Mein spirituelles Tagebuch

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Die neue Kriya-Technik

Beitragvon kashiraja am Mo 30.06.2014 17:17

Do. 26.6.

Nachdem ich in Russland in dem Retreat-Zentrum

viewtopic.php?f=7&t=155&start=45

noch darüber gerätselt habe, was von der vielen Energie, die ich spürte, auf die neu erhaltene Technik (siehe Pilgerreise nach Russland - 14. Juni) zurückzuführen ist und was auf die Energie im Retreat-Zentrum, kann ich inzwischen sagen, dass sehr vieles auf das Konto der Techniken geht.

Am letzen Sonntag kam ich nach Anwendung der Techniken fast nicht mehr aus der Meditation heraus und hab es die Tage darauf dann sehr locker angehen lassen, habe meine Kriyas auf ein Minimum reduziert und die neue Technik nicht praktiziert. Erst heute fühlte ich wieder, dass es zwar nicht optimal war (immer noch Inkrustationen), dass ich aber die Anwendung der Technik wieder versuchen könnte.

Siehe da, die Energie ist fast genauso stark wie in dem Zentrum und ich befinde mich gerade in Frankfurt an der Oder, wo spirituell nicht groß was los ist.

Mit den Kriya-Techniken wird man also selbst zum Kraftort. Man löst sich von der Abhängigkeit von Kraftorten und auch von spirituellen Organisationen und im Extremfall von spiritueller Gemeinschaft, kann also nach dem Beispiel Lahiri Mahasayas in der Welt inkognito Aufgaben nachgehen, ohne dass irgendjemand merken muss, welche spirituelle Ausrichtung man hat …

Das Übungsprogramm für die neue Technik, dessen Abschluss gleichzeitig Voraussetzung für die nächst höhere Einweihung ist, sieht so aus, dass man die Technik 10 Tage 10 mal, 10 Tage 20 mal 10 Tage 30 mal usw. bis 10 Tage 200 Mal anwendet. Das heißt eine geplante Anwendung von 200 Tagen. Pausen kann man so viele machen wie man will. Ich werde also sehen, dass ich bis in einem Jahr damit durch bin.

Mo. 30.6.
Am letzten Freitag hab ich (nach Anwendung der neuen Technik) das erste Mal auf der Reise das dritte Auge gesehen und die zehnmalige Anwendung an 4 Tagen hintereinander bis gestern durchgezogen. Das gab sehr viel Energie. Doch inzwischen haben sich auch wieder so viele Inkrustationen angesammelt, dass ich wieder ein paar Tage Pause machen muss. Und da bei zehnmaliger Anwendung der Technik schon so viel Energie kommt (die ich nun in 15 Tagen gerade mal 9 mal eingesetzt habe) dann werden 20 Mal und erst 200 Mal nicht leicht erträglich sein, d.h. wohl auch so viel Inkrustationen erzeugen, dass ich längere Pausen einlegen muss. Möglicherweise brauche ich also auch 2 oder 3 Jahre, um meinem Körper Zeit zu geben, das alles zu assimilieren.
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Mulabandha

Beitragvon kashiraja am Mi 30.07.2014 13:06

Vor drei Tagen stand ich in der Meditation wieder vor dem Phänomen, dass ich mich keine 20 Atemzüge lang auf den Atem konzentrieren konnte, um bewusst mitzuzählen. Spätestens nach 10 Atemzügen war da ein Aussetzer, bei dem ich vielleicht noch mechanisch weiter zählte, doch im Grunde nicht mehr wusste, wo ich war. Nach mehreren Versuchen bemerkte ich aber einmal, dass mit dem Aussetzer bzw. mit dem Beginn eines unbewussten Gedankenstroms ein Ausfließen von Energie von der Wurzel verbunden war, wie eine Energiewolke, die den Anschein machte, als ob die immer weiter aufgestaute Energie schließlich die Barriere überwand und sich dann stürmisch entlud.

Bei Betrachtung dieses Phänomens kam mir Mulabandha in den Sinn, eine Übung, die ich bereits vor vielen Jahren bei Yoga Vidya gelernt hatte, von der ich wusste, dass sie Wurzelverschluss hieß, die ich auch schon oft bei verschiedenen Gelegenheiten (meist auf Anweisung) angewandt hatte, von der ich aber noch nie so richtig überzeugt war. Ich verstand nicht, was das wirklich soll und ob das mit dem Verschluss wirklich funktionierte und welchen Sinn das eigentlich haben sollte.
Doch in diesem Fall, wenn der Bewusstseinsblackout wirklich mit dem Ausbrechen aufgestauter Energie an der Wurzel zu tun haben sollte, dann sollte nach den propagierten Wirkungen von Mulabandha genau diese Übung Abhilfe schaffen und ich setzte diese bei jedem Hong Sau Atemzug ein - und in der Tat: Ich kam bald relativ mühelos bei 20 bewussten Atemzügen an und es ging auch noch weiter ...

Gestern und heute hab ich mit Mulabandha noch weitergearbetet und ich habe verschiedene Einsatzmöglichkeiten auch bei den Kriyas entwickelt. Die Wirkung scheint wie ein Quantensprung und ich habe das Gefühl nun endlich verstanden zu haben, was Mulabandha eigentlich ist.

Allerdings merke ich auch, dass Mulabandha kein Allheilmittel ist, es ist eine Stufe im Wettrüsten. Je mehr Energie man in der Lage ist zurückzustauen, desto größer wird auch der Energiedruck. Man hat zwar mehr Energie zur Verfügung, doch diese drückt auch mehr auf die Chakren und irgendwann ist die Staumenge doch wieder so groß, dass sich alles entlädt.

Mulabandha scheint mir aber dennoch eine sehr wichtige Übung und wenn man überlegt, dann ist das wahrscheinlich die erste Yoga-Übung, mit der es jeder Mensch zu tun hat. Denn alle Menschen kommen auf die Welt und können zuerst ihren Stuhl nicht halten, erlernen erst durch langwieriges Versuch und Irrtumsverfahren, wie man durch Wurzelverschluss (Anspannen des Analschließmuskels) den Auslass reguliert. Und damit einher geht - wenn man es genau betrachtet - auch die geistige Höherentwicklung, sowohl in den Lebensphasen eines Lebens, als auch die spirituelle Höherentwicklung ...

Dies kann offensichtlich immer weiter gesteigert und verfeinert werden und wahrscheinlich ist Mulabandha eine Technik sine qua non, d.h. einer Technik, die man unbedingt einsetzen muss, um eine gewisse Schwelle der Konzentration zu überschreiten. Die unteren drei Chakren lassen sich nicht durch Liebe, gutes Zureden oder mit der Hoffnung, sie würden schon selbst irgendwann einsehen, auf Kurs bringen. Da muss ständig ein gewisser Zwang ausgeübt werden, um die Kooperationsbereitschaft zu erhalten.

Und wenn ich das sehe, dann scheint mir dies (eingedenk der hermeneutischen Gesetze) ein gewichtiges Argument gegen das Grundeinkommen zu sein, das ja gerade wieder etwas aktuell ist. Genauso wie es nicht funktioniert durch ein Laisse-faire die unteren Chakren in spirituelle Ziele einzubinden, genauso wenig wird es gelingen, die in den unteren Chakren aufgehenden Menschen durch ein Laisse-faire oder Grundeinkommen zu konstruktiver Arbeit zu bewegen. Deshalb funktioniert auch der Kommunismus nicht und Sozialismus ist nur eine unzureichende Krücke. Ein bisschen Druck ist immer nötig und der beste Weg ist positiver Druck in Form von finanziellen Anreizen. Deshalb ist auch Harz IV gut und funktioniert. Mehr Großzügigkeit ist da wider die Natur und schadet mehr, auch wenn es gut gemeint ist.

Natürlich gibt es Leute, für die ein Grundeinkommen gut ist. Doch für die wird schon Gott sorgen, der findet seine Wege, Da braucht sich kein blauäugiger Weltverbesserer reinmischen und als großer Macher aufspielen. Die Kommunismus-Experimente, die die Menschheit bisher erleiden musste, waren wohl nötig, weil die Menschheit noch nicht reif ist, von Mulabandha aus zu argumentieren, doch sie sollten ausreichen.

Mit Mulabandha hab ich auch wieder mal drei Tage hintereinander die höheren Shibendu-Kriyas geschafft, bin jetzt bei 7. Tag 30.
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Sex und Yoga

Beitragvon kashiraja am Fr 22.08.2014 11:43

Das hab ich inzwischen oft genug bestätigt gefunden: Sex und höhere Yoga-Techniken, insbesondere die des Kriya Yoga vertragen sich nicht. Durch Sex werden die unteren Chakren löchrig, sozusagen. Die Energie gewöhnt sich dran da rauszufließen und man kann auf die Schnelle nichts dagegen machen. Das führt nur zu mehr Überheblichkeit und Unvorsichtigkeit, weil man sich der Energieströme nicht mehr so bewusst ist. Die Folge ist einmal, dass der Energiedruck in den höheren Chakren einbricht und andererseits kommt es zu dicken Inkrustationen, d.h.. man muss für einige Zeit wieder ziemlich langsam tun.

Dass das so ist, ist eigentlich ganz logisch, ist doch Sex der Ober-Kniefall vor dem Dualismus. Freude entsteht aus der Zweiheit. Dagegen ist das Ziel des Yoga ja das Einheitsbewusstsein. Auf der technischen Ebene lenkt Sex die göttliche Energie von oben nach unten (von den höheren Chakren zu den tieferen) mit den Kriya-Techniken und jeder wirklichen religiösen Betätigung von unten nach oben.

Bei Low-Level-Spiritualität, wie den großen Weltreligionen und vielen Sekten kommt das nicht so sehr zum Tragen, weil es da nicht um die tiefere Spiritualität geht. Doch kann man glaube ich doch sagen, dass überall dort, wo die negative Rolle des Sexes auf die spirituelle Entwicklung nicht klar herausgestellt wird, es auch mit der Spiritualität nicht weit her ist. Je potenter die spirituelle Technik, desto weniger verträgt sie sich mit Sex. "Tantra" ist nur eine Krücke für den spirituell lahmen Mann/bzw. Frau.

Durch Enthaltsamkeit über drei bis 4 Wochen regelt sich das dann wieder ein, d.h. man kommt auf sein früheres Niveau zurück. Bis man aber aus einem Zustand eines sexträchtigen Lebens herauskommt, dauert das lange und benötigt viel spirituelle Arbeit. Da reicht das Lesen einiger Bücher und Üben von Asanas nicht. Das ist auch der Grund, warum viele auf die potenten Kriya-Techniken überhaupt nicht ansprechen und warum eine allmähliche Hinführung wie bei der SRF sehr heilsam ist.

Als ich vom Yoga-Festival in Berlin zurückkam, war ich mit den Shibendu 2 Kriyas in voller Fahrt, die Wirkungen waren prächtig. Das hab ich leider mit Intimität mit einer Frau verspielt, die Meditation wurde sehr holprig. Immer wieder war Aussetzen nötig. Nach 4 Wochen hatte ich mich wieder einigermaßen erholt. Dann stand der geplante Sommerurlaub mit einer Frau an und jetzt habe ich wieder den Salat und viel größer, weil die negative Beeinträchtigung umso gravierender ist, je länger man die unspirituelle Lebensweise pflegt. Das ist nun absehbar: Wenn ich das nächste Jahr nicht enthaltsam lebe, werde ich die 200 Mal aus dem Übungsprogramm nicht bis dahin schaffen. Bin jetzt, nach fast 70 Tagen grade mal bei 35.
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Re: Mein spirituelles Tagebuch

Beitragvon parvati am Sa 30.08.2014 02:30

bei aller Liebe zu deiner Freiheit, aber was ist an einem Ashram oder an einem Austausch so schlimm für dich?
Mann ist ja dort freiwillig
Zu dem Weg gehören meiner Meinung nach auch Erkenntnisse und Erfahrungen dazu..(z. B. Erkenntnisse dass Reinheit nicht universal ist..dennoch im Universalen enthalten ist..usw. und diese erwirbt man dort am besten
da wird dann sichtbar wie gut man wirklich im Loslassen ist

ich finde nicht dass man generell so gegen Sex propagieren sollte..auch das kann man im Fluss leben..und kann wunderschön sein
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Re: Mein spirituelles Tagebuch

Beitragvon parvati am Mi 24.09.2014 08:11

Darf ich dich fragen was dich da genau aus dem Fluss wirft wenn du Sex hast
und welche Technik dir dabei hilft diese zu überwinden?
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Sex und Yoga II

Beitragvon kashiraja am Do 23.10.2014 16:18

Hallo Parvati,
danke für deinen Beitrag und entschuldige, dass ich nicht früher geantwortet habe. Hab seit meinem letzen Beitrag nicht mehr hier hereingeschaut und heute nur, weil ich wieder was schreiben wollte.

Du hast recht. Ganz so schlimm, wie der letze Beitrag den Eindruck macht, sehe ich den Sex auch nicht. Die Beschäftigung mit Sex und die praktische sexuelle Betätigung scheint mir sogar sehr wichtig, um auf dem spirituellen Weg gewissen Hürden überwinden zu können.

Es hängt aber immer davon ab, wie man an die Sache herangeht und was das Ziel dabei ist.

Ich habe schon seit meiner Jugend die starke Überzeugung gewonnen - ohne dass mir da irgendjemand etwas eingeredet hätte - dass mir das Verausgaben der sexuellen Energie, so reizvoll das auch sein mag, in Wirklichkeit nicht gut tut und die Suche nach einem Weg aus der Versklavung und Entmündigung durch den Trieb war bei mir auch ein wichtiger Antrieb, wenn nicht der wichtigste in die Spiritualität.

Ich wehre mich gegen alle Bevormundung und Unterbutterung und durch den Sextrieb fühlte ich mich eben extrem bevormundet und unterbuttert.

Das bekam ich erst durch Hinwendung zu Gott (was im Grund lediglich eine mehr oder weniger bewusste Lenkung der eigenen Lebensenergie durch das Rückgrat in die höheren Chakren ist, wobei sich bei mir am Ende eben die Kriyatechniken als sehr hilfreich erwiesen) in den Griff.

Das glaube ich auch heute noch, dass man auf dem spirituellen Weg nicht weit kommt, wenn man nicht in der Lage ist, sich von der Dominanz des Sexualtriebes zu befreien und da mag es für manche auf längere oder kürzere Etappen auf dem langen Weg zum Licht unabdingbar sein, sich ganz von der Sexualität abzuwenden. Deshalb ja wohl auch die Ordensgelübde. Die haben sicher nicht für jeden Sinn, doch wahrscheinlich für jeden irgendwann einmal auf seinem Weg. Ich selbst, obwohl ich nie irgendwo ein Gelübde ablegen wollte, habe viele Jahre ohne irgendeinen sexuellen Kontakt gelebt.

Allerdings glaube ich auch, dass es nicht möglich ist, sich von der Dominanz des Sexualtriebes ganz zu befreien, wenn man sich nicht zumindest zeitweise intensiv mit der Sexualität beschäftigt hat, Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht sammelt, die Triebe auch auslebt und sie auch damit mehr in den Griff bekommt.

Das hab ich die letzen paar Jahre auch gemacht und gesehen, dass man nicht nur auf der Ebene des reinen mechanischen Sex etwas lernt. Um dahin zu kommen, muss man auch Verständnis und Einfühlungsvermögen für den anderen Menschen entwickeln, was wiederum nicht geht, ohne dass man eigene Vorurteile und Gewohnheiten zurechtstutzt. Jede Beziehung und Partnerschaft ist ja auch eine Schulung, die letztendlich auch wieder vom Sexualtrieb initiiert ist.

Im Grund hab ich inzwischen gelernt auf eine Weise in den Sexualitätsmodus zu wechseln, ohne dass ich aus meiner spirituellen Bahn geworfen werde, zumindest komme ich ziemlich schnell wieder zurück, wenn ich das will und für gut ansehe. So kann ich die Sexualität auch als ein spirituelles Übungsfeld ansehen, das in Maßen auch zu meinem gesamten spirituellen Übungsprogramm gehört und da ganz gut integriert ist. Sex kann sehr wohl zu einer spirituellen Übung umfunktioniert werden und für die meisten Materialisten wird das vielleicht sogar die intensivste spirituelle Übung sein, die sie pflegen. (Möglicherweise ist das aber auch nur das Loch, in das sie regelmäßig fallen, bevor sie auf die Straße zum Licht gelangen können?).

Nun hab ich aber von Shibendu Lahiri im Juni die zweite Einweihungsstufe seiner Kriya-Reihe erhalten und das ist eben eine spirituelle Übung von einer ganz anderen Qualität, die mir alle Konzentration und Anstrengung abverlangt, wenn ich bis zum nächsten Retreat in Russland die Übungsreihe von 200 Mal abgeschlossen haben will. Mich zieht es nach Russland zurück, ohne den Grund, mir die zweite Einweihungsstufe abzuholen, hab ich aber keine richtige Rechtfertigung vor mir, da wieder hinzufahren. Da fällt mir aus den im letzten Beitrag genannten Gründen auch die Entscheidung leicht, welche Art von spiritueller Übung ich zur Zeit vorziehe. So hab ich mich also wieder mehr auf den Kriya-Yoga konzentriert und bin inzwischen bei Station 71, also wieder sehr gut im Rennen. Die Wirkung ist bei mir einfach verblüffend. Jedes Mal, wenn ich um weitere 10 erhöhe (wie heute) gibt das einen ziemlichen Energie- (und Glückseligkeits-)schub ...

und ich fände es auch gut, wenn Shibendu wieder mal nach Deutschland käme, weil er wirklich was zu vermitteln hat. Das werde ich wohl auch versuchen anzuleiern.

Interessierte bitte melden, besonders auch solche, die bereit wären, etwas Organisationsarbeit zu übernehmen.
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Das erste Mal bei Amma

Beitragvon kashiraja am So 23.11.2014 18:03

Nachdem ich schon seit vier Jahren nach einer Gelegenheit aus bin, einmal zu Amma zu gehen, hat es am 16. November endlich geklappt. Ich verbrachte den Sonntag in der Maimarkthalle in Mannheim. Als ich um viertel nach 9 das Ticket abholte, war schon gar keine Schlange mehr da, die meisten waren also schon viel früher da. Ganz sicher war ich mir ja nicht, ob ich den Zirkus mit dem Darshan auch mitmachen sollte, aber da ich nun schon mal da war, und das eigentlich Besondere, was bei Amma abging, eben der Darshan war, war es fast logisch, dass ich das zumindest einmal mitmachen sollte.

Nach drei Stunden war auch ich an der Reihe. Bis dahin war mir schon bewusst geworden, wie viele Helfer da zu Gange waren und ich hatte mich bereits zweimal von den Fliegenden Seva-Anheuerern für kürzere oder längere Jobs anheuern lassen.

Wegen der für Neulinge gewöhnungsbedürftigen Aufruforganisation, die aber wegen des Massenansturms einfacher nicht möglich ist, hatte ich dann doch meinen Gruppenaufruf AZ verpasst, durfte mich aber dann gleich unbürokratisch in die sich langsam zu Amma bewegende Stuhlreihe eingliedern. Viel besinnliche Vorbereitungszeit war da aber nicht mehr, weil man alle paar zehn Sekunden zum nächsten Stuhl vorrücken musste. Beim Schuhdepot hab ich mich auch noch der Jacke entledigt, um der Nähe keine unnötigen Barrieren zu bauen. Bald war ich dann auch schon beim zahlreichen, Amma umgebenden Hilfspersonal angelangt, das dafür sorgte, dass alles reibungslos ablief und keine unnötigen Verzögerungen entstanden. Ich wurde nach der Sprache gefragt, das wurde dann an die Inder, die den engeren Zirkel um Amma bildeten, weitergegeben, diese unterrichteten wohl Amma darüber, denn als sie mich für einige Sekunden an sich drückte, hörte ich in meinem Ohr ziemlich laut immer wiederholt "Mein lieber Sohn!"
Das war nun nicht etwas, was mich berührte.

Ich war insgesamt aufgrund der Hektik eher etwas überfahren als gerührt, setzte mich dann aber gleich noch auf die Bühne hinter Amma auf den Boden, um nachzufühlen und zu meditieren. Da wurde mir dann doch unzweifelbar klar, dass es sich bei Amma um jemanden mit einer sehr großen Ausstrahlung handelt. Denn von dem bisschen Andrücken, war eine deutlich spürbare Energiekonzentration zurückgeblieben.

Amma umarmte noch bis rund 15:00 Uhr und verließ dann die Halle, die für das Abendprogramm hergerichtet wurde. Da gab es eine Puja mit der Verteilung von Wasser, das dann von Amma gesegnet wurde.

Als Amme wieder zu umarmen begann, suchte ich mir einen Platz vor der Bühne neben der Musik, also ziemlich nah bei Amma, um das Treiben etwas zu beobachten und dabei etwas zu lesen und zu arbeiten. Auch zum Seva-Dienst ließ ich mich noch einmal abschleppen.

Um 1 Uhr, als Amma immer noch unablässig umarmte und die Warteschlange weiterhin unübersehbar schien, trat ich den Rückzug an.

Insgesamt ein sehr beeindruckendes Schauspiel, das man als westlich geprägter Mensch schon einmal miterlebt haben sollte. Meine Scheu vor und mein Unverständnis für das Darshan-Gehabe war vorher groß. Nun verstehe ich besser, um was es sich dabei handelt.

Von der Wirkung und Nachwirkung her zu schließen, ist Amma die größte Heilige (männliche Vertreter dieser Spezies eingeschlossen), der ich bisher in meinem Leben begegnet bin.

Der kurze Kontakt zu ihr überprägte meine eigenen Energien ziemlich stark, so dass noch mehrere Tage danach etwas zu spüren war.

Jetzt kann ich auch besser nachempfinden, wie es gewesen sein muss einem Rudolf Steiner oder einem Yogananda zu begegnen: D.h., es wäre wohl interessant gewesen, doch seinen Weg muss jeder alleine gehen. Da hilft auch ein großer Meister in der Nähe nur marginal.

Allerdings stelle ich nach dem Darshan bei Amma (nachdem ich wegen der Energie-Überprägung zwei Tage aussetzte) fest, dass ich mit meinem Programm des 2. Shibendu-Kriya wieder zügiger vorankomme, nachdem das vor Amma etwas ins Stocken geraten war und ich glaube nicht, dass dieser Effekt eher auf den viertägigen Aufenthalt bei Yoga-Vidya im Westerwald danach zurückzuführen ist.

Fazit: Ein Besuch bei Amma kann auf jeden Fall nicht schaden. Wer nur ein bisschen für so etwas aufgeschlossen ist, sollte sich solch eine Erfahrung nicht entgehen lassen. Denn das gibt's nicht alle Tage.

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Re: Mein spirituelles Tagebuch

Beitragvon parvati am Mo 24.11.2014 16:08

Das freut mich für dich..dass dich das göttliche berührt hat..diese Berührung lässt einen nicht mehr los..

geh mehr und mehr in dieses Gefühl...und lass den Verstand und die Verurteilerei beiseite!
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Re: Mein spirituelles Tagebuch

Beitragvon parvati am Mo 24.11.2014 17:44

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spirituelle Gehaltserhöhung

Beitragvon kashiraja am Mi 04.03.2015 10:21

Nachdem ich bei Amma war (und auch Yoga Vidya) kam ich wieder gut in die Spur des Shibendu II Kriyas und schaffte es auch 12 Mal hintereinander ohne Unterbrechung zu praktizieren.
Das Muster ist da aber immer ähnlich: Immer wenn zehn neue dieser Kriyas hinzukommen, gibt es einen ziemlichen Energieschub, den man erst bewältigen muss. Das läuft dann so ab, dass ich zunächst ziemliche Inkrustationen produziere und Pausen machen muss, damit sich diese wieder abbauen.
Ich bin jetzt bei 153. Inzwischen ist Last ziemlich groß geworden. Die Shibendu Kriyas dauern rund 45 Minuten. Und wenn ich nicht ausreichend Pausen mache, Tage, an denen ich keine Schibendu II Kriyas praktiziere, kommt es leicht zu nicht so angenehmen Inkrustationen. Die sind aber wohl auch nötig, weil man sich als gebranntes Kind überlegt, wie man es das nächste Mal besser machen kann, konzentrierter, ohne so viel Energie zu verschütten.

Es ist ja insgesamt auch eine erstaunliche Entwicklung: Anfangs gab es schon nach 10 dieser Kriyas Probleme, inzwischen mache ich 160. Die damit einhergehende Energie hab ich schön langsam aber deutlich spürbar in mein Leben verwoben ... Das ist so etwas wie eine Gehaltserhöhung für einen spirituellen Menschen ...
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Yoni-Kinnpumpe , Verschiedenes

Beitragvon kashiraja am Mi 06.05.2015 11:37

Mit der Shibndu-Kriya-II Technik geht es nach einer Konsolidierungsphase nun wieder gut weiter. Bei 200 Mal ist die Energie schon enorm. Der Körper gewöhnt sich offensichtlich aber an alles. Man muss ihm nur Zeit geben, sich darauf einzustellen. D.h., mitunter sind längere und öftere Pausen nötig.

Kechari Mudra erachte ich dabei als sehr wichtig und kann mir kaum vorstellen, wie jene, die diese Techniken ohne Kechari Mudra praktizieren, da zurechtkommen oder viel dabei herausholen.

Kechari Mudra ist inzwischen eine sehr passive Technik geworden. D.h. ich gehe nur noch in Kechari, wenn ich den Drang davon von innen heraus fühle, keine Vorgaben mehr des Verstandes. Kechari Mudra wende ich also sehr vorsichtig an. Die negativen Begleiterscheinungen, mit denen ich zeitweise zu tun hatte, sind dafür völlig vorüber.

An TAgen, an denen ich die Shibundu-II-Kriyas nicht über, ziehe ich andere Techniken aus meinem Arsenal heran.

Vor einigen Tagen ich die Yoni-Kinnpumpe von Yogani einmal ausprobiert. Nachdem ich die Kinnpumpe nun schon seit 5 Jahren praktiziere und die extremen Wirkungen aus der Anfangszeit lange nicht mehr aufgetreten sind, gab es diese heute wieder bei nur zwei Runden mit Yoni-Kinnpumper (eine in jede Richtung). Verdient also das Prädikat: Sehr effektiv d.h. bei wenig Einsatz große Wirkung ...

Lese gerade die Biographie Vivekanandas von Swami Nikhilananda, sehr gut, bringt ganz neue Impulse in meine spirituelle Welt.
Z.B. dass man nie über etwas überrascht sein sollte ... oder, dass es im Leben nicht um Glück sondern um Freiheit geht ...
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Om-Massage ...

Beitragvon kashiraja am Di 21.07.2015 10:59

Schon vor drei Wochen war es mir gelungen eng beim Om-Klang und dem Licht zu bleiben und Atmung, Herzschlag, Bewegung und alles Geschehen auf der Erde als "Om-Massage" zu empfinden. Om-Massage heißt, dass das Om, das man ja in Wirklichkeit ist, angestoßen, gereizt, gelockt etc. wird, seine erhabene Stellung zu verlassen und sich zur Verfolgung des äußeren Reizes verführen zu lassen. Wenn man dem widersteht, dann empfindet man diese Reize als angenehme "Om-Massage" und bleibt konzentriert.

Ein paar Tage darauf bin ich da noch sehr viel tiefer reingekommen und mir war, als würde ich mich da ganz deutlich auf dem Weg der Atemlosigkeit und Herzschlaglosigkeit befinden. Die Energie dabei war recht stark und hielt den ganzen Tag an ... Kaum Hungergefühl. Das Essen zieht dann aber wieder herunter ...

Die Praxis flutscht jetzt so richtig und befindet sich auf einem hohen Niveau. Der Herzschlag, den ich in der rechten Gehirnhälfte fühle, ist das was die Gedanken losschlägt. Wenn ich mich darauf konzentriere und mich dieses Herzschlages beobachtend bewusst bin, kann ich nun, wenn ich ausgeschlafen bin, die Gedanken gut anhalten und komme dadurch in tiefe Konzentration zur Vorbereitung auf die Technik, die doch recht anspruchsvoll ist.
Das gute alte Hong Sau nutze ich sehr viel

Immer wieder werde ich gefragt, was Kriya Yoga ist. Inzwischen gibt es ja so viele Arten von Kriya Yoga. Das neueste, was ich kennen gelernt habe, ist Swa Kriya Yoga, den Gurusharanananda verbreitet. Das hat mit dem Kriya Yoga Yoganandas und Lahiri-Mahasayas gar nichts zu tun. Ähnlich wie Yogananda das ja schon umschrieben hat, würde ich sagen, der Kriya-Yoga Lahiri Mahasayas ist der steilste und direkteste Weg zu Gott. Ich kenne zumindest keinen steileren. Schon als kleines Kind hab ich die steilen und direkten Webe bevorzugt.

Irgendwie fühle ich, dass es nicht mehr lange dauert ... das muss aber nichts heißen. Das hab ich vor 30 Jahren auch schon mal gefühlt ...
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Sechs-Pod

Beitragvon kashiraja am Fr 02.10.2015 00:21

Seitdem ich mit der zweiten Einweihung von Shibendu Lahiri gearbeitet hatte, d.h. seit Juni 2014 hatte ich das dritte Auge nicht mehr klar gesehen. Am 28.8.2015 das erste mal wieder deutlich und zwar nach einer gültigen Shibendu III Kriya Praxis. Sonderbarerweise habe ich gerade an dem Tag erkannt, wie wichtig Mulabandha für die Kriya-Praxis ist und ich habe mein ehemaliges Tripod, das schon länger ein fünfpod ist in ein sechspod umgewandelt, wobei ja tripod war, dass ich mich bei der Ausführung von Hong Sau auf Atem, Herzschlag und Om konzentrierte oder mich derer bewusst war.
Fünfpod: die drei und noch Licht und Kechari Mudra 2 dazu, wo bei alles seinen Urspung im dritten Auge hat.
Sechspod: es kommt noch Mulabandha dazu, das von Wurzelchakra hochzieht zum dritten Auge. Dieses Mulabandha geht jedoch ohne Muskelanspannung ist nur ein Sog, der vom dritten Auge auf das 1. Chakra ausgeübt wird.

Dass das Shibendu III Kriya im Grunde etwas Gutes ist, obwohl die Technik bei mir dazu geführt hat, dass ich das dritte Auge nicht mehr sah, war mir immer klar. Die Erklärung scheint nun zu sein, dass Schibendu II und auch III-Kriya zwar starke Energie brachte aber gleichzeitig der hohe Energiedruck dazu führte, dass das Wurzelchakra mehr aufging als erlaubt (und es auch zu anderen Inkrustationen kam) . Nun da ich darauf meine Aufmerksamkeit richte, wird das Loch gestopft und der Energiedruck im sechsten Chakra ist wieder groß genug, dass ich das dritte Auge wieder klar sehe, allerdings ohne den Stern in der Mitte.

Draufgekommen bin ich überigens über das alte und sehr wirkungsvolle Mantra "Was ist die Wahrheit".#

Anfang September noch mal das dritte Auge gesehen.
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Es stabilisiert sich

Beitragvon kashiraja am Mi 07.10.2015 11:29

Vorletztes Wochenende kam nun Shibendu Lahiri zur "Kriya-Einweihung mit Shibendu Lahiri" nach Bad Meinberg. Ich habe übersetzt und auch Shibendu Lahiri betreut. Mein Zimmer lag gleich neben dem von Shibendu Lahiri, um ihm jederzeit zu Diensten zu sein, und ich war sehr viel mit Guruji zusammen. Diese Zeit war für mich sehr intensiv, obwohl ich nicht viel praktiziert habe. Die Energie war trotzdem enorm. Ich habe keine neue Einweihung empfangen. Doch ich bin jetzt bei der dritten Einweihung bei 86 (von 200 also mehr als einen Monat früher dran als letztes Jahr, um nicht am Ende wieder in die Breduille zu kommen.)

Diese Energie, die da an dem Wochenende von dem Meister (von dem ich ja anfangs sehr wenig gehalten habe und von dem ich immer noch sage, dass er weit davon entfernt ist, ein Yogananda oder Lahiri Mahasaya zu sein) zu mir gekommen ist, wirkt nun sehr positiv auf meine Praxis. Es geht mir leichter von der Hand, ich produziere nicht mehr so viele Inkrustationen (eingefurchte Energiemissleitungen beim Praktizieren, die sich negativ auswirken und Zeit brauchen, um sich wieder abzubauen) und habe nun konsequenterweise das dritte Auge an zwei Tagen hintereinander deutlich gesehen.

Ich würde also sagen, dass in dieser Familienlinie immer noch ganz schön viel Energie von Lahiri Mahasaya transportiert wird.

Der Sog nach oben wird größer und gleichzeitig wird auch das Bedürfnis größer, von meiner inneren Stärke etwas abzugeben und Menschen zu leiten.
Auch für nächstes Jahr habe ich Shibendu Lahiri nach Bad Meinberg geingeladen
http://www.kriyayogalahiri.de/
und ich habe begonnen, bei Edudip Webinare zu geben: "Einführung in Kriya Yoga (Lahiri Mahasaya)" und "Yogani und die Fortgeschrittenen Yoga Übungen".
https://www.edudip.com/academy/bernd.prokop
Es ist vielleicht an der Zeit.
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Drittes Auge und diverses

Beitragvon kashiraja am Sa 24.10.2015 11:49

Vorgestern hab ich das YouTube-Video des Kindes gesehen, dessen drittes Auge geöffnet ist, und die damit ganz normal sehen kann, d.h. wenn ihre Augen verbunden sind, kann sie lesen, alles andere und noch viel mehr durch ihr drittes Auge sehen. Scheint echt zu sein,

https://youtu.be/ZtLkzg8bFgA

Dass man sich das für 10 000 Dollar von Swami Nityananda öffnen lassen kann, davon halt ich zwar nichts, denn da müssen schon ziemlich viele andere Voraussetzungen gegeben sein, damit so etwas geschehen kann (zumindest bei Erwachsenen, bei Kindern mag das einfacher sein. Diese werden aber möglicherweise diese Fähigkeiten im höheren Alter wieder verlieren).

Mir wurde aber klarer, was dieses innere Organ ist, wenn es einmal ganz entwickelt ist. Auf die heutige Meditation hatte das eine sehr positive Auswirkung. Wenn man weiß, wie das Ziel oder zumindest die nächste Etappe aussieht, ist das sehr hilfreich.

Außerdem verdeutlicht das auch wieder, wie viele Dinge zum Fortschritt beitragen. Es sind nicht nur die Übungen. Um die Techniken richtig anzuwenden, muss man tausende von Dingen erlernt haben und Tausende von Dingen spirituell oder nicht spirituell helfen einem auf dem Weg weiter (auch von der I AM Activity, FYÜ und vielen anderen). Insbesondere zehre ich abrer immer noch sehr viel von den sehr hilfreichen Inspirationen, die ich von Yogananda bekommen habe . Viele kleine und große Meister leiten einen leicht in die Irre. Yogananda zeigt klar (d.h. wenn man zwischen den Zeilen lesen kann und sich auch ein eigenes Licht ist) den Weg, vor allem den der inneren Meditation und des Kriya Yoga, so dass man nicht mehr so schnell auf den Holzweg geschickt werden kann oder auch halb verdautes Wisssen anderer besser versteht.

Mir scheint, dass alle Energie, die nicht durch das dritte Auge hinausgeht, also alles was durch die tieferen Chakren entweicht (ja meist unbewusst, bei dritten Auge ist es bewusst) zu Inkrustrationen, Vernebelung, unbewussten Gedanken führt. Das zeigt sich besonders bei diesen Potenten Kriya-Techniken und was ich eigentlich mache, das ist, Wege zu finden, wie ich diese Techniken in immer höherer Anzahl zu üben, ohne mich ständig selbst außer Gefecht zu setzen. Das ist viel Versuch und Irrtun, aber auch viel Inspiration, die von außen kommt.
Das zeigt mir auch vieles, wo ich mir auf der innersten Ebene ständig selbst Knüppel zwischen die Beine werfe, auch im täglichen Leben. Namentlich ist das, dasss man alles, gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm vorzugsweise nur mit Energie des dritten Auge kommentiert, alles andere fesselt, benebelt.

Im Grunde ist das aber auch nur das alte: Urteile nicht und helfe jedem und allen in jeder Situation vorbehaltlos weiter. (Was das Weiterhelfen dann wieder ist, ist interpretationsabhängig).

Das scheint mir auch die reine Liebe zu sein. Auch das Ausströmen von Energie von allen anderen Chakren sind Formen von Liebe und sie sind auch bei der Entwicklung zu höheren Stufen der Liebe erst mal notwendig. Doch bindet man sich dadurch, schädigt sich und produziert auch im zwischenmenschlichen Zusammenleben Konflikte, weil diese Formen der Liebe oft sehr subjektiv und selektiv sind.

Das ist für mich auch das: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."
Das lässt wiederum Rückschlüsse zu, wie man sich selbst lieben soll. Von Selbstverdammung halte ich überhaupt nichts (hab ich vielleicht von Yogananda übernommen) und auch nicht, dass man die eigenen Schwächen an die große Glocke hängt. Was soll das bringen. Dass wir alle auf dieser Ebene noch mit vielen Schwächen behaftet sind, sollte klar sein. Vor wem soll ich das beichten. Gott weiß das sowieso. Deshalb in diesem Tagebuch auch nichts derartiges, falls sich jemand wundert ...

Wohl gemerkt: Beim Übergang zu höheren Formen der Liebe oder der höchsten, nur durch das dritte Auge, kann man noch genau dasselbe tun, doch die Gefühlslage ist anders und man vermeidet dadurch die negative Rückwirkung auf sich selbst. Viele Verhaltensweisen, vor allem die unbeherrschten, lässt man aber auch schön langsam weg, ohne dass das viele Überwindung erfordert. Es kommt alles ganz natürlich aus dem Inneren. Gerade da spüre und sehe ich einen sehr deutlichen Schub, seit ich im Juni 2014 die zweite Einweihung von Shibendu Lahiri bekommen habe, ähnlich wie damals, als ich mit der Om-Meditation der SRF und deren Kriya-Einweihungen begonnen habe ... jetzt aber noch massiver und deutlicher.

Das ist auch der Unterschied zwischen menschlicher und göttlicher Gerechtigkeit: Bei der menschlichen Gerechtigkeit geht es mehr um das äußere Handeln. Gott kümmert sich vor allem um die Gefühle dabei. Je mehr die menschliche Gerechtigkeit die Gefühlslage berücksichtigt, desto göttlicher ist sie.

Das dritte Auge habe ich übrigens seither nicht mehr gesehen, hat also möglicherweise doch was mit der Energie von Shibendu Lahiri zu tun gehabt.

Noch ein Spruch, der die letzten Tag in den Sinn gekommen ist: Man sieht Gott vor lauter Menschen nicht.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
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