnte ich es mir endlich wieder erlauben, 12 der Kriyas 4. Ordnung/Kinnpumpe zu machen (und auch den enormen Energie-Unterschied zu nur 6 wahrnehmen), weil ich mit Einsatz von Om die Konzentration besser halten konnte…

Nun fragte ich mich natürlich, wo diese plötzliche Veränderung herkam und beim Grübeln fiel mir ein, dass ich gestern mal ein Set von 8 Klangschalen (von insgesamt 24, die ich mir aus Indien geschickt hatte und von denen ich eigentlich nicht so viel hielt und sie deshalb so ziemlich alle herschenken wollte) aufgestellt hatte und wahllos anschlug, nicht länger als ein paar Minuten…

Ich hab zwar gestern noch mehr etwas anders gemacht als sonst, weil mein Neffe zur Zeit da ist, doch tippe ich mal, dass die enormen Veränderungen in der Meditation, die ja vor allem mit Klangwahrnehmung zu tun haben, Stichwort Klangschalen, auch mit den Klangschalen zu tun haben…..

Auf die Bedeutung des Om-Klangs weist Yogananda vor allem in „Gott spricht mit Arjuna“ wiederholt hin und als ich dieses Buch las, kam ich auch in eine tiefe Sensibilität für diesen Om-Klang. Das hat sich seither aber leider wieder etwas gelegt…und war nun plötzlich wieder da…

Das Erlebnis heute, hat mir wieder gezeigt, dass da noch ein Schatz verborgen liegt, den es gilt zu heben. Und hier ist vielleicht auch mal die Zeit eine persönliche Theorie zum Besten zu geben:

Im Deutschen steht ja das Wort „Gehirn“ für die Fähigkeit zu denken und überhaupt für höheres Bewusstsein. Ich habe mich schon früh gefragt, von was sich denn das Wort „Gehirn“ ableitet. Bei Rudolf Steiner liest man an verschiedenen Stellen, dass in der Sprache oft eine tiefe Spiritualität aufscheint. Das würde ich im Falle von Gehirn auch sagen, in dem Sinne dass sich Gehirn von dem ableitet, was man hört, oder das Instrument, mit dem man hört, so in der Art. Aber vor allem bezieht sich das Gehörte auf den Om-Klang, der ursächlich für die höheren Fähigkeiten des Bewusstseins und auch für die Höherentwicklung des Bewusstseins ist.
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Hong-Sau-Sprung

Beitragvon kashiraja am Do 17.10.2013 12:49

Vielleicht hängt das ja auch mit anderen derzeit laufenden Tätigkeiten zusammen vgl: http://www.fyue.de/forum/viewtopic.php?f=12&t=81

Doch heute war ich das erste Mal in der Lage bei Hong Sau relativ konzentriert zu bleiben. Messen kann ich das daran, dass ich in der Regel, bevor ich die Kriya-Techniken anwende, bei Hong-Sau versuche die Atemzüge bis zu einer Zahl von 20 mitzuzählen, um zu sehen ob ich schon genügend konzentriert bin. Damit hab ich meist ziemliche Schwierigkeiten und manchmal ist es mir überhaupt nicht möglich über 10 hinauszukommen.

Heute lief das, wie gesagt, ganz anderes, ich kam nicht nur leicht bis 20, ich hab das Maß auch kurzerhand auf 100 gesetzt und kam dort auch mit kleineren Abweichungen zügig hin (so dass ich da sogar noch gut hätte weitermachen können). Intern stellte sich das so dar, dass ich den Tripod eben sehr gut hinbekam, d.h. neben der Atembeobachtung und Kommentierung durch Hong und Sau auch noch das bewusste wahrnehmen des Herzschlags am dritten Auge und - vor allem starke Wahrnehmung des Om-Klanges, das stabilisierte meine Konzentration.

Diese 100 waren ein Hinweis, dass ich die Kriya-Techniken auch etwas einfordern konnte. Denn nach dem oben verlinkten Erlebnis kam ich über 3-4 Kriyas 4. Stufe kaum mehr hinaus.

Heute lief es also auch mit den Kriyas locker und gut. Nicht nur hab ich die 12 leicht geschafft, ich hab auch hier die Latte gleich mal auf 24 gehoben, etwas, was ich seit Jahren nicht mehr geschafft habe. Ging alles locker und ich hab dafür auch nicht länger (oder kaum länger) gebraucht als für meine sonstigen Meditationen am Morgen.

Als Zugabe gabs dann auch noch vollkommene Frische danach und ich hatte kein Bedürfnis, mich nach der Meditation noch mal etwas flachzulegen um auszuruhen,wobei ich die letze Zeit meist noch mal eingeschlafen bin...

Sicher spielte auch etwas eine Rolle, dass ich für Morgen wegen angeblicher "Beleidigung" im Falll Mollath zur Hauptversammlung vor das Amtsgericht Bayreuth zitiert wurde, dazu vielleicht an anderer Stelle in diesem Forums noch ausführlicher....

Aber das ist auf jeden Fall so, dass vor großen Herausforderungen im äußeren Leben auch die Motivation zur Meditation steigt, was sich in einer Leichtigkeit tiefer zu gehen äußert....

Außerdem wollte ich noch angemerkt haben, dass ich die ganze Meditation im Sitzen auf einem Stuhl, (d.h. also nicht mit gekreuzten Beinen, Siddhasana, Lotussitz oder dergleichen) gemacht habe.
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Drittes Auge

Beitragvon kashiraja am Mi 13.11.2013 12:53

Heute hab ich endlich wieder mal das dritte Auge gesehen.
Nachdem das im letzten Jahr sehr häufig vorkam und ich dachte, da tut sich etwas in Richtung "Immer-Sehen-des-dritten-Auges", hatte ich das letzte Mal das Vergnügen vor 11 Monaten in Indien im Ranchi-Ashram der YSS. Ich hab mich schon gewundert, warum das so lange weg war und kann es mir heute noch nicht richtig erklären.

Heute war das Erlebnis ziemlich intensiv. Wie üblich kam es dazu im Rahmen von Yoni-Mudra nach Anwendung der Kriya-Techniken (heute 4. Initiation der SRF, gar nicht so oft, 12 waren es nicht, hab nicht genau mitgezählt). Soweit ich mich erinnere sah ich nach dem zweiten Atemholen zuerst ein undeutliches Schimmern. Ich stell mir dann immer vor, dass ich den Ton, den ich höre, sehen will und sage mir das auch. Dann wurde zuerst die linke Seite deutlich später auch die rechte. Ausgesehen hat es wie ein helles, etwas gelblich-oranges also kurz wohl goldenes Licht und bei intensiverer Konzentration wurde darin noch ein violetter Kern sichtbar, der jedoch keine Sternform hatte. Ich konnte das einige Atem-Züge lang im Rahmen von Yoni-Mudra halten. Die Nachwirkungen waren sehr gut und ich konnte damit effektiv an einer Selbstheiluungsbaustelle arbeiten.
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Herzschmerzen

Beitragvon kashiraja am Do 28.11.2013 23:53

Gestern gegen Abend bemerkte ich eine Empfindung am Herzen, die alle paar Minuten auftrat. Zunächst rätselte ich noch, wie ich das beurteilen sollte, ob es angenehm oder schmerzhaft war und entschied mich dafür, dass es eher angenehm ist. Später wurden diese Empfindungen deutlicher und ich konnte nun sagen, dass sie etwas unangenehm und leicht schmerzhaft sind.

Es war auf jeden Fall etwas, was ich noch nie erlebt hatte (denke ich zumindest).

Ich ging zu Bett und diese regelmäßig auftretenden Empfindungen waren immer noch da.

Am Morgen wachte ich auf und bald bemerkte ich wieder dieses leichte Stechen am Herzen.

In der Meditation nahm ich mir diese Erscheinung deshalb mal vor.

Wie üblich ging ich mit dem Ansatz an die Sache heran, dass es etwas sein musste, was auftrat, weil ich nicht genügend oder nicht konzentriert genug meditierte. Also einfach alles als Ansporn zu saubererer und intensiveren spirituellen Praxis ummünzen, weil ja die spirituelle Praxis das Potential der Selbstheilung in sich birgt. So verfahre ich schon seit Beginn meiner spirituellen Praxis, bin fast ganz davon abgekommen Ärzte zu konsultieren und ich bin seither gut damit gefahren. Denn auch wenn man mit seiner Analyse nicht ganz richtig liegt, zieht man doch immer aus allen körperlichen Problemen einen spirituellen Gewinn.

Das gleiche Verfahren wende ich auch auf alles an, was mir im Leben Problematisches widerfährt und die Effekte sind da vergleichbar.

Diese Empfindungen gingen während der Meditation weiter, doch nahm ich sie nicht mehr als unangenehm war, ich registrierte sie nur noch.

Wie ein Detektiv musste ich jetzt Spuren analysieren, Hypothesen testen und Verdächtigen nachstellen. Die üblichen Kandidaten waren natürlich: zu viele Gedanken, zu wenig Konzentration und so beobachtete ich genau, was bei Anwendung der Hong-Sau-Technik geschieht, was meine Gedanken abschweifen lässt und was geschieht, wenn ich konzentriert bleibe und dadurch immer konzentrierter werde.

Da mache ich die neue Entdeckung, dass die rechte Gehirnhälfte vornehmlich für die spirituellen Tonwahrnehmungen (vorzugsweise Om-Klang) verantwortlich ist, die linke für die Wahrnehmung des spirituellen Lichts, das man bei geschlossenen Augen und auch im Dunkeln erkennt. Diese beiden sind zunächst relativ unabhängig voneinander, wobei die Tonwahrnehmung deutlicher ist. Wenn man jedoch eine höhere Konzentration erreicht, werden die inneren Ton- und Lichtwahrnehmungen mehr zu einer Einheit, vergleichbar mit der Erfahrung, dass man ja durch zwei Augen auch in die Welt schaut und man diese Wahrnehmungen richtig übereinanderlegen muss um ein Gemeinsames Bild und kein verschwommenes, verzerrtes zu erhalten.
Das dritte Auge ist der Punkt, wo diese gemeinsame Wahrnehmung von Ton und Licht zur Einheit gelangt.

So weit bin ich ungefähr gekommen, natürlich kann man da noch weiter gehen ... so eine richtige Einheit bekam ich nicht hin ....

Bei der ganzen Prozedur erreichte ich dann auch ein hohes Konzentrationsniveau und als ich heute die Kinnpumpe anwandte wurde der Unterschied auch bald klar. Bei unkonzentrierter Anwendung, kommt es bei mir schnell zu einem Energieausfluss an der rechten Hüfte, der immer schmerzhafter wird und das ist dann ein deutliches Zeichen, dass ich tunlichst aufhören sollte. So komme ich oft nicht über sechs Runden der Kinnpumpe hinaus. (Bitte Vorsicht bei der Kinnpumpe, mit einer Runde beginnen und sich erst allmählich zu mehr hocharbeiten, denn die verzögerten Wirkungen könne sehr stark sein. Bei mir hat es ein Jahr gedauert, bevor ich mehr als ein oder zwei Runden machen konnte).

Heute, bei größerer Konzentration, trat eben dieses Ausfließen von Energie nicht auf und ich konnte also ohne Schwierigkeiten weitermachen. Da ich auch noch den Ansporn hatte, dass mit spirituellem Fortschritt (d.h. mehr Energiedurchfluss) auch die physischen Beschwerden, als was sich die Empfindungen am Herzen herausstellen könnten, verschwinden würden, war auch die Motivation da, immer weiterzumachen und am Ende hatte ich über 30 gemacht, so viel wie noch nie, und hätte auch noch weitermachen können, wenn ich nicht meine normale Meditationszeit schon weit überschritten hätte (natürlich ist es auch ein Gebot der Vorsicht, nicht zu große Schritte zu machen).

Den Abschluss machte ich mit Yoni-Mudra und hoffte natürlich, dass ich nun auch das dritte Auge sehen würde. Wirklich trat es auch eindeutig auf, jedoch nicht bis zu ganzen Klarheit und Helle, weil ich gewohnt bin, für alle 4 Runden von Kinnpumpe bzw. 4. Kriya-Initiation einen Yoni-Mudra-Kriya-Atemzug zu machen und als das dritte Auge nach dem 3 Yoni Mudra erschien, hätte ich normal weiteratmen müssen, um mich nur noch auf das Licht konzentrieren zu können. Ich machte jedoch in Yoni-Mudra eine weitere Kriya-Atmung und das dritte Auge verschwand wieder.

Die leicht stechende Empfindung am Herzen war nach der Meditation immer noch da... Im Laufe des Tages hat sich das aber gelegt und jetzt, d.h. so 12 Stunden nach der Meditation spüre ich nichts mehr.

Ich meine auch, dass die meisten Herzprobleme eigentlich Signale des Körpers sind, den Betreffenden zu mehr spiritueller Zentrierung aufzurufen. Je nach Stufe, wo man steht, kann es ausreichen, durch eine gesündere Lebensweise ohne Narkotika wie Drogen, Alkohol, Nikotin, Koffein etc. oder auch durch eine bewusste oder konzentriertere Aufnahme von spirituellen Übungen Energielöcher zu schließen...
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