Mein spirituelles Tagebuch

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Ergänzung Herzschmerzen und drittes Auge

Beitragvon kashiraja am Mi 11.12.2013 00:30

Zum letzten Eintrag "Herzschmerzen" möchte ich ergänzen, dass mir am Folgetag in der Meditation erst bewusst wurde, dass ich am Vortag bei Hong Sau überhaupt kein Augenmerk auf den Herzschlag im dritten Auge geworfen hatte. Hatte ich das vergessen, übersehen - doch wohl eher verdrängt. Als mir das bewusst wurde, versuchte ich es mit einer Konzentration darauf und merkte gleich, dass da eine Ablenkung war und als ich trotzdem darauf hielt, begann das Herz leicht zu schmerzen. Ich hielt weiter dagegen und hielt den Schmerz-Druck aus, bis er weg war. Dann war es gut und ich habe das Herz seither nicht mehr gespürt.

Heute (d.h. nach Datum gestern) hab ich das dritte Auge wieder gesehen. Diesmal lang. Es begann zuerst undeutlich, dann fehlte nur noch auf der rechten Seite ungefähr ein Viertel. Dann kam es ganz, blieb mehrere Atemzüge, verschwand auch mal und ich konnte es wieder zurückholen. In der Mitte war ein tief violettes Licht, das aber nach Rot hin ging. Bei größerer Konzentration meinte ich zu erkennen, dass das violette Licht in der Mitte die Form eines fünfzackigen Sterns hatte.
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Drittes Auge Gedankenlosigkeit

Beitragvon kashiraja am So 15.12.2013 21:16

Heute wieder das dritte Auge gesehen, länger, zuerst links, verschwand und kam wieder. Meist sehe ich es wenn ich auf einem Stuhl meditiere und bisher immer nur während Yoni Mudra Kumbhaka.

Das frage ich mich natürlich oft, woran es liegt, dass es mir so schwer fällt, vor den Techniken die Hong-Sau-Atemzüge mal bis zwanzig mitzuzählen und warum es mich oft sehr schnell in einen Gedankenstrom verweht. Als recht logisches Ergebnis finde ich meist: Solange es zwei gibt, bin ich einer der zwei und (natürlich unter der Voraussetzung, dass man in seinem Geist ein ganz freies Spiel der Kräfte zulässt, ohne den Verstand anzustrengen, mit Anstrengung ist es was ganz anderes, was verschiedene Konzentrationskünstler v.a. im Fernsehn immer wieder demonstrieren) es besteht ein natürlicher Drang hin zum anderen, wobei mir da das gleiche Prinzip zu fungieren scheint, das auch bei der Osmose wirkt. Es gibt in der Welt eine Tendenz zum Ausgleich, der Vermischung auf allen Ebenen. Es braucht Verstandeskraft diesem Prinzip zum Chaos entgegenzuwirken und Ordnung zu gestalten.

Bei einem freien Spiel der Kräfte im Geist ist natürliche Konzentration also nur möglich, wenn man das Einheitsbewusstsein hat, mit allem eins ist und man so auch keinen Drang haben kann hin zu einem möglicherweise noch existierenden anderen. Mit Einheitsbewusstsein ist man von Natur aus konzentriert.
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DA und Schwindel

Beitragvon kashiraja am Mo 20.01.2014 11:57

Heute wieder das dritte Auge gesehen (wieder auf Stuhl sitzend).

Nachtragen möchte ich, dass das auch am 17.12 der Fall war, also einen Tag nach meinem letzen Eintrag. Ich hoffte schon, das würde nun jeden Tag eintreten, gut ...

Dann hatte ich in den letzen Dezemberwochen noch ein sonderbares Erlebnis, was mir vorher noch nicht passiert ist.

Als ich die Technik der 4. Kriya-Initiation anwandte spürte ich sehr schnell Atemnot und Beklemmung, hab mich jedoch dadurch nicht beirren lassen. Die Folge war, dass mir sehr schnell schwindelig wurde und ich fast bewusstlos wurde. Da ich auf einem Stuhl saß, ließ ich mich also auf den Boden gleiten und stand das im Vierfüßlerstand aus.

Die Meditation hab ich danach relativ schnell beendet

Wenn sich seither etwas Derartiges anzubahnen scheint, reagiere ich gleich darauf und wirke dagegen.
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Re: Mein spirituelles Tagebuch

Beitragvon Sky am Mo 20.01.2014 19:16

Wieviel zeit lag zwischen den jeweiligen kriya stufen?
Also zum Beispiel vom ersten kriya zum zweiten kriya usw. ( wieviel Jahre)

Und bekommt man die höheren Kriyas bei der SRF über Lehrbriefe oder von einem Mönch gezeigt?

Wer interessant zu erfahren wie der Verlauf ist in der Regel und wie er bei dir war.

Gruß SKY

P.s. Ist das wichtig für dich das 3 Auge zu sehen?
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Einweihungsstufen, DA

Beitragvon kashiraja am Di 21.01.2014 15:35

Hallo Sky
wie du wohl selbst schon gemerkt hast, propagiert die SRF die höheren Einweihungsstufen nicht. So wissen viele gar nicht, dass es nach der ersten Kriya-Einweihung noch welche gibt. Die meisten interessieren sich wohl auch nicht dafür, weil sie schon damit genügend zu tun haben, die erhaltenen Techniken regelmäßig zu üben und auf die Reihe zu bringen. Es hat auf jeden Fall keinen Sinn die höheren Kriya-Techniken zu erhalten, wenn man nicht regelmäßig übt und die anderen Techniken zur Genüge ausgereizt hat.
Was die offizielle Verlautbarung ist weiß ich nicht, doch schwirrt mir so was von mindestens 3 Jahren vor, die man praktizieren muss, um alle Einweihungsstufen zu erhalten.

Ich habe die ersten Kriya-Lektionen 1988 bekommen. Damit hab ich mich ausführlich beschäftigt und auch die Anzahl immer weiter erhöht. Nach sieben Jahren bewarb ich mich dann für die zweite Einweihungsstufe, nach weiteren zwei für die dritte und vierte (die dritte ist nur eine Vorstufe für die vierte).
Die höheren Einweihungen hab ich nur in Form der Kriya-Lehrbriefe erhalten. Die zweite wird in den Kriya-Lehrbriefen 10 bis 14 oder so behandelt. Die dritte und vierte in den restlichen bis Kriya-Lektion 20. Ich weiß nicht, ob Mönche darin auch einführen, vermute aber eher, dass gar nicht alle Mönche die höheren Einweihungsstufen haben. Man kann aber bei Unklarheiten wie immer ans Mutterzentrum schreiben und erhält dort Aufklärung. Das hab ich auch gemacht.
Ich bereue es nicht, dass ich so lange gewartet habe und halte es auf jeden Fall für sinnvoll, erst die anderen Techniken alle genügend auszureizen, bevor man sich für höhere Einweihungsstufen bewirbt. Wenn man dann das deutliche Gefühl hat, man kommt so nicht mehr weiter oder man braucht was Neues, dann ist die Zeit da. Das ganze dient wohl auch zur Vorbereitung. Denn die höheren Stufen werden nur wirken, wenn der Körper vorbereitet ist. Die Wirkung ist dann aber, wenn man bereit ist, schon enorm. Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass die Intensität der zweiten und vierten Einweihung noch mal 10 mal so hoch ist wie bei er ersten Einweihung. D.h. wenn man eine Minute die zweite oder vierte Einweihung übt, hat man genauso viel wie zehn Minuten die erste. Dies hat vor allem auch unter zeitökonomischen Gesichtspunkten Bedeutung.
Es soll ja auch noch höhere Einweihungsstufen geben, d.h. fünf, sechs, sieben, acht. Diese bekommt man jedoch nicht von einer Organisation oder einem Meister, sondern durch die eigene Inspiration und durch Weiterentwicklung des schon Erhaltenen, wie ich das verstehe...


Wichtigkeit das dritte Auge zu sehen: Yogananda schreibt schon in den ersten Lehrbriefen, dass die Fähigkeit, das dritte Auge zu sehen ein unzweideutiger Gradmesser für spirituellen Fortschritt ist. Hinweise dazu gibt es viele. Z.B. kann man bei Dr. Lewis nachlesen, dass er Yogananda bald, nachdem er ihn 1920 in Bosten kennen gelernt hatte, danach fragte, was die Bibelworte: "Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein;" (Lukas 11,34-36) bedeuten. Yogananda traf sich dann mit ihm und zeigte ihm das dritte Auge. Dr. Lewis merkte dazu noch an, dass er seither das dritte Auge immer gesehen hatte.
Auch bei Vivekananda findet man dazu einen klaren Hinweis. Vivekananda hat das helle innere Licht schon seit früher Kindheit immer gesehen. Erst später wurde ihm klar, dass andere dieses inner Licht nicht sahen.
Jean Paul hatte auch einmal eine Lichterfahrung, die sein Leben veränderte und ich glaube, dass das auch etwas mit dem dritten Auge zu tun hatte.
Ich gehe also davon aus, dass große inspirierte Menschen (ob aus dem Bereich der Religion, Kunst, Politik etc.) dieses Licht immer sehen oder gesehen habe.
Ich habe mir viele Jahre gedacht, dass ich noch sehr weit von wirklichem Fortschritt entfernt sein muss, weil ich dieses dritte Auge, auf das Yogananda schon so früh hinwies, nie gesehen hatte. Inzwischen scheine ich der Sache schon etwas näher zu kommen....

Viel hängt aber glaube ich auch von der richtigen Technik ab. neben dem, was man in den Kriya-Lektionen erfährt finde ich die Lektion 91 von Yogani bei den Fortgeschrittenen Yoga Übungen (http://www.fyue.de) sehr interessant, dort vor allem den Druck, den man durch die Luft nach oben aufbaut. Durch diesen Druck stimuliert man das dritte Auge. Auch Khechari Mudra, Lektion 108, scheint wichtig zu sein. Übrigens ist die Kinnpumpe bei Yogani (Lektion 140) vergleichbar mit den vierten Initiation der SRF. Es gibt zwar einige Unterschiede, doch die Wirkungen bei mir sind vergleichbar.

Ich habe das dritte Auge auch heute wieder gesehen. Das ist zwar jetzt nichts mehr Besonderes für mich. Doch verblüfft dieses helle Licht aus der Dunkelheit doch immer wieder. Es kommen da keine besonderen Gefühle oder Fähigkeiten mit. Aber diese innere Sinneserfahrung fesselt trotzdem immer wieder und es hält die Aufmerksamkeit fest, so dass man sich mühelos nach innen konzentrieren kann.
Ich scheine jetzt die Technik mit dem Luft in die Nasengänge zu pressen heraus zu haben. Mein Ziel ist es schon immer das dritte Auge zu sehen. Das setzt der Meditation noch mal ein Glanzlicht auf.
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Ansaugstutzen

Beitragvon kashiraja am Di 04.02.2014 13:05

Gestern, als ich wieder das dritte Auge gesehen habe, war es etwas Besonderes und ich hab mir gleich gedacht, dass ich damit einen Meilenstein erreicht habe, wollte aber noch etwas abwarten, ob die Wirkungen wirklich nachhaltig sind. Da das schon deutlich so zu sein scheint, will ich etwas dazu schreiben.

Als ich gestern das dritte Auge sah und mich ganz darauf konzentrierte, spürte ich richtig, wie mein ganzer Körper von Licht/Energie durchflossen wurde und ich hatte das Gefühl, als ob das dritte Auge ein Ansaugstutzen sei, mit dessen Hilfe man Energie bzw. Licht aus einer anderen Dimension in die irdische Abfüllen kann, vergleichbar mit der Befüllung eines Flugzeugs mit Benzin oder so was ähnliches, da gibt es ja heutzutage genügend technische Mittel, mit denen das Umfüllen von allem Möglichem rationalisiert wird.
Dieser Ansaugstuzten "drittes Auge" erlaubt damit vergleichbar eine höhere Durchflussrate und verhindert auch das Verschütten. So dachte ich dann auch an die Jesusworte: wenn dein Auge einfältig ist, dann wird dein ganzer Körper Licht sein oder ähnlich..., d.h. wenn man das Licht bewusst durch das dritte Auge aufnimmt, ist es erst möglich, den ganzen Körper zu Licht zu machen ...

Es scheint mir also möglich, dass man sich mit dem dritten Auge an eine andere Dimension oder ein Lichtreservoir koppelt und damit erreicht, seinen Körper mit mehr Licht abzufüllen. Wichtig dabei ist, dass einem diese Vorrichtung eben erlaubt, dass man nichts oder viel weniger verschüttet, wodurch eine größere Befüllungsrate, die man möglicherweise ins Unendliche steigern kann, möglich ist und gleichzeitig die Unordnung oder Benebelung, die Folge des Verschüttens ist, vermeidet.

Mit Verschütten in diesem Falle meine ich: Es kommt ja ständig Licht/Energie in den Körper, die Lebensenergie, die uns am Leben und am Fühlen erhält. Nur sind wir uns dessen nicht bewusst, woher und wie das kommt. Bei der Konzentration auf das dritte Auge beim sehen desselben war ich mir ganz deutlich der Eigenbefüllung mit Licht bewusst und konnte auch wahrnehmen, dass diese viel größer war als normal, dass man diese mit größerer Konzentration steigern konnte und auch, dass die Gedanken das Produkt sind, das entsteht, wenn die Befüllung unbewusst von statten geht und das ist eben das Verschütten bei der Befüllung. Beim normalen Menschhen wird alles Licht und Energie, was in den Körper aus den höheren Dimensionen hineinkommt, verschüttet in dem Sinn, dass die Ursache Wirkungsbeziehung verloren geht, man sich deren nicht bewusst ist, weil der Verstand auf einer tieferen Ebene ständige Verbindungen herstellt. Man ist sich nicht bewusst, woher die Gefühle und das Licht kommen und attribuiert bzw. projiziert es auf Äußeres: Essen, Situationen, Menschen, Gegenstände, Gefühle und knüpft damit gleichzeitig eine Anhänglichkeitsbeziehung, in gewissem Sinne also eine Selbsthypnose. So läuft der normale Mensch ja auch herum.

Mit dem Ansaugstutzen, der ja nur die Meditation in konzentrierter Form ist, macht man sich von dieser Selbsthypnose, in die wir hineingeboren werden, frei. Die Meditationstechniken, wie z.B. die Kriya-Techniken oder Yoni- Mudra-Kumbhaka sind mächtige Werkzeuge, die uns dabei helfen.

Bisher hab ich das dritte Auge nur im Rahmen von Yoni-Mudra-Kumbhaka gesehen. Im Moment spüre ich das Bedürfnis oder den Wunsch, das auch außerhalb davon und warum nicht immer zu sehen ....

Die erreichte engere Energiekoppelung hab ich gestern den ganzen Tag gespürt und auch bei der Meditation heute konnte ich darauf aufbauen. Das dritte Auge hab ich heute nur sehr undeutlich gesehen.

Mit dem Mehr an Energie und Licht, ist man nicht gleich ein anderer Mensch. Ich habe den Eindruck, dass man sich jede Gewohnheit (physisch, emotional und mental) einzeln vornehmen und weiterentwickeln muss, wenn man was ändern will. Allerdings kann man, da der Tank voll ist, da nun besser auf die Tube drücken ...
Die Befüllung mit Licht vermittelt sich einem als Potenz, Kraft, Selbstbewusstsein, "ich habe alles unter Kontrolle" womit wir wieder beim Ajna sind ... und einem ziemlich gutem Gefühl ... auch spüre ich einen angenehmen Druck am Scheitel des Kopfes und es macht den Eindruck, als würde da mächtig was fließen ...
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Selbstheilung, Gedankenfabrik

Beitragvon kashiraja am Sa 08.03.2014 11:24

Heute das erste Mal 4 Tage hintereinander das dritte Auge gesehen.

Ich wende jetzt wieder regelmäßig die Hürde an, dass ich vor den Kriya-Techniken versuche bewusst 20 Atemzüge in Hongsau mitzuzählen. Das gelingt jeweils immer nur nach mehreren Anläufen und dabei wird mir auch immer klarer, wie das alles zusammenhängt: Bewusstsein, Gedanken, Atem, Herzschlag, menschliche Schwächen, körperliche Beschwerden ...

In der Meditation wird das bei diesem Verfahren unmittelbar mehr und mehr einsichtig. Das Bewusstsein darüber verschwindet nach der Meditation schön langsam wieder und alles ausführlich in Worten darzulegen, würde eine lange Abhandlung erfordern.

Da fällt mir auch wieder ein, dass Auslöser, für das wieder intensivere und bewusstere Meditieren körperliche Beschwerden waren und zwar eine nicht ausgeheilte Bänderdehnung oder sogar Bänderriss (in meiner Jugend beim Fußball), die sich immer wieder mal bemerkbar macht, d.h. auch durch Vertreten immer wieder mal akut wird. Ärzte können da nicht helfen, in der Meditation war ich aber immer wieder in der Lage, da Besserungen herbeizuführen. Was funktionierte, war, dass ich bei Hong-Sau, Gedankenbewusstsein und Herzschlagbewusstsein mir vorstelle und fühle, wie der Fuß mit Om durchtränkt wird und auch der Herzschlag, der vom dritten Auge ausgeht, rhythmische Om-Wellen in den Fuß sendet und zwar in der Form, dass Om den ursprünglichen, gesunden Zustand wieder herbeiführt. Dabei hab ich die anatomischen Einzelheiten des gesunden Zustandes im Bewusstsein und sage auch, dass alles vom anderen gesunden Fuß herüberkopiert werden soll, Gleichheit, Einheit etc ... (Dieses Verfahren habe ich nach Lesen einer Fußnote in "Gott spricht mit Arjuna" 2008 entwickelt. Es hat sich schon oft bewährt und ich erlange auch immer mehr Fertigkeit damit).

So hab ich vor zwei Tagen nach nur einer tiefen Meditation deutliche Verbesserungen gespürt. Heute wurde mir klar, dass ich dieser Beschwerde eigentlich dankbar sein müsste, weil sie mir immer wieder Anreiz bietet, tief in meine Gedankenfabrik hineinzuschauen und mir alles bewusst zu machen und dadurch auch in die Lage versetzt, alte Gedanken- und Bewusstseinsmuster zu überwinden. Führer sind mir dabei auch die Worte Yoganandas, der ja sagt, dass alle Zustände (körperliche, emotionale und mentale) selbst erschaffen sind (auch sein Hinweis, dass das Bewusstsein durch den Atem an den Körper gebunden ist, wird mir hier als wahr sehr deutlich ...)

Ich bringe also aus Gewohnheit, überspitzt formuliert, die Fußbeschwerden jeden Augenblick selbst hervor. Diese Produktion in meiner Gedankenfabrik umzuändern erlaubt es mir, die äußeren Beschwerden am Fuß und auch woanders (z.B. eine Volleyball-Verletzung am rechten Mittelfinger, auch gedehnte Bänder, etc. und es fällt deutlich auf, wie sich das alles an meiner rechten Körperhälfte befindet) anzugehen. Das Problem ist aber ein klassisches Suchtproblem, man ist es gewohnt und es ist sehr schwierig aus der Gewohnheit auszubrechen .... Die Lösung ist nur, noch tiefer in die Stille zu gehen, sich auf eine höhere Warte zu stellen und sich die Abläufe bewusst zu machen ...
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Kechari2-Pause

Beitragvon kashiraja am Sa 22.03.2014 13:11

Seit zwei Jahren bin ich nun mit Kechari Stufe 2 (nach Yogani) unterwegs. Seit den ersten Wochen in Indien (Dez. 2013) hatte ich es mir auch zur Gewohnheit gemacht, die Zunge schon zu den körperlichen Übungen (Asanas, Energetisierungsübungen, etc.) oder am Morgen gleich nach dem Aufwachen vor der Meditation hinter den weichen Gaumen hochzuschieben und sie dort bis nach der Meditation zu belassen. Wenn die Zunge wegen "Gedankenlosigkeit" manchmal wieder herausschlüpfte hatte ich sie auch wieder zurückgeschoben und dadurch das Prinzip der Bewegungslosigkeit der Meditation gebrochen.

Nun hatte ich seit einigen Monaten, (sicher schon ab Juli 2013) bemerkt, dass meine linke Schulter richtig verspannt ist, so dass es beim Schmettern oder Angaben im Volleyball mit Links oder beim Verschränken der Arme hinter dem Kopf richtig weh tat. Ich konnte mir nicht erklären, wo das herkam.

Heute vor einer Woche kam ich dann auf die Idee, dass dies mit Kechari 2 zusammenhängen könnte, weil ich die Zunge immer mit der linken Hand zurückschob und wenn man so was während der Meditation macht, und vielleicht auch schon vor der Meditation, wenn man sich in meditativer Stimmung befindet, dann sollte das eigentlich schon Rückwirkungen haben. Denn die Erfahrung, dass mit dieser spirituellen Energie nicht zu spaßen ist, hatte ich ja bereits wiederholt gemacht. Der harmonische Energiefluss gehorcht bestimmten Gesetzen, und wenn man sich nicht daran hält, bekommt man die Konsequenzen zu spüren. Seit 15. März hab ich also die Zunge nicht mehr mit dem Finger zurückgeschoben und das mit der Verspannung wurde gleich besser und hat sich nun ziemlich gelegt.

Der Nachteil ist natürlich, dass ich bisher nicht ohne Zuhilfenahme eines Fingers in Kechari 2 komme, ich deshalb also ohne Kechari 2 meditiere. Den Unterschied der Wirkung zu beobachten ist natürlich auch interessant. Das Ergebnis ist einfach, dass meine Meditation ziemlich lau geworden ist und ich mich nun schön langsam darauf einzustellen beginne. Kecheri 1 hilft da auch ganz ordentlich und das Bemühen endlich mal ohne Finger in Kecheri 2 zu gelangen.

Den Finger werde ich also aus dem Spiel lassen, weil das dann auch ein größerer Ansporn ist, daran zu arbeiten, ohne zurecht zu kommen. Zur Zeit versuche ich vor allem mit Talabya-Kriya und anderer Zungengymnastik weiterzukommen ...

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Wie komme ich wieder zurück in Kechari2?

Beitragvon kashiraja am Di 25.03.2014 12:30

Seit Absetzen von Kechari 2 heute das erste mal wieder das dritte Auge gesehen.

Die Zunge ist relativ hilflos im Mund. Da gibt es nichts zum Abstützen. Mein Frenulum scheint schon ziemlich weggedehnt und es reicht immer noch nicht ganz nach hinten und oben. Es scheint aussichtslos. Vielleicht kann man sich ja an Om ein wenig hinterhangeln ...
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In Kechari 2 ohne Stütze

Beitragvon kashiraja am Di 01.04.2014 10:33

Am Samstag, also genau zwei Wochen, nachdem ich Kechari 2 abgesetzt hatte, ist es mir gelungen ohne Hilfsmittel in Kechari 2 zu gelangen und zwar ging das, als ich nach der Meditation auf dem Rücken liegend ruhte. Ich hatte dabei das Meditationskissen zwischen den Schultern, so dass der Rücken etwas wie beim Fisch gewölbt war. Das ging mit gar nicht so großer Anstrengung. Da hab ich dann zur Feier des Tages gleich noch mal etwas meditiert ...
Im Laufe des Tages gelang es mir dann noch öfter, immer wieder mal die Zunge über den weichen Gaumen hoch zu bringen und ich dachte schon, dass ich die Hürde mit Kechari 2 überwunden hätte.
Als ich die Zunge dann aber gern vor der Meditation am nächsten Morgen hochgebracht hätte, war sie überhaupt nicht dazu aufgelegt, ich meditierte und richtete den Energiestrom und die Konzentration mit Kechari 1, Om etc. auf das Dritte Auge ein und dann ging es so nach einer Stunde, jedoch nur mit enormer Anstrengung und mehreren Versuchen und da der Energiestrom schon recht stark war und ich mich noch in der Unbeweglichkeitsphase befand, merkte ich schon, dass es meine Energieströme dadurch ganz schön "durcheinandergestöbert" hatte. Die Effekte waren dementsprechend ...
Gestern Morgen hab ich dann versucht die Zunge gleich nach dem Aufwachen nach oben zu bringen und hab die Zungenmuskeln dabei natürlich ganz schön angestrengt. Ergebnis war, dass es mir nicht gelang hochzukommen, aber den Energiestörmen hat diese Aktion gar nicht gut getan. Es gelang mir dann zwar während der Kriya-Phase die Zunge relativ locker hochzuschieben. Doch im Laufe des Tages merkte ich, dass sich das Problem mit den Verspannungen nur verschoben hatte. Ich spürte es nicht mehr an der Schulter, doch an vielen anderen Stellen im Kopf und Halsbereich.
Kechari 2 ist also definitv keine sportliche Übung. Wenn der Geist und damit die Energieströme nicht auf das dritte Auge ausgerichtet sind, dann bringt das relativ wenig, würde ich sagen.
FAlls das aber der Fall ist, dann geht es relativ leicht und es zieht die Zunge dann auch richtiggehend nach oben.

Ich werde also wieder langersamer tun und mit Kechari 2 nichts erzwingen, v.a. nur während der Kriyas oder später hochgehen ...

Insgesamt hab ich das Gefühl, das ich schon öfter hatte, dass mich die Energieströme erziehen. Die sind jetzt mein Guru. Es erweist sich immer klarer: "ICH BIN" die Energie, die durch meinen Körper und meinen Geist fließen."
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Geburtswehen

Beitragvon kashiraja am Fr 04.04.2014 12:54

Seit drei Tagen hab ich einen ziemlich steifen Hals. Mit der Haltung, das vergeht schon wieder, nur etwas langsamer tun, kam ich nicht weiter, es schien sogar immer schlimmer zu werden. Deshalb war die logische Konsequenz, dass ich mich des Problems etwas bewusster angenommen habe und vor allem während der Meditation Fehleranalyse betrieben habe.

Es scheint so, dass ich seit ein/zwei Wochen um einiges mehr Energie zur Verfügung habe (äußert sich z.B. darin, dass ich nicht mehr so viel Schlaf brauche). Das alles hat wahrscheinlich auch mit Kechari zu tun. Doch scheine ich die Verspannungen und die damit einhergehenden Schmerzen vor allem durch ein unsauberes, schlampiges Meditieren und dazugehörge Kriyas zu verursachen. Mehr Energie erfordert auch mehr Konzentrationskraft, alles in den richtigen Bahnen zu halten ....

Auch wenn ich mich anstrengte ohne Finger in Kechari 2 zu gehen, spannte sich anfangs noch der ganze Körper an. Das muss alles viel exakte werden.

An manchen Tagen schien es mich endlos in der Meditation halten zu wollen. Dazu hatte ich leider keine Zeit und hab das dann auch mal einfach weggedrückt. Wenn aber etwas heraus will, dann will es heraus ...

Bewusstsein des Herzschlags, der Atmung und von Om und meine damit verbunden Heilungstechnik scheinen zu helfen.
Auch scheine ich auf die Spur der Enträtselung einiger Ungereimtheiten meines Inneren (Körperlich und psychisch), die mich schon lange beschäftige, zu kommen.

Deshalb interpretiere ich diesen gegenwärtigen, noch nie dagewesenen und nicht ganz angenehmen Zustand mal als die Geburtswehen von etwas Neuem möglicherweise Großem ...

Der Gedanke, was wohl die Ärzte sagen und tun würden, wenn ich mit diesem Problemen zu ihnen kommen würde, erheitert mich ...
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Kechari 2

Beitragvon kashiraja am Sa 12.04.2014 18:08

Heute, vier Wochen, nachdem ich Kechari 2 abgesetzt hatte und zwei Wochen nachdem ich das erste Mal ohne Hilfe der Finger in Kechari zwei gekommen war, hab ich es relativ mühelos geschafft, vor der Meditation am Morgen, also gleich nach dem Aufwachen, in Kechari 2 zu gehen und es ging auch gleich ganz anderes zur Sache ... (In den letzen Tagen gings immer während der Kriya-Phase hoch)

Das mit dem steifen Hals hatte sich erfreulicherweise auch bald wieder gelegt, nachdem ich dem Kern des Problems, sprich dem schlampigen Meditieren und dem einen starken Energiestrom in die Augen gesehen habe. Latent ist dieses Problem weiterhin vorhanden, wenn ich ihm keine Aufmerksamkeit schenke. So wird die Meditation zu einem Regelmechanismus, durch den ich immer angehalten bin, auf Qualität zu achten.

Von etwas Großem merke ich nichts. Allerdings reicht es mir schon, dass sich das mit dem steifen Hals gegeben hat. Die spirituelle Entwicklung ist halt doch ein allmählicher Prozess, bei dem sich die Anstrengungen jeden Tag schön langsam zu etwas Großem aufsummieren. Allerdings scheint mir die Entwicklung eher exponentiell zu verlaufen. "Wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, dem wird noch genommen, was er hat ..."

Das Leben, die Evolution und auch die spirituelle Entwicklung kann man als Weg der Befreiung aus Abhängigkeiten betrachten. Oft ersetzt man nur eine Abhängigkeit durch eine höherwertigere. Hier hab ich mich aber von der Abhängigkeit gelöst, für Kechari 2 die Zuhilfenahme der Finger Finger zu gebrauchen. Das fühlt sich schon mal viel besser an.

Ich kann jetzt fast zu jeder Zeit und völlig unauffällig in Kechari 2 gehen und es ist auch interessant zu beobachten, in welchen Situationen und unter welchen Bedingungen es die Zunge förmlich nach oben in Kechari 2 zieht.
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So meditiere ich

Beitragvon kashiraja am Mo 09.06.2014 21:49

Das Meiste hiervon habe ich bereits am 23. Mai geschrieben und es bezieht sich auf den 2. Eintrag der "Pilgerreise nach Russland": viewtopic.php?f=7&t=155

Das mit der Hierarchie hat sich bewährt, obwohl es nicht mehr so zieht, wie bei der ersten Entdeckung. Ich habe damit weitergearbeitet und festgestellt, dass der Ton definitiv nicht an oberster Stelle kommt, wenn da ein Gedankenstrom im Gang ist.

Meine Meditation war schon immer etwa so, nun kann ich das aber genauer beschreiben:

Zuerst dauert es eine Weile, bis ich mir bewusst werde, was ich eigentlich will – Stille und welchen Weg ich dazu einschlagen muss.
Ich versuche immer wieder, mich nur auf den Klang zu konzentrieren und wenn mir das gelingt, fühle ich eine vollkommene Entspannung und ich gelange dahin, worauf Yogananda schon am Anfang seiner Lehrbriefe hinweist: alles Wissen über die irdische Existenz, Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart loszulassen, d.h. zu vergessen und nur in diesem Ton aufzugehen. Anfangs überwiegen die Gedankenströme, d.h. ich spiele noch etwas, was mich beschäftigt gedanklich durch, später werden die Anteile des Aufgehens in den Klang größer (wozu es bei manchen Meditationen aber auch gar nicht kommt).

Und das ist dann ähnlich wie bei einem Computerspiel, bei dem es Angreifer gibt, die diese Burg der Glückseligkeit, des Festhaltens und Aufgehens in Om stürmen wollen (diese sind der Atem und der Herzschlag, die immer wieder „versuchen“ Gedanken loszuschlagen, um mich auf die Reise des „Unbewusstseins“ zu schicken) und denen das auch immer wieder gelingt. Dann ist da wieder eine Phase des Gedankenstroms und ich spüre, wie mit dem Gedankenstrom auch gleichzeitig die Energie (anfangs kaum spürbar, im laufe der Meditation aber immer intensiver) schmerzhaft an der rechten Hüfte abfließt. Der Schmerz erinnert mich daran, dass ich mich wieder konzentrieren soll und dass ich ja eigentlich meine Konzentration auf Om halten will oder besser in diesem Klang aufgehen will. D.h. ich beginne die Festung wieder zurückzuerobern und sie diesmal länger in Besitz zu halten und die Angreifer beharrlich abzuwehren.

Über den Schmerz in der Hüfte kann ich auch hinweggehen. Da spüre ich dann nichts mehr. Es zeigt sich dann aber später immer, dass sich sehr viele Inkrustationen gebildet haben, etwas was ich überhaupt nicht will.

Man kann sich länger auf dem Om-Thron oder in der Om-Festung halten, wenn man sich des Herzschlags und der Atmung bewusst ist. Beim Herzschlag ist das nur Beobachten und bei der Atmung eignet sich Hong Sau sehr gut. Da das Mitzählen vor den Kriyas bis 20 schon wieder Gedanken sind, hab ich es aufgegeben, weiß aber auch nicht, wie lange, d.h. wie viele Atemzüge ich mich beim Klang halten kann.

Deshalb habe ich heute mal vor dem Kriya das Atem-Zählen bis 20 in der Form gemacht, dass ich bei jeder Atmung dem Klang eine Einfärbung mit der entsprechenden Zahl gegeben habe. Das hat sich, glaube ich, bewährt.

Dann hab ich ein paar normale Kriyas gemacht und 12 der 4. Initiation und das war auch das Maximum bei meinem derzeitigen Konzentrationsniveau. Der (leichte) Erinnerungsschmerz (dass ich mich während der Meditation besser konzentrieren soll, d.h. länger mit dem Om-Klang und weniger lang mit Gedanken sein soll) ist groß genug. (Wenn dieser übermäßig wird, spüre ich ihn noch am nächsten Tag in der Meditation und er wird immer stärker, damit auch die Inkrustation, und es gibt keine Möglichkeit den abzubauen, außer dass ich mal mit den Kriyas aussetze, d.h. nur ein oder zwei machen, damit sich das wieder löst.)

Damit zusammen (d.h. mit aufgestauten Inkrustationen) hängt wohl auch, dass ich das dritte Auge noch nicht gesehen habe, seit ich zur Reise aufgebrochen bin und ich erinnere mich nicht, dass ich in den Jahren (auf die sich mein Schlafen im Auto inzwischen bereits summiert) jemals das dritte Auge gesehen habe. Wenn ich mich bei Yoni-Mudra stärker auf das dritte Auge konzentriere fühle ich den Schmerz an der Hüfte (Ausfließen von Energie) ansteigen und lasse davon ab, weiter zu intensivieren.

Dann bin ich da noch auf einen zweiten Spiel-Level gekommen, d.h. einen höheren Schwierigkeitsgrad, der sich eigentlich aus den Prinzipien des Kriya-Yoga ergibt. Vielleicht ist das auch die 5. oder 6. Einweihung, die man ja nur vom inneren Guru bekommt. Da das alles selbstregulierend ist, d.h. niemand das so einfach nachmachen kann, wenn er sich nicht bis zum Hören des Om-Klangs hingeschult hat, geb ich das auch mal an dieser Stelle kund.

Der nächste Spiel-Level besteht darin, dass man mit dem Aufgehen in Om von einem Chakra zum anderen wandert, sich auf den Klang des Chakras konzentriert oder besser in diesem aufgeht, dabei mit Hong-Sau den Atem im Auge behält und den Herzschlag vielleicht so einsetzt, dass mit jedem Schlag das jeweilige Chakra einen leichten Massage-Schlag versetzt bekommt – ohne dass man sich dabei in der Konzentration berühren lässt ... Gleichzeitig drückt die Zunge in Kechari nach oben in Richtung drittes Auge und die Augen bleiben beim Licht.

So etwas kann man natürlich auch als gedankliche oder Visualisierungsübung machen und da wird es wohl auch eine Wirkung zeigen. Allerdings ist das was ganz was anderes, als das, was man in dieser von mir beschriebenen Art des Seins und Einheitsbewusstsein tut.

Dafür braucht man eine ziemliche Konzentration und es kommt schnell zu Inkrustationen.
Aber es ist (für mich) sehr viel interessanter als ein Computerspiel, weil es sich erstens sehr gut anfühlt und man danach geistig seelisch und körperlich völlig frisch ist (ohne irgendwelche äußeren Hilfen, also völlig selbstbestimmt und “selbstherrlich“).

Bis zu den Kriyas ist der Körper ganz unbeweglich und da reagiere ich auch auf keinen Mückenstich oder wie heute Hitze im Auto. Ich habe schon geschwitzt (was auch der Prompter war, mal mit den Kriyas anzufangen) und dann erst nach den Kriyas die Autotür geöffnet.

Wenn das von jedem einfach nachzuvollziehen wäre, hätte ich nun eine Geschäftsidee und könnte diese Meditationsform zur Beglückung aller, die sich dafür interessieren, vermarkten. Das ist glaube ich auch der Weg, wie die vielen Schulen entstehen, doch da möchte ich nicht mitmischen, da das eine ganz persönliche Reise für jeden ist und jeder auf alles wahrscheinlich selbst und auf eine jeweils eigene Weise draufkommen muss, bleibt das also nur dem Tagebuch „anvertraut“.

Das ununterbrochene Abarbeiten von Übungen, wie es von Shibendu vorgegeben ist, erfordert zu viel Kopfarbeit. Ich gebe mich der Energie hin und lass mich von ihr führen, bis ich immer tiefer hineinkomme. Die Techniken nutze ich, um damit zu einem Abschluss zu kommen, von einem tiefen Meditationsniveau aus den Energiefluss anzuregen und den gewonnen Zustand einzufrieren, damit er möglichst lange am Tag weiterträgt. So reicht es mir auch einmal an Tag tief hineinzugehen …
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Re: Mein spirituelles Tagebuch

Beitragvon parvati am Mo 23.06.2014 21:04

vielleicht magst du ja mal Kopfatmung ausprobieren..bei mir hatte das sehr viel bewirkt..

das was du so beschreibst kenne ich..ich bin dann mehr auf den Klang des oms und in das göttliche gefühl, Fühlen gegangen..das half..Brachman, Poruscha genieße ich seitdem viel mehr..immer mehr wird mir bewusst, dass das obere auch das untere, das innere auch das äußere ist

gedankengeblubbere hab ich auch noch..ab und zu..ich lass es einfach blubbern

was bedeutet es das 3. auge oder so wie du es nennst zu sehen?

darf ich fragen wie du mit deiner "Lust" umgehst und zu was da Yogananda geraten hat?

oft verbirgt sich hinter Technik, ein Ziel, ein Punkt, eine Suche..erhebt also wieder ein Ding zu Gott..eigentlich ist das ganze nur ein Loslassen
und wenn du dir Heilige wie ananda mai ma ansiehst..die machten ihre Kryas wie von selbst..-göttliche Führung eben

alles Veränderliche ist Samsara;)..aber das wirst du sicher wissen
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Antwort auf Nachricht von Parvati

Beitragvon kashiraja am Mo 30.06.2014 16:49

Hallo Parvati,

was ist Kopfatmung, sagt mir wenig. Ich mache manchmal das Wirbelsäulen-Bastrika nur in Bereichen des Kopfes ...

Zu einer ähnlichen Frage zum dritten Auge hab ich bereits ziemlich was geschrieben: z.B 21.1

Die Lust ist eigentlich immer da (bei so viel Energie, die man durch die Techniken in sich hineinholt, finde ich das ganz natürlich) zumindest in der Form der Neigung zum anderen Geschlecht. Das beherrscht aber nicht und ist eher passiv und in Absprache mit den höheren Welten, bereit für seltene Gelegenheiten, dann aber in der Form des Tantra, dazu auch an anderer Stelle.

http://www.fyue.de/forum/viewtopic.php?f=12&t=81

Das Verausgaben ist nichts Spirituelles. In der Regel steigt das Gegenüber ohnehin bei den Vorgefechten aus. Den Job überlasse ich dann auch gerne Leuten, denen Spiritualität nicht so wichtig ist ...

Yogananda hat zur Lust in den Lehrbriefen in ein oder zwei Lektionen deutlich was gesagt. Soweit ich mich erinnere, plädiert er für Moderation und dass man die Sexualität in den Dienst des Familienzusammenhangs stellt.

In der SRF-Organisation war er für die Trennung der Geschlechter, weil er offensichtlich wusste, dass die Sexualität auf dem spirituellen Weg immer ein Thema ist.

Ich frag mich auch, ob Yogananda nicht auch irgendwann einmal sexuelle Erfahrungen sammeln musste. Es gibt dazu aber keine Überlieferungen - außer einiger übler Nachrede, die aber, wie es aussieht, nur Verleumdungen sind.

Es ist auch sehr gut möglich, dass man als Avatar gar keine sexuellen Erfahrungen sammeln muss, womit wir bei der Jungfräulichkeit Mariens wären ...

Die Technik loslassen kannst du erst, wenn du sie völlig beherrscht und sie assimiliert hast. Es gibt da sehr viel Geschwafel über das Loslassen von allen möglichen unberufenen Leuten, bei denen ich eher annehme, dass sie noch niemals die wegspülende Wirkung einer richtigen Kriya-Technik erfahren haben.
Wenn du eine Kriya-Technik losgelassen hast, bist du dann - nach meiner Einschätzung - bereit für die nächste Einweihungsstufe (d.h. die nächsthöhere Potente Technik) und diese wird dich auch erst mal wegspülen und da geht es zunächst nicht um Loslassen sondern nur um das Finden eines Halts in sich ...

Bevor eine Kriya-Technik richtig wirkt, muss man sich erst vorbereitet haben. Die meisten Leute lassen aber bereits die vorbereitenden Techniken los, bevor sie jemals eine wirkliche Kriya-Technik-Erfahrung haben.

Anandamoyima und andere Heilige haben meiner Ansicht nach in einigen Inkarnationen sehr viel Kriya geübt um sie dann in der Inkarnaiton, in der sie als Heilige auftreten, nicht mehr üben zu müssen oder nur noch kurzzeitig, um wieder in das früher schon mal erreichte hineinzuwachsten ...
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