Mein spirituelles Tagebuch

Stelle hier beliebiges aus eigener Creation aus: Bilder, Videos, Texte (auch Blocks), Musik,etc.

Hong Sau oder Sieben-Pod

Beitragvon kashiraja am Di 17.11.2015 10:22

Ich muss noch einmal deutlich das Lob auf Hong Sau singen. Das ist das A und O des Kriya-Yoga. Wer das nicht verstanden hat, wird meiner Meinung nach nicht weit kommen mit dem Kriya Yoga.

Diese Technik des Hong Sau gibt es in vielen Variationen und so hat sie auch viele Namen und es gibt sie in vielen Traditionen, sie wird meist als Technik der Atembeobachtung beschrieben. Bei der SRF finde ich sie sehr gut erklärt Meistern muss man sie aber durch lange Praxis und im Zusammenspiel mit der gesamten eigenen spirituellen Entwicklung.

Bei mir ist daraus inzwischen der Siebenpod geworden.

Neben den anderen schon erwähnten Elementen kommt noch das Richten der Augen nach Oben (Shambavi) das eigentlich schon im Licht und Ton vom dritten Auge enthalten ist, aber ruhig deutlich hervorgehoben und gechekt werden kann.

Meine Anwendung von Hong Sau sieht inzwischen so aus: Immer (während der Meditation), wenn keine Technik praktiziert wird bemühe ich mich um Hong. Anfangs schweifen die Gedanken viel. Je mehr Energie sich im dritten Auge konzentriert, desto bewusster werde ich. Dann kommt ein Punkt, an dem ich am dritten Auge den Om-Klang und die Om-Schwingung wahrzunehmen meine und dann fällt die Konzentration leicht. Hong Sau nutze ich auch als Konzentrations-Check. Nur wenn ich eine bestimmte Anzahl von Atemzügen bewusst sein kann, gehe ich zu einer Technik weiter. In der Regel setze ich oftmals zum Zählen allein bis 20 an.

20 bewusste Hong Sau in einer Zählung: dann gehe ich in kchari Mudra 2.

weiter 50 bewusste Hong Sau in einer Zählung, dann bin ich bereit für die Technik, was oft erst nach ein bis zwei Stunden der Fall ist.

Nach der Technik noch einmal zwanzig bewusste Hong Sau. Wie das geht, bekommt man gleich ein Gefühl dafür, wie viele Inkrustationen man während der Technik mit erzeugt hat.

Nithyananda erzählt bei seinem Samadhi-Erlebnis, dass im sein Guru gesagt habe, er solle der Quelle des Ichs in der Meditaiton nachforschen. Wenn ich das mache, stoße ich immer auf den Atem. Der Atem stößt Gedanken an und Gedanken sind per se Dualität. Yogananda sagt: Der Atem bindet dich an den Körper. Darum scheint mir Hong Sau so wichtig, weil man damit genau an dieser Grenze operiert, wo das Ich entsteht. Man kommt mit Hong Sau zu seinem Ursprung.

Das ist das erkenne dich Selbst, das Sokrates nachgesagt wird. Wahrscheinlich haben diese auch eine Form dieser Technik gekannt. Leider versuchen die modernen Philosophen ohne spirituelle Übungen Erkenntnis zu erlangen. Damit bleiben sie aber nur auf einer sehr äußerlichen, gedanklichen Ebene.

Die Kriya Techniken selbst bringen einen meiner Ansicht nach nicht voran. Sie sind vergleichbar mit Shaktipat, die einen momentanen Energiestoß bringen. Man muss aber in der Stille mit Hong Sau sich selbst ins Gesicht sehen und sich ergründen, um langfristig Gewinn daraus zu ziehen. Die Kriya-übungen potenzieren die Möglichkeiten der Erkenntnis, die man daraus ziehen kann.

Es ist etwas, was mit dem Ausdruck: "diesen Schuh ziehe ich mir nicht an" ausgedrückt ist. Das Ich besteht aus all den Schuhen, die man sich anzieht Man muss aufhören sich bestimmte Schuhe des Denkens und Handelns anzuziehen und dafür andere in seinen Schuhschrank integrieren.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Re: Mein spirituelles Tagebuch

Beitragvon parvati am Mi 30.12.2015 19:01

schöner Beitrag über die Techniken...
da scheint dir bewusst geworden zu sein was yogananda mal sagte:
man solle gott mehr als als die Technik zu lieben

irgendwo hab ich mal gelesen dass alles meditation ist..dann kann man auch in jedem augenblick seinem atem lauschen..ist vielleicht effektiver
und das das Herz die wichtigste Rolle spielt, die sehnnsucht hat einen da hin zu treiben, was net heißen will, dass man die ganze welt gleich umarmen sollte
parvati
 
Beiträge: 48
Registriert: Di 15.04.2014 11:58
Länderflagge: Germany (de)

Bedeutung tiefer Meditation

Beitragvon kashiraja am Do 31.12.2015 15:08

Liebe Parvati,

ich glaube, dass sich so ziemlich alle Leute, die sich solchen selbstgefälligen Gedanken hingeben, sie würden ohne weiteres immer meditieren, nur selbst zum Narren halten.

Bei der Meditation ist es wie bei einem elastischen Metall oder einer Feder, wenn man die nur ein bisschen verbiegt, dann schnallen sie am Ende schön wieder in die ursprüngliche Form zurück.
Wenn man aber mit konzentrierter langer Aufmerksamkeit, unbewegtem Körper und immer ruhiger werdendem Geist die elastischen Gehirnstrukturen weit aus der gewohnten Normalität herauszuschieben in der Lage ist, bleiben auch nach der Anwendung der Kraft Spuren zurück.

Deshalb ist eine regelmäßige und tiefe Meditation so wichtig.

Wenn man sich zwei oder drei Stunden am Tag auf Techniken konzentriert, heißt das nicht, dass man den Rest der Zeit Gott nicht auch noch anders suchen oder begegnen kann. Man kann sogar die Technik anwenden und gleichzeitig Bhakti-Yoga praktizieren.

Das eine Tun, das andere aber nicht lassen, das kennzeichnet den Kriya Yogi, der bei Yogananda in die Schule gegangen ist.

LG
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Jahreswechsel - Verschiedenes

Beitragvon kashiraja am Do 31.12.2015 16:17

Der Jahreswechsel ist für mich nichts Besonderes, kein Grund zu feiern, kein spirituelles Ereignis. Vielleicht ein Anlass voraus und zurückzublicken.

Bei meinem Übungsprogramm, das ich für dieses Jahr von Shibendu Lahiri bekommen habe (Amantrak) liege ich gut im Rennen (132 von 200). Letztes Jahr war ich erst bei 120. Damit hab ich zwar etwas Vorsprung eingebüßt, doch ich bin auch insgesamt etwas vorsichtiger und mache, wenn es zu viel wird, eher Pausen. Allerdings hätte ich ohne das Übungsprogramm schon lange aus übertriebener Vorsicht oder auch aus Faulheit aufgehört, weiterzumachen. Oft hab ich schon erlebt, dass die Techniken sehr gut wirkten, wenn ich schon dachte, es wird zu viel.

Heute wurde die innere Welt für mich ziemlich plastisch, greifbar und die Technikanwendung wurde dementsprechend ziemlich konzentriert.
Das mit dem Erwartungsvollen vom dritten Auge hat sich zwar wieder verflogen, doch kam mir heute in den Sinn, ich müsse mal einen Lobgesang für das dritte Auge aufschreiben in der Form der 1000 Namen Sivas oder der Lobpreisungen Marias in den Maiandachten.
Du Lichtvolle,
Du Segensreiche,
Du Ruhespendende
Du Abkürzung zum Glück
Etc.

Ich nehm das mal zum Anlass, noch einige alte Notizen zu posten:

21.11.2015
Erwartungshaltung bezüglich des drittem Auges
Seit einiger Zeit befinde ich mich in einer freudigen Erwartungshaltung bezüglich des dritten Auges, als ob es nicht mehr lange dauern würde, bis da ein Durchbruch geschieht.

Das dritte Auge ist Ursprung allen Glücks, aller Freude, aller Glückseligkeit. Allee andere Chakren, die, sobald aus ihnen Energie fließt, ebenfalls als Glücksspender erscheinen, sind nur Usurpartoren, die in die Irre leiten, denn deren Glück muss mit gleich großem Leid aufgewogen werden.

Inzwischen bin ich beim Neun-Pod angelangt: Drei des dritten Auges, Licht, Ton (Om) und Sambhavi
Drei des mittlere (Kechari, Herzschlag und Atembeobachtung)
Drei Bandhas, Mulabandha, Uddiyana Bandha und Jalandhara Bandha, wobei das nur Energiehaltungen siind.

Das macht das Zählen und Abklopfen beim Überprüfen, ob ich für die Techniken schon bereit bin einfacher.

31.11.2015
Nachfolge Jesu
Bei Jesus gibt es ja die Stelle, dass man ihm nachfolgen und Vater und Mutter verlassen soll. Heute ist Jesus nicht da. Naheliegend ist, dass man ins Kloster geht oder sich einer religiösen Organisation anschließt.

Mir scheint aber wie bei Brahmacharja, der Armut und anderen Gesichtspunkten des spirituellen Wegs der innere Vollzug wichtiger als der äußere.

Man kann also die Eltern auch verlassen, wenn man mit ihnen zusammenlebt, in dem Sinne, dass man sie nur noch als Freunde ansieht und den wirklichen Vater und Mutter im Himmel fühlt. Andererseits kann derjenige, der sich nur äußerlich von Vater und Mutter getrennt hat immer noch tief und fest das Bewusstsein von Vater und Mutter in sich tragen und davon beherrscht sein.

Möglicherweise ist es sogar leichter sich im Zusammenleben mit Vater und Mutter von diesen natürlichen Konzepten zu trennen.

Ich habe mich als Erstes schon vor langer Zeit von meiner Schwester getrennt. Von meinem Vater vor 22 Jahren, von meinem Bruder vor zwei Jahren und nun, wie es aussieht, auch von meiner Mutter. Diese Bindung an Familienmitglieder gibt einerseits Halt und mag für die gesunde seelische Entwicklung auch wichtig sein.
Doch wenn man sich davon losmacht, ist dies auch befreiend und gibt einen deftigen Energieschub.

8.12.15
Warum der Atemlose Zustand so wichtig ist
Solange man den atemlosen Zustand nicht erreicht, kommt man schnell an den Punkt, an dem der Körper sagt, was willst du denn, ohne mich kannst du gar nichts anfangen, ich bin hier der Chef, mache gefälligst das, was ich will, sonst gehts dir dreckig. Und das untermauert er ganz überzeugend durch die unangenehmen Gefühle, die aufkommen, wenn man längere Zeit nicht mehr eingeatmet hat.
Mit dem atemlosen Zustand legt man den Gegensatz von Körper und Geist bei. Körper und Geist werden zu einer Einheit. Samadhi ohne atemlosen Zustand ist wertlos. Wer also von sich behauptet, dass er die Erleuchtung oder Samadhi erreicht hat, der kann ihn nur so lange erreicht haben, wie er atemlos gewesen ist. Es ist keine große Kunst, Samadhi oder die Erleuchtung einige Sekunden oder Minuten zu erreichen. Kritisch wird es bei Minuten und Tagen. Und wer den atemlosen Zustand nicht willentlich jederzeit herbeiführen kann, dessen Erleuchtung und Samadhi sind relativ wertlos.

Mir ist es jetzt auch plausibel, wie die in Indien mehrfach dokumentierten Fälle des lebendig Begrabenseins, wo die Protagonisten erst nach Monaten oder sogar Jahren wieder erwachten, zustande kamen. Für einen rationalen Menschen kann das nur Humbug sein und er glaubt der sorgfältigsten Dokumentation nicht.

Das ist aber zu Vergleichen mit der Haltung eines Rauchers, der sich nicht vorstellen kann, wie man mehrere Tage ohne Nikotin leben soll.

Die Abhängigkeit von der Atemluft ist nur eine weitere Sucht, von der wir uns auf dem Weg unserer natürlichen Entwicklung einmal befreien müssen. Das liegt für die allermeisten zwar sehr weit in der Zukunft, muss deswegen aber nicht widersinnig sein.

Und noch ein Sinnspruch zum Abschluss: Yoga oder die Abkürzung zum Glück.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Re: Mein spirituelles Tagebuch

Beitragvon parvati am Fr 01.01.2016 11:08

auf dem "Weg" eines Arjunas begleiten einen Erkenntnisse, also das Ego verwandelt sich zum geistigen Erkenntnisfluss..bis er sich schließlich beruhigt ..der atemlose zustand wird ganz wie von selbst erreicht werden
begleitet von der Erkenntnis "ohne Atem kann ich leben ohne Gott keine Sekunde"
ES "TRENNT" SICH also eher WIE VON SELBST

Er ist nicht das höchste Ziel. Man hat AUCH einen Körper, der Sauerstoff braucht, der Essen braucht usw.


Patanjali empfahl das ruhige und natürliche atmen..wo man einfach nur beobachtet sonst landet man da schnell bei den Hatha Yoga Faschisten

Macht man jeden Augenblick zur Meditation..dann irgendwann kommt die Erkenntnis dass man schon immer meditierte..

Meditationstechniken können das Ego sehr sehr fördern anstatt es zu verwandeln...aber wie Osho schon mal sagte..erst ein reifes Ego ist bereit für diese Reise
des loslassens und net des anheimsens
parvati
 
Beiträge: 48
Registriert: Di 15.04.2014 11:58
Länderflagge: Germany (de)

Re: Mein spirituelles Tagebuch

Beitragvon kashiraja am Fr 08.01.2016 12:21

Liebe Parvati,
ich stimme dir weitgehend zu. Doch scheint mir ein erleuchteter Geist und das dualistische Konzept von einem Gott unvereinbar. Ein erleuchteter Geist kann zwar von Gott sprechen, um sich den unerleuchteten Geistern verständlich zu machen. Doch in seinem Geist ist kein abgetrennter Bereich einem Gott vorbehalten.

Wie machst du denn jeden Augenblick zur Meditation? Da es in deinem Leben ja keine Technik gibt, scheinst du eine Auserwählte zu sein, denn wenn du sagen könntest, wies geht, wäre das ja schon wieder Technik, oder?
LG
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Dass ich das erleben darf!

Beitragvon henryslife am Mo 11.01.2016 21:47

Liebes Tagebuch.

Hier bin ich nun angekommen, nach dreiviertel oder beinahe einem ganzen Leben... oder wer weiß, wie lange ich noch hab.
Die Tatsache an sich, dass es hier ein Forum gibt, in dem man sich outen kann, als jemand, der Kriya Yoga übt, das ist schon etwas, und dann auch noch in Deutsch. Oh well...

Kriya Yoga ist etwas.

Doch was?

In den letzten Jahren, nicht ohne die Hilfe des Internets so etwas, wie eine "perfekte Welle" (Juli).

The louder the drum beating, the less behind? Eine Mode, Kriya Yoga?! - Tres chic!
Jeder, der was auf sich hält und ein wenig vom Licht sehen durfte schlägt die Trommel. Schließlich hat Sri Yoganandaji ja gesagt, dass es sich ausbreiten soll und wird, und dass irgendwann in jeder Familie Einer sein wird, der Atemkontrolle (wie in Kriya Yoga gelehrt) übt.

Schade nur, dass in unserer heutigen Welt gerade die, die Anfänger sind auf dem Weg, so einen Lauten machen.

Klar. Wer Kriya Yoga lernt, der ist sich sehr bald bewusst, dass damit mehr drin ist als ein "straffer Po" oder "Entspannung vom Alltag".
Doch letztlich ist auch das nur eine Illusion....

Selbst wenn Du Gott siehst und er zu Dir spricht. Nichts hilft Dir, in Deiner Welt besser klar zu kommen, als Du selbst. Mit Deiner eigenen Entscheidung, mit Deinem eigenen Sein, Deinem eigenen Willen.

Namasté.
henryslife
 
Beiträge: 3
Registriert: Mo 11.01.2016 21:00

Re: Mein spirituelles Tagebuch

Beitragvon parvati am Sa 16.01.2016 14:52

es ist die sehnsucht die dahintreiben lässt..schrieb yogananda mal

wer auserwählt ist.und zu was..entscheidet wie bei yogananda die Auserwählung selbst..
parvati
 
Beiträge: 48
Registriert: Di 15.04.2014 11:58
Länderflagge: Germany (de)

Re: Auserwählung Yogananda

Beitragvon kashiraja am Mi 30.03.2016 14:48

Liebe Parvati,
Yogananda spricht eindeutig und wiederholt, dass er dadurch zum Auserwählten wurde, dass er in früheren Inkarnationen fleißig seine Yoga Übungen gemacht hat, d.h. meditiert hat und Kriya Yoga geübt hat, solange wie es eben brauchte um der Auserwählte zu werden, der er dann wurde. Da gibt es überhaupt kein Herumdeuteln. Ich glaube du hast etwas gar noch nicht verstanden und dein Ego führt dich an der Nase herum: allen sichtbar, nur für dich selbst wohl etwas schwer zu erkennen.
LG
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

re: henryslife

Beitragvon kashiraja am Mi 30.03.2016 14:54

Du sprichst war. Doch was du beim Kriya Yoga beklagst, sind Erscheinungen, die in der Natur der Sache liegen. Damit kann man lernen umzugehen.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Durststrecke überwunden

Beitragvon kashiraja am Mi 30.03.2016 15:10

In den letzten paar Wochen fühlte es sich bei jeder Meditation so an, als ob ich mit Techniken völlig zugedröhnt wäre, obwohl ich faktisch kaum noch eine Technik anwandte.

Das ist auch eine wichtige Ffertigkeit, die man als Meditierer entwickeln muss: bei jeder Meditation erkennen und entscheiden, wie viel man dem Körper und der Psyche zumuten kann, um sich nicht zu viel aber auch nicht zu wenig abzuverlangen.

Meine Gewalt über die Energie hab ich zurückgewonnen, indem ich mich wieder mehr auf das Hören verlegte: Konzentration auf den Om-Klang und Bewusstmachen was der Om-Klang ist, die Töne/Mantren in den Chakren hören.

Das hat es mir erlaubt, heute mal wieder das Programm von Shibendu Lahiri Samantrak 153 (160) durchzuziehen und ich hoffe dass ich die restlichen 47 nun zügig abhaken kann.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Ist die AfD eine spirituelle Organisation?

Beitragvon kashiraja am Mi 10.08.2016 14:48

Ich habe mich lange gescheut, diesen Beitrag zu veröffentlichen und ganz auszuarbeiten (man merkt auch, dass ich mich ständig versuche zu rechtfertigen). Inzwischen bin ich mir jedoch ziemlich sicher, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde. Konkret: Ich bin in die AfD eingetreten, weil ich meine, dass in Deutschland einiges schiefläuft und auch wenn ich gerne meine Unabhängigkeit bewahrt hätte, musste ich leider einsehen, dass ich als Einzelkämpfer völlig marginalisiert bin und nicht das bewegen kann, was ich im Rahmen einer Partei bewegen kann, die in den mir zur Zeit wichtigen Punkten auf meiner Linie liegt.

Ich scheine mich damit vielleicht oberflächlich betrachtet, von der Spiritualität zu entfernen. Doch wie immer, seitdem ich mich vor über 30 Jahren auf den spirituellen Pfad begeben habe, kommt bei mir die Spiritualität an erster Stelle und ich nutze das äußere nur, um meinen spirituellen Fortschritt (und damit den der Welt) zu maximieren. D.h., meine äußeren Aktivitäten motivieren mich dazu mehr und intensiver zu meditieren, meine spirituellen Übungen zu machen und an mir selbst zu arbeiten.


Nach diesen einleitenden Worten zurück zur Frage der Überschrift, die mir gekommen ist, als ich am Programmparteitag in Stuttgart vom 30. April bis 1. Mai 2016 teilgenommen habe (damals noch als Pressevertreter, weil vom Antrag bis zur Mitgliedschaft viele Monate vergehen können).

Dieser Gedanke liegt wahrscheinlich jedem fern. Allerdings sprechen für mich inzwischen einige Indizien persönlicher Erfahrung dafür, dass diese Frage möglicherweise mit Ja beantwortet werden muss.
Wie komme ich auf diesen Gedanken?

Mein eigener Kontakt mit Asylbewerbern in meinem Ort hatte mich zur Überzeugung gebracht, dass die Bundesregierung und insbesondere Frau Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik dabei war, Deutschland an die Wand zu fahren. Diese Bedrohung wurde durch die Schützenhilfe Österreichs erst mal abgewehrt. Meine eingehendere Beschäftigung mit dem Islam, nachdem ich Sabatina James bei Lanz sah, ergab, dass diese frühmittelalterliche Religion mit angezogener Reformbremse nicht nur für die gesamte Welt, sondern auch für Deutschland ein ziemliches Problem darstellt.

So sah ich mich also plötzlich mit meinen Überzeugungen in Übereinstimmungen mit der AfD.

Ich bin die letzten beiden Jahre nach Russland gefahren, um mir ein eigenes Bild von dem Land zu machen, genauso wollte ich mir also auch die AfD etwas aus der Nähe anschauen und nicht dem in der Presse vermittelten Bild vertrauen.
Das war zuerst in einem Vortrag zur Flüchtlingspolitik Ende Januar 2016 in Neuburg von Andreas Strixner, der sich noch mehr als ich in der Flüchtlingshilfe engagiert. Der Vortrag war rein sachlich und informativ und nach meinem Empfinden sehr gut. Aus verschiedenen Gründen (da mir schon damals klar wurde, dass die AfD wahrscheinlich in Deutschland eine bestimmende Kraft werden würde, ich hoffe da etwas Spiritualität mit einbringen zu können, meinen Ideen ein Sprachrohr zu verleihen und andererseits auch nichts dagegen hätte, mal in den bayrischen Landtag oder den Bundestag gewählt zu werden, etc.) stellte ich danach schon bald den Mitgliedsantrag bei der AfD, obwohl ich noch lange im Zweifel war, ob das auch eine richtige Entscheidung ist. Doch das schlimmste was passieren könnte, sagte ich mir, war, dass ich bald wieder austreten würde, wodurch ich aber ein erneutes Zeichen setzen könnte, nun gegen die AfD, falls sie sich wirklich als untragbar erweisen würde.
Tatsächlich kam zwei Monate keine Reaktion von der AfD und ich sagte mir schon, das sei ein Zeichen Gottes, vielleicht sind die doch etwas ausgrenzend und wollen mich wegen meiner Yoga-Aktivitäten nicht aufnehmen. 25 Jahre zuvor war ich aus der JU ausgeschlossen worden, weil ich es gewagt hatte, den verdammenden Parolen über die Scientology etwas entgegenzuhalten. Ich wollte es dabei bewenden lassen, auch wenn ich fühlte, dass meine Energie, nachdem ich mich mehr und mehr über den Islam informierte und mir klar wurde, dass da in Deutschland was grundfalsch lief, in politische Aktivität drängte.
Dann erhielt ich Ende März doch einen Anruf und die Einladung zu einem Parteistammtisch, an dem ich am 3. April auch teilnahm. Zur Vorbereitung hatte ich schon den Entwurf des Parteiprogramms durchgelesen und nur wenige Punkte gefunden, wo ich grundlegend etwas einzusetzen hatte, fand es aber sehr verlockend, dass man auf den Entwurf noch Einfluss nehmen können sollte. Auf jeden Fall wollte ich am Programmparteitag in Stuttgart teilnehmen, um noch mehr über das Innenleben dieser Partei zu erfahren. Da ich aber noch keine Mitgliedsnummer (diese bekam ich erst Anfang Juni zugeteilt) und noch weniger einen Mitgliedsausweis hatte (und ich auch immer noch Zweifel hatte, ob ich wirklich aufgenommen werden würde) konnte ich nur mit Hilfe einer kleinen Trickserei, bei der mir besonders ein geknüpfter AfD-Kontakt hilfreich war, als »Pressevertreter für den FYÜ-Verlag« an dem Parteitag teilnehmen, mich aber so auch nicht an der lebhaften Diskussion beteiligen.
Den ersten Eindruck, den ich nach Passieren mehrere Polizeiabsperrungen gewann, war, dass die Parteimitglieder (zumindest diejenigen, die zum Parteitag angereist waren) zum überwiegenden Teil aus respektablen, kompetenten, gebildeten Persönlichkeiten bestehen. Von den rund 20000 Mitgliedern waren rund 2000 anwesend. Sieht man im Fernsehen Berichte über die AfD, gewinnt man eher den Eindruck, dass man die Anhänger mehr zum Abschaum der Gesellschaft rechnen müsse, was mich im Vorlauf auch daran zweifeln ließ, ob ich da überhaupt teilnehmen sollte. Da ich aber in Stuttgart sowieso etwas zu erledigen hatte (Bewerbung des neuen spirituellen Romans aus meinem Verlag »Wilders Geheimnisse«), ich danach in Maria Rain bei Yoga Vidya ein paar Tage mithelfen wollte, etc., passte diese Station sehr gut in meine Rundreise und ich bin nun sehr froh, dass ich an dem Parteitag teilgenommen hatte.

Nachdem ich in dem Gewühl einen passablen Sitzplatz gefunden hatte und auf den sich um 90 Minuten hinauszögernden Beginn wartete, spürte ich wiederholt einen Schmerz in meinem Herzen. Da ich das in der Regel nie habe, beunruhigte es mich schließlich so, dass ich, obwohl ich meine vollgültige Morgenmeditation bereits abgeschlossen hatte, noch einmal in die Stille ging und da dann bald merkte, was los war. Ich nahm einen unheimlich großen Energiestrom wahr, nicht geringer, als ich ihn an verschiedenen heiligen Stätten der Welt erfahren hatte, mindestens so groß wie in Rom im Petersdom oder bei Yoga Vidya. Ich rang also mit intensivem Einsatz von Kechari-Mudra II mehrere Stunden damit, den Energiestrom richtig zu kanalisieren (d.h. ich blieb einfach mit geschlossenen Augen regungslos auf meinem Stuhl in Meditationshaltugn sitzen. Danach fühlte ich mich wieder wohl in meiner Haut, blieb aber den ganzen Tag der Veranstaltung in starker meditativer Stimmung.
Hätte ich ein Stimmrecht gehabt und hätte mitdiskutieren können, hätte ich mich dafür eingesetzt, dass der Passus: Der Islam gehört nicht zu Deutschland geändert wird. Denn dieser Passus ist genauso unsinnig wie die pauschale Aussage der Bundeskanzlerin, der Islam gehöre zu Deutschland. Da in Deutschland Religionsfreiheit gilt und das Grundgesetz oberste Priorität hat, gehört jede Art von Religion zu Deutschland, auch der Islam, aber nur insoweit er mit dem Grundgesetz übereinstimmt. Das würde eine Diskussion über die Inhalte des Islam anstoßen, mit der Folge, dass viele Menschen, die heute noch meinen, der Islam sei eine Religion wie viele andere, sich vielleicht schön langsam davon überzeugen würden, dass man vom Islam in Europa einige deutliche Reformen einfordern muss.
Die spirituelle Kompetenz in der AfD ist wahrlich nicht sehr groß. Die meisten dort dürften Atheisten sein, wie mir auch jemand verklickerte.
Am zweiten Tag spürte ich in der Morgenmeditation immer noch den Nachklang der starken Energie. Als ich mich wieder im Saal befand, diesmal ganz vorn in der vierten Reihe, war das Bedürfnis, nochmal zu meditieren nicht mehr sehr groß und ich konzentrierte mich fast den ganzen Tag auf das Geschehen um die Verabschiedung des Parteiprogramms. Die spirituelle Energie war jedoch immer noch spürbar groß.
Nach meinen Erfahrungen mit spiritueller Energie an heiligen Orten, geht diese spirituelle Energie, die für mich im Rahmen dieses Parteitags eindeutig wahrnehmbar war, entweder auf die Energiesetzung durch einzelne spirituelle Personen (Heilige, Avatare), die Spiritualität der versammelten Personen oder der »Zugabe« aus den himmlischen Sphären (aufgestiegene Meister, Engel, Throne, Mächte, Gewalten etc.) oder durch ein Zusammenspiel der drei Faktoren mit unterschiedlichem Anteil zurück,
Kleine Nebenbemerkung: Bei dem Parteitag traf ich zufällig einen ehemaligen Klassenkameraden aus Gymnasialzeiten, damals unser unangefochtener Klassenprimus, heute Publizist, Autor, Mitglied bei den Republikanern ebenfalls als Pressevertreter wohl der Jungen Freiheit, wo regelmäßig Artikel von ihm erscheinen,

Was ich während der zwei Tage von dem Parteileben mitbekam, überzeugte mich, dass die politischen Einstellungen der AfD nicht radikaler sind als diejenigen der CDU vor 25 Jahren (damals war ich mehrere Jahre in Stuttgart Mitglied bei JU und CDU und auch zeitweise aktiv). Nur die Basisdemokratie, die Diskussionskultur, die Befreiung von Filz erscheint mir in der AfD sehr viel spritziger und angenehmer.
Natürlich gibt es fremdenfeindliche Tendenzen innerhalb der Partei und verschiedenes, was mir gehörig gegen den Strich geht. Doch innerhalb der Partei besteht eine Streitkultur, die zu fast allen Themen offene Diskussionen zulässt und gegensätzliche Meiungen sind Voraussetzungen für gute Diskussionen.

Auch die Nachwirkung des Parteitags in Form eines deutlich wahrnehmbaren angestiegenen Energieniveaus bestätigte meine Erfahrung vom ersten Tag, dass hier etwas außerordentliches stattgefunden hat, wobei ich immer noch rätsle, was nun der wirkliche Grund für meine Energie erfahrungen ist.

Warum war dort also die Energie so stark.
Zwei Theorien:

1. Für die geistige Welt ist diese Partei so wichtig, dass sie diese durch besondere Lichtgaben zu stärken versucht. Dann bräuchte die Partei nicht spirituell zu sein, würde aber von der geistigen Welt für gewisse Zwecke benutzt.
2. In dem frischen, ideologielosen Denken des überwiegenden Teils der Anwesenden offenbarte sich doch eine gewisse Spiritualität. In diesem Fall müsste die AfD als spirituelle Partei bezeichnet werden, was aber bedeuten würde, dass der Begriff Spiritualität weit gefasst wird. Da aber jeder Mensch Gottes Licht in sich trägt, ist es gar nicht verwunderlich, dass in jeder Gruppierung, ob Partei, Verein, Fanclub, Berufsgenossenschaft, Konzertbesucher, Festivalteilnehmern etc. auch in kleinerem oder größerem Maß Spiritualität vorhanden ist, die sich durch die Masse der Teilnehmer potenzieren kann.

Für mich zumindest war dieser Parteitag eine spirituelle Veranstaltung erster Güte und ich bin nun überzeugter, dieser Partei beitreten, um auch mitdiskutieren zu können. Allerdings sind da ja noch die Linksradikalen, die es sich zur Aufgabe machen, nicht nur mit Gewalt eine demokratische Versammlung zu verhindern, sondern auch die Mitglieder der Partei tätlich anzugreifen oder deren Besitz zu schädigen. Es ist schön, dass man heutzutage mit einem Yoga-Vidya-Aufkleber herumfahren kann, ohne fürchten zu müssen, dass man dadurch einen Gewaltakt provoziert. Ein AfD-Aufkleber wirkt da ganz anders.
Auf jeden Fall werde ich bei nächster Gelegenheit wieder eine AfD Großveranstaltung besuchen, um meinen gemachten spirituellen Erfahrungen weiter auf den Grund zu gehen.


----
Inzwischen war bin ich wirklich offizielles Mitglied mit Ausweis und war auch schon auf mehrere Veranstaltungen. Die unmittelbaren spirituellen Erfahrungen dabei hielten sich in Grenzen. Allerdings sind die indirekten spirituellen Erfahrungen wichtig, weil diese Tätigkeit neue Herausforderungen und Ziele für meine persönliche Entwicklung bieten und somit auch die Motivation tiefer, länger und intensiver zu meditieren. Und genauso wie jeder Ausländer und jeder Muslim ist jedes AfD Mitglied in erster Linie ein mit dem göttlichen Funken begabter Mensch und keinesfalls das Monster, als was einige Politiker und Pressevertreter sie hinstellen.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Spirituelles Herz Europas?

Beitragvon kashiraja am Mi 10.08.2016 16:27

Bei meinen diesjährigen Tagen bei Yoga Vidya Bad Meinberg (ich war von Do. 23. Juni bis So. 26. Juni als Mithelfer eingebucht) versuchte ich es mal wieder mit dem Pranayama für Fortgeschrittene, an dem ich schon Jahre nicht mehr teilgenommen hatte. Am Samstag saß ich also schon um 6 h im Shivanada-Saal. Nach der ersten Runde Kabalabati fühlte ich aber schon zu viel Energie und brach dann das Experiment mitten in der zweiten Runde ab, um gleich in die Meditation überzugehen.

Am Nachmittag nach dem Dienst passierte mir dasselbe in der Yogastunde fordernde Mittelstufe. Es traf sich gut, dass uns die Yoga-Lehrerin da gerade mit Yogi-Bajans Kundalini-Yoga und seiner Feueratmung vergewaltigen wollte. Ich machte stattdessen eine Runde Kabalabhati und merkte bald, dass es in dieselbe Richtung ging wie am Morgen. Diese Erfahrungen machten mir wieder die unnatürliche Reihenfolge der Routinebestandteile, wie sie bei Yoga Vidya und wohl auch den Sivananda-Zentren gelehrt und unterrichtet werden, ganz klar. Natürlich wären zuerst die Asanas, dann Atemübungen und danach die Meditation (wobei bei Yogananda und auch in meiner Praxis die Kriya-Atmung und auch andere Pranayama-Übungen, die in der Regel Kriya-Anteile enthalten, erst nach einer oft langen vorbereitenden Konzentrationsübung, die man auch schon Meditation nennen könnte, erfolgt.
Ich verzog mich also in das Shivalaya, um etwas zu meditieren und vor allem, wie ich dachte, zu lesen, wozu ich aber nicht kommen sollte ...
Im Shivalaya angekommen beschlagnahmte ich dann bald einen der wenig genutzten Praxisräume (durch einfaches Schließen der Tür von innen) und legte mich erst mal auf den Boden, weil ich ein Schlafdefizit fühlte. Da wurde die enorme Energie fühlbar. Schon im Satsang am Freitagabend mit mehreren Hundert Teilnehmern fand ich die Energie extrem stark. Aber hier spülte es mich fast weg. Ich lag nur, ließ es fließen, schlief etwas und meditierte dann. Mir kam es vor, als hätte ich so viel Energie noch nie erlebt. In Fatima, Medjugore und im Petersdom hatte ich die Energie auch als sehr stark empfunden, doch das hier schien alles andere, was ich bisher erlebt hatte, in den Schatten zu stellen. Im Laufe meiner Meditation mit Kriya-Einlage, von der aus ich am Abend gleich in den Satsang überging, drehten sich meine Gedanken weiter: Bad Meinberg muss inzwischen auf jeden Fall das spirituelle Zentrum Deutschlands sein und Shivalaya der Kern dieses spirituellen Zentrums. Möglicherweise ist Bad Meinberg inzwischen sogar das spirituelle Zentrum Europas. Im Shivalaya bekommt man die geballte Ladung dieser Energie mit. Nach meinem Verständnis entsteht so ein Lichtfokuspunkt aufgrund von drei Faktoren:
- der spirituellen Praxis der Teilnehmer
- der Menge und dem Grad der spirituellen Verwirklichung der Personen, die an so einen Ort pilgern
- von dem, was aus den höheren Welten an Licht dort konzentriert wird.

Weil ich bei meinem Aufenthalt im Nordsee-Aschram in den Tagen danach anlässlich einer von Sitaram zelebrierten Puja ebenfalls ein mich erstaunendes Energieerlebnis hatte, bilden die am Ort zelebrieren Zeremonien möglicherweise ebenfalls einen Einflussfaktor, obwohl ich selbst kein Mann von Zeremonien bin, zumindest keine selbst zelebriere.

Übrigens kam mir bei meiner diesjährigen Aschram-Tour durch die Yoga-Vidya-Aschrams der Nordsee-Aschram als am wenigsten spirituelle vor, die Energie ist dort aber dennoch sehr stark. Und auch der Allgäu-Aschram, obwohl er noch sehr jung ist und bauliche Erweiterungen fehlen, hat bereits eine sehr starke Energie angesammelt.

Ich komme bereits seit 8 Jahren nach Bad Meinberg und erst jetzt hab ich die Bedeutung des Shivalayas erkannt. Da werde ich in Zukunft jedes mal eine Meditation einplanen.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Fussball und Yoga

Beitragvon kashiraja am Mi 10.08.2016 16:56

Ich hab mich ja viele Jahre überhaupt nicht mehr für Fußball interessiert. Bei der WM 1990 bekam ich nur aus der Ferne mit, dass Deutschland Weltmeister wurde. Im Rahmen des Sommermärchens 2006, als ich, wenn möglich die Spiele Deutschlands im Frankfurt beim Public Viewing miterlebte, hab ich gemerkt, dass das doch eine ganz schön interessante Sache ist, die man genauso wie vieles andere nutzen kann, um mehr über sich und andere zu erfahren. Deshalb schaue ich seither öfter vor allem die Spiele mit deutscher Beteiligung und am liebsten dort, wo die Zuschauermenge am größten ist, also vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Inzwischen ist auch meine Technik des spirituellen Fußballkuckens ziemlich ausgereift, würde ich sagen. Zu dem Viertel-Finalspiel gestern Deutschland gegen Italien im Rahmen der EM 2016 in Frankreich, das ich in Hamburg auf eine Public-Viewing-Fläche in Hamburg Möckeberg-Straße miterlebte, ging ich relativ vorbehaltlos. Ich hatte die Niederlagen gegen Italien bei der WM 2006 und EM 2012 miterlebt und sagte mir, das hängt alles von so vielen Zufällen ab. Es ist auf jeden Fall möglich, dass Deutschland wieder verliert, das werden höhere Mächte nach Kriterien bestimmen, von denen wir gar nichts wissen.
Während der Spiele versuche ich immer, meine Version des Rosenkranzes geistig mindestens einmal komplett und bewusst einmal aufzusagen:
Also »Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnaden, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus«
- der der Weg ist
- der die Wahrheit ist
- der das Licht ist
- der uns das Meditieren lehrt
- der uns die Kriyas richtig lehrt
- der dafür sorgt, dass ich Gottes Wille tue
- der mir zeigt, wie ich alles aus Liebe tun kann
- der Om ist
das ging dort relativ problemlos und ich war ziemlich distanziert. Das Tor berührte mich kaum und als die Italiener den Ausgleich durch Elfmeter erzielten, dachte ich schon, das wird wohl wieder darauf hinauslaufen, dass die Italiener gewinnen, obwohl Deutschland im Grunde die bessere Mannschaft ist. Doch wenn Gott will, dann trickst der das schon wieder so hin. Während des Spiels entfuhren mir also nur 3 oder 4 Aufschreie, wenn ein Spieler etwas vergeigte oder nicht richtig zuspielte. Beim Elfmeterschießen war ich fast völlig ruhig. Das schaffe ich inzwischen ganz gut, mich zu fühlen wie der Fels in der Brandung. Wenn alles wegen eines Tors schreit, jubelt und tobt, bleibe ich völlig unbeweglich und beobachte die Welle von Energie, die durch mich geht, aber keine Chance hat, mich mitzureißen.
Am Ende hat es mich nur gewundert dass Deutschand doch noch gewonnen hat. Das hätte Gott eigentlich einfacher haben können. Aber welchen Aufwand betreibt Gott, um uns alle bei Laune zu halten und jeden von uns in verschiedenster Form zu prüfen. Was für eine Prüfung ist das für jeden der Elfmeterschützen und und und ... Fußball ist aber nur eine von Myriaden von Übungsformen, die sich Om ausgedacht hat, uns alle in Richtung Licht vorwärtszubringen.


Dazu auch folgendes Video:
https://www.youtube.com/watch?v=G1PtPAcR8uI
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Stupor Mundi oder Sambhavi

Beitragvon kashiraja am Mi 10.08.2016 17:16

14.7.2016
Shambavi ist schnell erklärt und wird in der Yoga-Ausbildung schon bald durchgenommen (FYÜ-Lektion 56). Auch Yogananda spricht schon früh davon, ohne den Fachausdruck Sambhavi zu verwenden. Aus seinen ersten Lehrbriefen erinnere ich mich noch an den Satz, dass das wirkliche Sehen des dritten Auges »marks progress«. Zuerst schaut man noch hin, ohne viel zu sehen, man richtet die Augen physisch auf das dritte Auge. Doch wenn man mal das dritte Auge sieht, dann weiß man, dass man wirkliche Fortschritte macht:

Ich hab also immer fleißig die Augen nach oben zum dritten Auge gerichtet, ohne dieses oft zu sehen, hab aber auch immer bemerkt, dass die Augen da nicht von selbst dort bleiben, sich immer wieder wegbewegen. Da hab ich schon gespürt, dass das wohl nicht das Wahre ist. Aber was sollte ich machen. Bei jeder Meditation gibt es aber auch den Punkt (wenn man lange genug meditiert), an dem die Augen mal von alleine den Drang haben, sich zum dritten Auge zu richten (ohne danach aber dort beständig zu bleiben). Das ist mit einem angenehmen Gefühl verbunden und für mich war das immer der Punkt, der zeigte, dass ein gewisses Maß an Stille erreicht war. Während des Studiums, als ich nicht so viel Zeit fürs Meditieren hatte, war das auch oft der Punkt, an dem ich mich mit der Meditation zufriedengab, noch eine Kriya-Technik machte und dann bald aufstand.

Dass ich kein so ein sauberes Sambhavi hinbekam war bisher für mich nicht so tragisch.

Nun mache ich aber seit zwei Jahren die höheren Einweihungen von Shibendu Lahiri (letztes Jahr Amantrak, dieses Jahr Samantrak). Bei den höheren Wiederholungen, ab so 150, bekam ich im letzten Jahr schon große Schwierigkeiten, in diesem Jahr wieder. So dass ich große Pausen machen musste.

Anlässlich der Übersetzung von Yoganis Lektion 316 zu den Shatkamas und speziell Tratak bin ich nun darauf gekommen, dass mein unsauberes Sambhavi ursächlich für meine Probleme mit Amantrak und Samantrak zu tun haben könnte. Das war mir auch schon aufgefallen, dass beim Chakren-Abtasten Nebenenergien entstanden, die wohl die Probleme verursachten. Jetzt wurde mir klar, dass die Nebenenergien dadurch entstanden, dass die Augen mit der Aufmerksamkeit mitwanderten und diese Energien hervorriefen, die dann nur Probleme bereiteten. Wenn ich die Augen gemäß Sambhavi auf das dritte Auge ausgerichtet ließ, wenn ich mit der Aufmerksamkeit durch die Chakren lief, traten bedeutend weniger Probleme mit Inkurstationen auf und die wohl nur, weil das Sambhavi immer noch nicht ganz sauber ist.

Stupor Mundi, das Staunen der Welt, kam mir schon immer als zu protziger Name für einen Herrscher vor, konkret Friedrich II von Staufen (1294 - 1250). Als ich nun aber das Licht, die Freude und den Drang zum dritten Auge fühlte, kam mir Stupor Mundi als gute Bezeichnung für das dritte Auge in den Sinn.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

VorherigeNächste

Zurück zu Talentschuppen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron