Mein spirituelles Tagebuch

Stelle hier beliebiges aus eigener Creation aus: Bilder, Videos, Texte (auch Blocks), Musik,etc.

Schmerz dein Freund und Helfer

Beitragvon kashiraja am Mi 10.08.2016 17:48

Ich habe noch nie ein Schmerzmittel genommen und kann nicht verstehen, warum man das braucht. Der Schmerz ist doch mein Freund und Helfer. Wenn ich mich verletzt habe oder wenn sonst irgendein Problem in meinem Körper auftritt, zeigt er mir, nicht nur wo ich meine Aufmerksamkeit hinwenden muss, er zeigt mir auch sehr umfänglich, wie ich mit der Verletzung oder Problem umgehen muss, welche Art von Bewegungen ich machen darf und welche ich besser unterlassen soll. Grundsätzlich zeigt er mir an, dass etwas nicht in Ordnung ist und dass Handlungsbedarf besteht. Schmerz wird nur dann zum Problem, wenn man mit ihm nicht richtig kommuniziert, nicht auf ihn hört, ihn unterdrücken will oder ihn mit irgendwelchen unlauteren Mitteln abstellen will. Das ist so, als würde ich die Nachricht, dass in meinem Haus ein Feuer ausgebrochen ist, löschen und unbeirrt weiterwursteln, anstatt mich schnurstracks um das Löschen des Brandes zu kümmern.
Vom Schmerz, ob körperlich oder seelisch, kann man viel lernen.
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ICH BIN das dritte Auge

Beitragvon kashiraja am So 21.08.2016 14:07

9.8.16
Heute wurde mir das erste Mal richtig klar, dass ich Om, das Licht vom dritten Auge und das dritte Auge selbst bin, dort also gar nicht hinschauen muss, sondern von dort den Körper und die Welt beobachte und den Körper ruhig machen lassen kann. Bisher habe ich immer gemeint, ich müsse den Körper dazu bringen, nicht mehr zu schnaufen und ohne Herzschlag auszukommen. Nun sehe ich, dass ich den Herzschlag und das Atmen, die ständig neue Gedanken losschlagen, ruhig machen lassen kann. Wenn ich mich mit dem Bewusstsein, dass ich das nicht bin, vielmehr das Licht und der Ton vom dritten Auge, im dritten Auge zur Ruhe setze, dann kann ich mich leichter vom Körper lösen und mich intensiver auf das dritte Auge konzentrieren.

Atemlosigkeit und Herzschlaglosigkeit ist weiter ein Symptom für das Erreichen einer besonderen spirituellen Verwirklichung. Doch erreicht man dies wohl nicht mit Atemübungen und der Konzentration auf Herz und Atmung, sondern durch ein sich Versenken im dritten Auge und ein Vergessen von Herz und Atmung.

Denn leider ist, wie das so üblich ist, von meiner letzten Einsicht zum Dritten Augen nach einigen Wochen kaum noch irgendeine Wirkung übrig.

Die Einsicht von heute wurde vermutlich auch durch meine Beschäftigung mit Yoganis Selbstanalyse (Ab Lektion 322) induziert. Das ist auch etwas Normales, dass das in Büchern Gelesene oder von sonst wo her Aufgenommene in den Meditationen tiefer verstanden wird und dann neben der tieferen Einsicht auch zu einer Verbesserung der Praxis führt. Deshalb ist es auch ratsam, sich regelmäßig neuen spirituellen Impulsen auszusetzen, ob man da liest, Vorträge hört, mit spirituellen Menschen zusammen ist, in einem Aschram lebt, etwas davon ist wichtig.
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12-Pod wird zum 10-Pod

Beitragvon kashiraja am So 21.08.2016 14:18

10.8.16
Das von gestern ist hoffentlich eine bleibende Einsicht. Damit bin ich heute schnell tief hineingekommen. Im Grunde ist diese Einsicht, dass ich Om, das dritte Auge, das Licht des dritten Auges bin und da nicht draufzuschauen brauche, weil ich das bin und von da aus den Körper, die Gedanken, Gefühle und die Welt betrachten, beobachten und erforschen kann, wie das Umschwenken der Sichtweise auf ein Bild, das zwei Dinge darstellt, z.B. eine Alte und gleichzeitig eine junge Frau.
Wenn man das einmal sehen kann, dann bleibt das ja auch. Gleichzeitig wurde mir klar, dass damit zwei meiner Zwölfpodpunkte, den Willen Gottes zu tun und alles aus Liebe zu tun, hinfällig wird. Denn wer kann mir bestätigen, dass ich den Willen Gottes tue und wer, dass ich alles aus Liebe tue. Wenn ich aus dem Bewusstsein der Einheit mit dem dritten Auge heraus lebe, ist das optimal eingepasst in den göttlichen Plan der Welt, das Beste, was ich für Gott erwirken kann, gleich welche Urteile ich selbst oder irgendjemand anders darüber fällen mag.
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7-Pod bleibt übrig

Beitragvon kashiraja am So 21.08.2016 14:26

11.8.2016
Da tut sich schon was. Diese Einsicht, dass ich das dritte Auge, das Licht und der Ton bin, darf aber zu keiner Autosuggestion werden, das führt nur wieder zu Inkrustationen. Die alte Sichtweise ist mir gar nicht mehr möglich. Es fühlt sich auch etwas so an, wie wenn man an einen Ort kommt, von dem man schon viel gehört hat, z.B. im Geschichtsunterricht und dann sagt man sich, ach so sieht das aus, schon ein bisschen anders als ich mir das vorstellte.
Angenehmes Drücken der Konzentration im Kopf und viele Fragen: Wo bin ich wirklich? Was bin ich wirklich? Wer isst denn da, wer hat da Hunger etc.. Das sind jetzt keine theoretischen Fragen mehr, die von außen gestellt werden. Die Fragen sind virulent und stellen sich selbst.
Durch diese Abkürzung von eingebildeten Umwegen in meinem Bewusstsein scheint auch eine erhöhte Effektivität in allen Funktionen dieses Bewusstseins verbunden sein, so dass ich hoffe, meine Suche und das Finden könnte sich beschleunigen ...
Es ist ein Anpassungsprozess an eine neue Wirklichkeit, die ich gerade durchlaufe und ich fühle mich noch ganz neu hier ...
Da ich Licht und Ton selbst bin, bleibt von meinem 12-Pod nur ein 7-Pod übrig: Herzschlag, Atmung, Zunge Richtung drittes Auge, Augen Richtung drittes Auge, Chakrenstütze für das 1., 4.-5. und 7.-8. Chakra.
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Europa Center des Diamantweg Buddhismus - Ole Nydahl- Sommer

Beitragvon kashiraja am So 21.08.2016 14:37

11. - 14. August 2016 Europa Center des Diamantweg Buddhismus, Karma-Kagyü-Schule, die letzten vier Tage des zweiwöchigen Sommercamps.

Auf diese Veranstaltung wurde ich aufmerksam, weil seit Jahren darüber in meiner Heimatzeitung berichtet wird und ich hegte schon lange den Wunsch, einmal daran teilzunehmen, die Energie zu spüren und Windschatten davon zu meditieren.
2013 hatte ich zur Vorbereitung auf die Phowa das Stuttgarter Zentrum besucht und mir die vorbereitende Meditation mit erforderlicher 100 000-maliger Mantrawiederholung beibringen lassen, dann aber gemerkt, dass das Mantra-Wiederholen für meine eigene Meditation kontraproduktiv ist.

In diesem Jahr passte es terminlich, ich meldete mich bereits im Juni an und nun trifft es sich besonders gut (dachte ich), weil ich aufgrund der Drittes Auge-Erkenntnis einen deutlichen Meditationsmangel fühle. Dass man das Auto auf der Wiese eines Kuhdorfes namens Akams in 4 km Entfernung abstellen muss, um danach mit dem Shuttle auf’s Gelände zu kommen, hört sich umständlicher an, als es ist, und so komme ich am Donnerstag kurz nach sechs abends auf dem Gelände an, stelle mein Zelt auf und mache gleich einen Rundgang durch die riesige Anlage. Der Diamantweg Buddhismus hat 2007 einen Gutshof mit rund 8 Hektar (zum Gutshof gehören fast 50 Hektar Land, das teilweise verpachtet ist) umgebende Fläche 100 Meter oberhalb des Sees bei Immenstadt mit Blick in die Alpen erworben. Dies ist das Weltzentrum der Bewegung. Hierher wird jährlich für zwei Wochen zum Sommercamp eingeladen. Rund 25 Meter oberhalb des Gutshofes, zu dem sich inzwischen ein Gebäudekomplex mit Übernachtungsmöglichkeiten für kleinere und größere Gruppen gesellt, sind die Versorgungseinrichtungen für das Sommercamp untergebracht. Im letzten Jahr waren bis zu 7500 Menschen anwesend, dieses Jahr weniger. Ein langes Zelt bildet den Speisesaal mit einigen Verkaufstheken für Sonderwünsche (wie Bier, Wein, Pizza, Kuchen, Cappuccino, Obst, etc), daneben in einem Extrazelt die Küche und Essensausgabe, Bürozelte. Zwei Waschzelte mit Duschgelegenheiten für jeweils 8 Frauen oder Männer und mehrere Sanitäreinrichtungen sind auf dem Gelände verteilt. In dem hügeligen Areal noch einmal 30 Meter nach oben steht das im letzten Jahr eingeweihte riesige Meditationszelt, das mindestens viermal so groß ist, wie das große Zelt des Yoga-Festivals in Berlin die letzten Jahre. Es dürfte bei enger Belegung mindestens 2000 bis 3000 Menschen fassen.

Auf dem gesamten Gelände vom Gutshof bis nochmal einiges oberhalb des Meditationszeltes haben Teilnehmer dort, wo es einigermaßen eben ist, ihre Zelte aufgestellt. Stellenweise wurden wie bei Weinbergen oder Reisterrassen diese Ebenen in den Hängen angelegt.

Um 21 Uhr beginnt in der Meditationshalle eine einstündige angeleitete Meditation mit Visualisierungen, die mich nicht interessieren. Wie bei Yoga Vidya herrscht nach einer Einleitung Stille und meine Hochachtung steigt vor diesen Buddhisten, die ohne Gesang und anderen Schnickschnack fast eine ganze Stunde durchmeditieren. Da ich schon vorher anfange und danach lange weitermeditiere, sehe ich nicht, was genau abläuft und wie gut das Zelt belegt ist.

Als die Leute aufstehen, wundere ich mich jedoch sehr, dass am anderen Ende der Halle Musik aufgelegt wird, die für mich nur unter die Kategorie Krach fällt. Hinter mir treffen sich Teammitglieder im Sound und Videomonetoringbereich und es fällt immer wieder das Wort Whisky. Nach der Meditation arbeite ich noch am Computer und gehe dann um ein Uhr (ich hatte gehofft, bis dahin würde Ruhe einkehren) zu meinem Zelt. Wie ich schon vermutet habe, wird zu der Diskomusik nicht nur getanzt. Es werden auch alle Arten alkoholischer Getränke konsumiert. Auch im Speisesaalzelt scheint noch mächtig was los zu sein. Auch von dort wird noch um diese Uhrzeit das Gelände mit Krach beschallt ...
Die negativen Eindrücke setzen sich fort, als ich am nächsten Morgen mal während der Meditationszeit von 10 bis 11 Uhr die Augen öffne und in die Runde schaue. Von den 3000 Teilnehmern, die hier sein sollen, sitzen nur rund 100 bei der Meditation ...

Wo bin ich denn da nur hingeraten, denke ich mir. Eine spirituelle Energie ist auf dem Gelände spürbar, aber sonst scheint mir sehr vieles an spirituellen Prinzipien in dieser Bewegung nicht umgesetzt, was wieder die Regel zu bestätigen scheint: Je größer, je mehr Menschen zulaufen, desto unreiner – zumindest heute noch ...

Am Nachmittag um 15 Uhr folgt dann der Auftritt Lama Oles. Es sind über zwei Stunden der Fragenbeantwortung und zum Teil auch Vortrag und rudimentäre Interpretation eines buddhistischen Gurndlagentextes. Die Vortragsweise ist relativ uninspiriert und monoton. Allerdings ist Ole bei der Fragenbeantwortung sehr natürlich und offen. Zur Frage, was er von Tattoos hält, antwortet er z,B.: »I think, it`s stupid.« Menschen würden Tatoo-Moden folgen, sich selbst damit ein Schild aufdrücken und das höchste an Verrücktheit sei es, wenn dann Tattoos selbst zum Gesprächsstoff werden. Auch höre ich heraus, dass er gegen den Islam eingestellt ist. Ein Nachfragen bei seinen Jüngern ergibt, dass Ole schon lange vor dem Islam als einer Gefahr für unsere freiheitliche Zivilisation warnt und dass einige hohe Lamas der Linie sogar dazu raten in die AfD einzutreten oder sie zumindest zu wählen.
Um 20 Uhr hält dann Tomec, ein polnischer Gefährte und Schüler Oles seit 1982 einen fast dreistündigen Vortrag über die 2007 an Krebs verstorbene Frau Oles, Hannah. Die Informationen daraus und die anfängliche Lektüre dreier Bücher von Lama Ole komplettieren für mich das Bild. Es war Oles Lebensaufgabe, den tibetischen Buddhismus im Westen bekanntzumachen (wahrscheinlich war er die letzten Inkarnationen tibetischer Buddhist). Er hat sicher etwas Verwirklichung, aber besonders viel gestehe ich ihm nicht zu. Auch das, was er öfter betont, seine tibetischen und nepalesischen Meister seien verwirklicht gewesen, nehme ich ihm, nach dem, was ich inzwischen hier alles gesehen habe, nicht ab. Viel wahrscheinlich ist es, wie ich das schon so oft gesehen habe, dass da wieder mal einige Eiferer aufgrund ihrer eigenen Beschränktheit, dort Verwirklichung sehen, und sich vor den Karren spannen lassen, wo keine Verwirklichung ist, denke ich noch.

Aber Morgen Samstag 13 Uhr soll ja ein hoher buddhistischer Meister, Lopon Dorji Rinchen aus Buthan, kommen und eine Einweihung geben.
Zunächst folgt jedoch noch eine lange Nacht ...

Nach Tomecs Vortrag gehe ich in das Speisezelt, wo noch Suppe serviert wird. Eine Band gibt ein Rockkonzert und die Rotweinflaschen schwappen nur so über den Tresen. Am großen Glascontainer hinter dem Küchenzelt sehe ich am nächsten Tag, das Ausmaß. Jeden Tag scheinen ein Viertel des Containers mit vornehmlich Rotweinflaschen gefüllt zu werden.
Ich gehe wieder um ein Uhr Schlafen. Die Party geht jedoch lange weiter. Um halb vier wache ich auf, weil sich neben meinem Zelt gerade ein Mann und eine Frau laut unterhalten. Nach einiger Zeit, will ich schon fast protestieren, sage mir aber, dass ich ja nur zum Beobachten hier bin und setze mich auf zur Meditation. Die Geschichte der zwei nimmt dann auch ihren Lauf, das Gespräch auf Englisch verstummt bald und später wird ein unterdrücktes Stöhnen hörbar. Nach rund eineinhalb Stunden verabschiedet sich die Frau. Es ist zwar interessant, auch so was mal mitzuerleben, dass dies aber gerade auf einem spirituellen Festival geschieht, hatte ich nicht erwartet. Das ist auch ein allgemeiner Eindruck, den ich gewinne, dass hier Sexualität und sexuelle (Kurz-)Beziehungen eine wichtige Rolle spielen.

Es wird schon hell und die Party unten im Speisesaalzelt ist immer noch am Laufen ... Ich habe Mühe wieder einzuschlafen. Um 8 stehe ich dann auf, weil heute endlich die Sonne lacht, und entschließe mich über Waldwege nach Akams zu laufen, um das Fahrrad und noch andere Kleinigkeiten aus dem Auto zu holen.

Um 10 Uhr zur Meditation (heute mit mehr Teilnehmern) bin ich wieder zurück und platziere mich direkt vor die Bühne. Hier habe ich Gelegenheit, die drei auf dem Podium Meditierenden zu beobachten. Die Herren und Damen kommen niemals zur Ruhe, ständig bewegen sich ihre Lippen, die Augen wandern, von Versenkung ist nichts zu merken. Wahrscheinlich leiden wie ich auch alle anderen hier an Schlafmangel und das rezitieren von Mantras und andere körperliche Aktivitäten (z.B. das endlose Bedecken einer glänzenden Metallfläche mit kleinen (Edel-)Steinen und wieder freiwischen) hilft hier gut, gegen das Einschlafen.

Irgendwie passt das aber alles ins Bild. Eine Organisation, die zwar relativ gute Lehren hat, deren Methoden sich aber auf der Oberfläche des Geistes bewegen. So ist es kein Wunder, wenn die Anhänger noch viel mit den Äußerlichkeiten des Lebens zu kämpfen haben.

So erwarte ich also nicht viel von dem Höhepunkt des Wochendes: Ein Rinpoche soll einen Besuch abstatten und eine bestimmte lebensverlängernde Einweihung durchführen. Zu diesem Anlass reisen auch wieder viele Schüler an, so dass sich das große Zelt bis zu seinen hinteren Ecken füllt. Am Eingang erhält man ein Kuvert mit einem Bild eines stilisierten Buddhas. Ich sitze wieder ganz vorn (was gar nicht so einfach ist, weil die Claims abgesteckt sind) und die hinter mir Sitzende macht mich darauf aufmerksam, dass man das Bild behalten könne, in das Kuvert könne man eine Spende für den Meister geben. Ich entscheide mich, zumindest einen kleinen Betrag zu geben, 5 Euro, denn wenn jeder der Anwesenden 3000 nur 5 Euro spendet, dann kommt da eine beträchtliche Summe zusammen.

Zuerst treffen dann zwei junge Zeremoniendiener ein, die die Bühne für die Zeremonie vorbereiten und sie mit einigen Gegenständen bestücken. Bis der Rinpoche nach einiger Zeit eintrifft, wird ein tibetisches Mantra rezitiert. Das Tibetische hört sich ganz anders an als Sanskrit, das Mantra klingt aber gut.

Als der Meister dann eintrifft, setzt er sich dann auf einen extra für ihn hergerichteten thronähnlichen Aufbau, spricht zum Publikum und zieht seine Zeremonie durch. Ein polnischer Schüler, Arthur, übersetzt aus dem tibetischen ins Englische (vom Englischen wird von Simultanübersetzern in 9 europäische Sprachen übersetzt). Das meiste sind Floskeln und schöne Worte mit der Terminologie des Diamantweges. Das ist alles nichts Außergewöhnliches. Allerdings spüre ich ganz deutlich einen starken spirituellen Druck im Gehirn, der schon enorm ist, und der mich nun doch davon überzeugt, dass die tibetischen Meister nicht ohne sind und dass das, was Ole über sie sagt, sehr wohl wahr sein kann. Neben äußerlichen Techniken gibt es dort sehr wahrscheinlich auch potente innerliche ...

Nach der Zeremonie kommt der Rinpoche von seinem Thron herab, läuft die nach Anweisung gebildeten Reihen in der Halle ab und segnet jeden mittels Berührung mit einem Gegenstand (Reliquie?) Und jeder bekommt auch noch Gaben (ein Goldbändchen, ein paar Tropfen Safranwasser, ein paar Tropfen Wein und Prasad in Form von einigen Stücken Süßigkeiten). Ole folgt dem Rinpoche nach und segnet ebenfalls.

Da diese Arten von Segnungen wohl schon oft praktiziert wurden und sie gut wie Fließbandarbeit mit vielen Helfern organisiert sind, sind die 3000 Menschen nach einer Stunde gesegnet. Was mir aber auffällt: Die meisten scheinen gar nicht zu schätzen, was sie empfangen haben. Der Lärmpegel ist hoch, kaum einer meditiert, wie eigentlich die Anweisung lautet.

Am Abend stellen sich dann drei Schüler Oles, die jeweils schon mindestens 20 Jahre auf dem Diamantweg sind und inzwischen auch unterrichten, den Fragen der im Zelt Anwesenden zu Übungen, persönlichen Problemen, Lehrer Schüler-Verhältnis etc. Das geschieht recht kompetent und der reiche Wissensschatz des Buddhismus wird deutlich. Allerdings lassen die Fragen auch den Rückschluss zu, dass die Schüler hier das nach außen tragen, was jeder eigentlich mit seiner Meditationspraxis selbst lösen sollte. Die Schüler berauben sich so nur ihrer Motivation, tiefer und mehr zu meditieren.
Während die Veranstaltung noch läuft, in der darauf hingewiesen wird, dass Ole sich zur Zeit in Zurückziehung (Retreat) befindet (wie er am nächsten Tag erklärt, nach Aufforderung seiner Lehrer und wegen drohender starker Veränderungen auf der Erde in diesem Jahr), beginnt im Speisesaalzelt schon wieder die Party. Ich bin wegen der gestrigen Nacht den ganzen Tag schläfrig und lege mich bald ins Zelt. Als ich um fünf aufwache, wird immer noch gefeiert.

Zum Abschluss stellt sich Ole am Sonntag von 11:30 Uhr bis 15 Uhr nochmal den Fragen der Teilnehmer, leistet gemeinsam mit den Anwesenden das Bodhisattwa-Gelübde und leitet die 8. Karmapa-Meditation an, nach meinem Empfinden eine Phantasiereise, auf die ich mich nicht einlasse.

Weil ich die ganzen Tage auf dem Gelände keine einzige gute Meditation hatte und nach der Donnerstagabendmeditation sogar fast ganz die Anwendungen von Kriya-Techniken einstellte, dachte ich schon, dass ich hier nicht mehr so bald wieder herkommen würde. Doch als ich am Tag nach Verlassen des Geländes, also am Montagmorgen einen deutlichen und starken Energienachklang spürte, erinnere ich mich an Yoga Vidya. Bei meinem ersten Aufenthalt dort wurde meine Meditationsenergie ebenfalls von der lokalen Energie überlagert und ich lernte erst ab dem zweiten Aufenthalt, mit den Energien umzugehen und sie richtig zu nutzen. Die folgenden Tage gewann ich noch deutlicher den Eindruck, dass ich in den 4 Tagen sehr gesegnet wurde.

Noch einige Anmerkungen:
Grundsätzlich bin ich immer gerne bereit, bei spirituellen Organisationen mitzuarbeiten und zu helfen. Die abartige Musik, die gerade in der Helfer-Community beliebt zu sein scheint, verleidete mir das aber hier und ich schlug bis auf eine Kleinigkeit alle Einladungen aus. Da ich bei Yoga Vidya und beim Yoga-Festival hauptsächlich über die Arbeit mit Leuten in Kontakt komme bahnt sich hier kaum etwas an.

Das Essen ist einfach. Vieles ist dem übergeordneten Ziel der Effizienz untergeordnet. Es gibt keine Wahlmöglichkeit (außer dass man sagen kann: Viel von dem, wenig von dem, von dem nichts). Von den rund 10 Essensausgabestellen sind 2 vegetarisch gewesen, wenn es nicht ein einheitliches vegetarisches Gericht gab. Ein Verganer kommt dort in Schwierigkeiten. Es ist auch nicht so mit Liebe gekocht (zumindest fand ich das Essen nicht so bekömmlich wie bei Yoga Vidya), obwohl das Kochteam einen ziemlichen Spaß zu haben scheint.

Eine allgemeine Nachtruhe wäre sicher sehr sinnvoll für die spirituelle Praxis. Da es kaum ruhige Plätze auf dem Gelände gibt, werde ich beim nächsten Mal, auch wenn ich äußere Hilfsmittel gerne vermeide, vielleicht Ohropax mitnehmen oder mich zumindest auf die im Vergleich zum Yoga doch eher wilde Atmosphäre dort besser einstellen.

Die Buddhisten kennen zwar offiziell keinen Gott, doch wird hier »der Raum« wie Gott im Yoga (Hinduismus) und anderen pantheistischen Weltanschauungen verwandt.

Wahrscheinlich sind auf dem Diamantweg jene, die den spirituellen Pfad ernst nehmen und möglicherweise keinen Alkohol trinken, frühzeitig zu Bett gehen, etc (so standen einige dann auf, als die anderen noch gar nicht zu Bett gegangen waren) auch in der Überzahl. Doch wenn von 3000 Anwesenden nur 1000 meinen, sie müssten auch oder gerade auf demSommercamp die Sau herauslassen, dann nimmt man von den restlichen 2000 kaum noch etwas wahr.
Sehr schön ist die Internationalität des Camps. Deutsche sind sicher in der Überzahl, doch viele Teilnehmer kommen aus Nord- und Südamerika, aus Australien, Ungarn, Bulgarien, Spanien, Polen, Russland, England, Tschechien, etc.
Das Preis-Leistungsverhältnis beim Sommercamp schneidet gegenüber dem Minimalpreis bei Yoga Vidya für die Nacht (Zelt oder Schlafsaal) sehr schlecht ab. Trotz eines höheren Preises (regulärer Preis 40 Euro), kann das Essen überhaupt nicht mithalten, und einiges kostet extra, was bei Yoga Vidya inbegriffen ist (z.B. Obst). Bei Yoga-Vidya im Schlafsaal trotzt man leicht jeder Witterung, beim Sommercamp wird es manchmal sehr nass und auch sehr kalt im Zelt.
Bei Yoga Vidya kann man in die Yoga-Stunde gehen. Die Diamant-Buddhisten praktizieren das Niederwerfen. Diese Übung erscheint mir aber als viel weniger spirituell effektiv, als die Asanas.
Yoga-Vidya versteht sich als spiritueller Treffpunkt aller Richtungen, hat zwar einen Meister, aber jeder ist willkommen und es werden dort auch verschiedene Richtungen multipliziert.
Beim EC ist die Ausrichtung klar auf den Diamantweg, auch wenn es dort keine Mitgliederkontrolle oder einen Ausweis gibt. Wer die Gebühr bezahlt, bekommt ein Bändchen und darf teilnehmen.

Lama Ole ist ein ganz anderer Typ als Sukadev vom spirituellen Niveau her aber schon vergleichbar. Lama Ole liebt nicht nur die Frauen, auch sportliche Betätigung (z.B. Boxen). Bei seinem 88 Fallschirmsprung 2003 hatte er zu spät auf den Höhenmesser gekuckt und so landete er sehr hart, was er kaum überlebte. An den vielen Verletzungen daraus wurde lange herumgedoktert. In seiner Haltung sind aber immer noch Spuren sichtbar. Ole fährt auch gern Motorrad und hat inzwischen wieder eine attraktive Frau geheiratet, die er offensichtlich zufriedenzustellen weiß. Auch die starke Verbreitung von Rockmusik und Alkohol in dieser Richtung scheinem auf Ole zurückzugehen. Wenn er nicht mehr ist, wird sich da möglicherweise was ändern.
Trotz seiner 75 Jahre scheint mir Lama Ole noch grenzenlos Energie zu besitzen und sieht auch noch jung aus. Die Gründung von 620 Diamant-Zentren weltweit und des EC sind eine stolze Lebensleistung. Ich bin froh, ihn nun etwas näher kennengelernt und mehr über sein Leben erfahren zu haben. Lama Ole ist ein interessantes und sympathisches Phänomen, das ich gern auf mich wirken lasse. Die 4 Tage hinterlassen bei mir einen stärkeren Eindruck, als ich vermutet hatte. Einen schnellen Überblick über sein Leben, Denken und seine Persönlichkeit erhält man aus seinem Buch »Nützlich sein«.

Am dritten Tag nach dem Festival habe ich erst wieder eine tiefe Meditation. Die Erkenntnis vom Sein des dritten Auges ist mir bei den Diamantbuddhisten verloren gegangen und muss ich mir erst wieder erarbeiten. Ich scheine nun aber auf eine höhere Ebene zu kommen. Es stellen sich neue und tiefgründigere Fragen wie: »Wie entstehen die Gedanken?« Infragestellung von allem. Bei den Diamant-Buddhisten scheine ich doch eine Transformation durchgemacht zu haben. Ich plane schon die nächste Teilnahme, um dem allen mehr auf den Grund zu gehen.

2014 hatte ich anlässlich des buddhistischen Dzongchen Retreats in der Nähe von Moskau mit einem Russen gesprochen, der an dem Sommercamp schon mal teilgenommen hatte. Er bezeichnete den Diamantweg Buddhismus Lama Oles als für ihn zu oberflächlich. Für mich hat der Diamantweg Buddhismus Oles eindeutig mehr spirituellen Gehalt.

Das EC bietet gute Voraussetzungen für ein spirituelles Festival. Es wurde bereits durch Spenden für Millionenbeträge ausgebaut. Allerdings ist es noch entwicklungsfähig und wird in den nächsten Jahren sicher noch weiter verschönert. Die großen Meditations- etc. Zelte werden jedes Jahr auf und wieder abgebaut.
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Der glaube an den einen Gott - die eigene Evolution

Beitragvon kashiraja am Di 30.08.2016 12:32

28. August
Bei allem Glauben in allen Religion ist der Wesenskern die Anbetung der aufsteigenden Energie im eigenen Inneren, ob bewusst oder unbewusst, direkt oder indirekt. Der nach außen projizierte Gott/Göttin/Götter oder auch nur Ideal (womit auch Ideologien oder Unternehmungen unter dem Phänomen zu fassen sind), ob viele oder wenige, ist nur ein Hilfsmittel, das Aufsteigen der Energie in der Wirbelsäule, die konform geht mit den evolutionären Tendenzen im Menschen, zu stärken.
Der Glaube an den einen Gott ist insofern ein Fortschritt, weil er mit der Einsicht korrespondiert, dass es sich nur um ein einziges Phänomen handelt.
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Wichtigste Voraussetzung für eine gute Meditation

Beitragvon kashiraja am Di 30.08.2016 12:41

Eine wichtige Einsicht, die eigentlich ganz logisch ist und mir schon lange klar ist, mir aber heute besonders bewusst wurde und womit ich heute besonders gut arbeiten konnte: Alle Gedanken, die sich auf die Außenwelt, auf andere Menschen, Ereignisse etc. beziehen, sind für die Meditation unproduktiv. Deshalb ist die einzige richtige Einstellung für eine gute, sinnvolle Meditation: Alles um mich herum ist vollkommen, alle Menschen, denen ich jemals begegnet bin oder begegnen werde sind vollkommen, woran ich zu arbeiten habe, bin nur ich selbst. Das schafft Gedankenberuhigung und führt zu tieferen Einsichten.
Deshalb haben alle Gedanken an die Außenwelt nur den Sinn, zu der Einsicht zu gelangen, dass die Außenwelt vollkommen ist, wozu manchmal aber leider die Meditationszeit nicht ausreichend ist.
Richtig meditieren kann man also nur, wenn man mit der ganzen Welt Frieden geschlossen hat.
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Kriya-Yoga-Einweihung von Shibendu Lahiri 2016

Beitragvon kashiraja am Sa 17.09.2016 10:06

16.9.
Am letzten Wochenende habe ich wie im letzten Jahr eine Kriya-Einweihung mit Shibendu Lahiri in Bad Meinberg organisiert und die Einweihung in Thokar erhalten. Thokar ist vergleichbar mit der 3. bzw. 4. Kriya-Einweihung der SRF. In Thokar, wie in allen Techniken des Kriya Yoga, offenbart sich die tiefe Weisheit des Kriya Weges. Die Technik ist in der Tat um einiges komplizierter als das, was die SRF lehrt. Deshalb ist es wohl wahr, dass Paramahansa Yogananda die Techniken vereinfacht hat. Er hat sie aber genial vereinfacht. Denn die Techniken der SRF sind auch sehr wirkungsvoll und dank Yogananda erlebe ich nun einen zweiten Frühling in meiner Liebe zum Kriya-Yoga. Amantrak und Samantrak, die höheren Kriya-Techniken der letzten beiden Jahre bei Shibendu Lahiri waren eine Vorbereitung auf Thokar. Amantrak ist die reine Aufmerksamkeitsführung. Samantrak ist die Aufmerksamkeitsführung zusammen mit einem Mantra und bei Thokar kommt noch eine Bewegung des Kopfes hinzu. Das Übungsprogramm für die nächsten Jahre und gleichzeitig die Voraussetzung für die nächste Initiationsstufe ist, dass man von 1*36 bis 36*36 Thokars, jede dieser Stufen mindestens 4 mal übt. 36*36 in einer Meditationssitzung ist der ausgewachsene Thokar. Für ihn braucht man 5 bis 8 Stunden.
Nachdem ich die letzten Tage die Thokar eingeübt habe, waren heute die ersten 36 Mal dran. Die Wirkung ist enorm. An 36*36 muss man den Körper langsam gewöhnen und das kann Jahre dauern.
Für mich war deutlich erkennbar, wie ich mich im letzten Jahr verändert habe. Mein Verhältnis zu Shibendu Lahiri muss mitwachsen. Die kuschende Unterwürfigkeit kann ich nicht mehr so ohne Weiteres zeigen und ich war froh, dass ich jemanden hatte, die sich um Guruji kümmerte. Ich habe ihm deutlicher meine Meinung gesagt, das kann aber nur sehr diplomatisch geschehen.
Ich habe mich lange genug mit einem nicht inkarnierten Guru begnügt. Auch wenn Shibendu Lahiri einem Yogananda das Wasser nicht reichen kann, hat ein persönlicher Lehrer doch sehr viele Vorteile.
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Zählen beim Yoga, Hong Sau mit Om

Beitragvon kashiraja am Sa 17.09.2016 10:20

Beim Kriya-Yoga wie in vielen anderen Yoga-Stilen kommt man immer wieder in die Verlegenheit, zählen zu müssen, bei den einen sind das Mantren oder besser Mantras, Atemzüge, Anzahl der Technikausführungen, beim Kriya Yoga sind das meist Kriyas. Als Hilfsmittel für das Zählen werden oft Gebetsketten, indisch Malas, empfohlen. Bei den Christen kommt die Gebetskette beim Rosenkranz zum Einsatz und auch die Muslime verwenden eine Gebetskette, wie ich gesehen habe. Dabei sind das Rosenkranzbeten und sicher auch die Anwendung im Islam nur besondere Formen des Bhakti-Yoga.
Ich habe die Verwendung einer Gebetskette mehrmals versucht, doch immer kam ich zu dem Schluss, dass mich das vom Inneren wegführt, dass es mir zu äußerlich ist. Lange habe ich nur das Zählen im Geist praktiziert. Bei den Kriyas von Shibendu Lahiri orientiere ich mich dabei an der Wirbelsäule, d.h. ich wandere die Wirbelsäule beim Zählen hinauf und hinunter und wende auch noch mithilfe von Kechari III das wechselseitige Verschließen der Nasenlöcher von innen her an, um nicht so leicht in Verwirrung zu geraten, wenn die Zahlen größer werden.
Beim Atemzählen bis 20 oder 50, das ich vor und zwischen Techniken mache, um auf ein Stille- und Konzentrationsniveau zu kommen und dieses zu messen, hab ich bisher einfach durchgezählt. Heute hab ich mal ausprobiert, mich auch bei diesem an den Chakren zu orientieren, bin also für 20 mit jedem Atemzug ein Chakra weiter das Rückgrat rauf, runter und rauf gewandert. Das erleichtert das Zählen. Gleichzeitig energetisiert das aber so stark und regt die Chakren so stark an, dass ich gar keine andere Technik mehr braucht. Werde damit mal weiterarbeiten und vermute mal, dass sich das mit der Energetisierung dann auch mal wieder legt.
Einen weiterer Turboeffekt erziele ich, wie es aussieht, mit der Verwendung von Om, Om statt Hong Sau. Bisher bin ich den SRF Bija-Mantren bei der Hong-Sau-Technik treu geblieben. Doch das Om beim Einatmen und beim Einatmen macht nun deutlich was her und ich gewöhne mich um.
Es gibt ja solche Doldies, die sich über die SRF und Yogananda beschweren, weil sie dort nur vereinfachte Techniken lernten und angeblicherweise mit diesen nicht weiterkamen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Die SRF ist eine ideale Vorbereitung für den Hard-Core Kriya Yoga und ich bedauere jeden, der diese Vorbereitung nicht genießt. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man leicht das ganze Potenzial aus den originalen Kriya-Techniken ziehen kann, wenn man nicht die Vorbereitungsstufe der SRF durchlaufen hat.
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Ist die AfD eine spirituelle Organisation?

Beitragvon kashiraja am So 07.05.2017 13:31

Diesem Beitrag habe ich Anfang Mai 2016 begonnen zu verfassen und habe immer wieder daran gearbeitet. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich ihn noch vor meinem Abflug nach Buenos Aires im Herbst 2016 in das spirituelle Tagebuch kopierte, was ich hiermit nachhole.


Ich habe mich lange gescheut, diesen Beitrag zu veröffentlichen und ganz auszuarbeiten (man merkt auch, dass ich mich ständig versuche zu rechtfertigen). Inzwischen bin ich mir jedoch ziemlich sicher, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde. Konkret: Ich bin in die AfD eingetreten, weil ich meine, dass in Deutschland einiges schief läuft und auch wenn ich gerne meine Unabhängigkeit bewahrt hätte, musste ich leider einsehen, dass ich als Einzelkämpfer völlig marginalisiert bin und nicht das bewegen kann, was ich im Rahmen einer Partei bewegen kann, die in den mir zur Zeit wichtigen Punkten auf meiner Linie liegt.

Ich scheine mich damit vielleicht oberflächlich betrachtet, von der Spiritualität zu entfernen. Doch wie immer, seitdem ich mich vor über 30 Jahren auf den spirituellen Pfad begeben habe, kommt bei mir die Spiritualität an erster Stelle und ich nutze das Äußere nur, um meinen spirituellen Fortschritt (und damit den der Welt) zu maximieren. D.h., meine äußeren Aktivitäten motivieren mich dazu mehr und intensiver zu meditieren, meine spirituellen Übungen zu machen und an mir selbst zu arbeiten.

Nach diesen einleitenden Worten zurück zur Frage der Überschrift, die mir gekommen ist, als ich am Programmparteitag in Stuttgart vom 30. April bis 1. Mai 2016 teilgenommen habe (damals noch als Pressevertreter, weil vom Antrag bis zur Mitgliedschaft viele Monate vergehen können).

Dieser Gedanke, dass die AfD eine spirituelle Organisation sein könnte, liegt wahrscheinlich jedem fern. Allerdings sprechen für mich inzwischen einige Indizien persönlicher Erfahrung dafür, dass diese Frage möglicherweise mit Ja beantwortet werden muss.
Wie komme ich auf diesen Gedanken?

Mein eigener Kontakt mit Asylbewerbern in meinem Ort (von den 50 sind vielleicht 5 daran interessiert, Deutsch zu lernen) hatte mich Anfang Januar 2016 zur Überzeugung gebracht, dass die Bundesregierung und insbesondere Frau Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik dabei war, Deutschland an die Wand zu fahren. Diese Bedrohung wurde durch die Schützenhilfe Österreichs erst mal abgewehrt. Meine eingehendere Beschäftigung mit dem Islam, nachdem ich Sabatina James bei Lanz sah, ergab, dass diese frühmittelalterliche Religion mit angezogener Reformbremse nicht nur für die gesamte Welt, sondern auch für Deutschland ein ziemliches Problem darstellt.

So sah ich mich also plötzlich mit meinen Überzeugungen in Übereinstimmungen mit der AfD.

Ich bin die letzten beiden Jahre nach Russland gefahren, um mir ein eigenes Bild von dem Land zu machen, um nicht nur das glauben zu müssen, was mir die Presse vermittelt, genauso wollte ich mir also auch die AfD etwas aus der Nähe anschauen und nicht dem in der Presse vermittelten Bild vertrauen.
Zuerst ging ich zu einem AfD-Vortrag zur Flüchtlingspolitik Ende Januar 2016 in Neuburg von Andreas Strixner, der sich noch mehr als ich in der Flüchtlingshilfe engagiert. Der Vortrag war rein sachlich und informativ und nach meinem Empfinden sehr gut. Aus verschiedenen Gründen (da mir schon damals klar wurde, dass die AfD wahrscheinlich in Deutschland eine bestimmende Kraft werden würde, ich hoffe da etwas Spiritualität mit einbringen zu können, meinen Ideen ein Sprachrohr zu verleihen und wili ich andererseits auch nichts dagegen hätte, mal in den bayrischen Landtag oder den Bundestag gewählt zu werden, etc.) stellte ich danach schon bald den Mitgliedsantrag bei der AfD, obwohl ich noch lange im Zweifel war, ob das auch eine richtige Entscheidung ist. Doch das Schlimmste was passieren könnte, sagte ich mir, war, dass ich bald wieder austreten würde, wodurch ich aber ein erneutes Zeichen setzen könnte, nun gegen die AfD, falls sie sich wirklich als untragbar erweisen würde.
Tatsächlich kam zwei Monate keine Reaktion von der AfD und ich sagte mir schon, das sei ein Zeichen Gottes, vielleicht sind die doch etwas ausgrenzend und wollen mich wegen meiner Yoga-Aktivitäten nicht aufnehmen. 25 Jahre zuvor war ich aus der JU ausgeschlossen worden, weil ich es gewagt hatte, den verdammenden Parolen über die Scientology etwas entgegenzuhalten. Ich wollte es dabei bewenden lassen, auch wenn ich fühlte, dass meine Energie, nachdem ich mich mehr und mehr über den Islam informierte und mir klar wurde, dass da in Deutschland was grundfalsch lief, in politische Aktivität drängte.
Dann erhielt ich Ende März 2016 doch einen Anruf und die Einladung zu einem Parteistammtisch, an dem ich am 3. April 2016 auch teilnahm. Zur Vorbereitung hatte ich schon den Entwurf des Parteiprogramms durchgelesen und nur wenige Punkte gefunden, wo ich grundlegend etwas einzuwenden hatte, fand es aber sehr verlockend, dass man auf den Entwurf noch Einfluss nehmen können sollte. Auf jeden Fall wollte ich am Programmparteitag in Stuttgart teilnehmen, um noch mehr über das Innenleben dieser Partei zu erfahren. Da ich aber noch keine Mitgliedsnummer (diese bekam ich erst Anfang Juli 2016 zugeteilt) und noch weniger einen Mitgliedsausweis hatte (und ich auch immer noch Zweifel hatte, ob ich wirklich aufgenommen werden würde) konnte ich nur mit Hilfe einer kleinen Trickserei, bei der mir besonders ein geknüpfter AfD-Kontakt hilfreich war, als »Pressevertreter für den FYÜ-Verlag« an dem Parteitag teilnehmen, mich aber so auch nicht an der lebhaften Diskussion beteiligen.
Den ersten Eindruck, den ich nach Passieren mehrere Polizeiabsperrungen gewann, war, dass die Parteimitglieder (zumindest diejenigen, die zum Parteitag angereist waren) zum überwiegenden Teil aus respektablen, kompetenten, gebildeten Persönlichkeiten bestehen. Von den rund 20000 Mitgliedern waren rund 2000 anwesend. Sieht man im Fernsehen Berichte über die AfD, gewinnt man eher den Eindruck, dass man die Anhänger mehr zum Abschaum der Gesellschaft rechnen müsse, was mich im Vorlauf auch daran zweifeln ließ, ob ich da überhaupt teilnehmen sollte. Da ich aber in Stuttgart sowieso etwas zu erledigen hatte (Bewerbung des neuen spirituellen Romans aus meinem Verlag »Wilders Geheimnisse«), ich danach in Maria Rain bei Yoga Vidya ein paar Tage mithelfen wollte, etc., passte diese Station sehr gut in meine Rundreise und ich bin nun sehr froh, dass ich an dem Parteitag teilgenommen habe.

Nachdem ich in dem Gewühl einen passablen Sitzplatz gefunden hatte und auf den sich um 90 Minuten hinauszögernden Beginn wartete, spürte ich wiederholt einen Schmerz in meinem Herzen. Da ich das in der Regel nie habe, beunruhigte es mich schließlich so, dass ich, obwohl ich meine vollgültige Morgenmeditation bereits abgeschlossen hatte, noch einmal in die Stille ging und da dann bald merkte, was los war. Ich nahm einen unheimlich großen Energiestrom wahr, nicht geringer, als ich ihn an verschiedenen heiligen Stätten der Welt erfahren hatte, mindestens so groß wie in Rom im Petersdom oder bei Yoga Vidya. Ich rang also mit intensivem Einsatz von Kechari-Mudra II mehrere Stunden damit, den Energiestrom richtig zu kanalisieren (d.h. ich blieb einfach mit geschlossenen Augen regungslos auf meinem Stuhl in Meditationshaltung sitzen. Danach fühlte ich mich wieder wohl in meiner Haut, blieb aber den ganzen Tag der Veranstaltung in starker meditativer Stimmung.
Hätte ich ein Stimmrecht gehabt und hätte mitdiskutieren können, hätte ich mich dafür eingesetzt, dass der Passus: Der Islam gehört nicht zu Deutschland geändert wird. Denn dieser Passus ist genauso unsinnig wie die pauschale Aussage der Bundeskanzlerin, der Islam gehöre zu Deutschland. Da in Deutschland Religionsfreiheit gilt und das Grundgesetz oberste Priorität hat, gehört jede Art von Religion zu Deutschland, auch der Islam, aber nur insoweit er mit dem Grundgesetz übereinstimmt. Das würde eine Diskussion über die Inhalte des Islam anstoßen, mit der Folge, dass viele Menschen, die heute noch meinen, der Islam sei eine Religion wie viele andere, sich vielleicht schön langsam davon überzeugen würden, dass man vom Islam in Europa einige deutliche Reformen einfordern muss.
Die spirituelle Kompetenz in der AfD ist wahrlich nicht sehr groß. Die meisten dort dürften Atheisten sein, wie mir auch jemand verklickerte.
Am zweiten Tag spürte ich in der Morgenmeditation immer noch den Nachklang der starken Energie. Als ich mich wieder im Saal befand, diesmal ganz vorn in der vierten Reihe, war das Bedürfnis, nochmal zu meditieren nicht mehr sehr groß und ich konzentrierte mich fast den ganzen Tag auf das Geschehen um die Verabschiedung des Parteiprogramms. Die spirituelle Energie war jedoch immer noch spürbar groß.
Nach meinen Erfahrungen mit spiritueller Energie an heiligen Orten, geht diese spirituelle Energie, die für mich im Rahmen dieses Parteitags eindeutig wahrnehmbar war, entweder auf die Energiesetzung durch einzelne spirituelle Personen (Heilige, Avatare), die Spiritualität der versammelten Personen oder der »Zugabe« aus den himmlischen Sphären (aufgestiegene Meister, Engel, Throne, Mächte, Gewalten etc.) oder durch ein Zusammenspiel der drei Faktoren mit unterschiedlichem Anteil zurück,
Kleine Nebenbemerkung: Bei dem Parteitag traf ich zufällig einen ehemaligen Klassenkameraden aus Gymnasialzeiten, damals unser unangefochtener Klassenprimus, heute Publizist, Autor, Mitglied bei den Republikanern ebenfalls als Pressevertreter wohl der Jungen Freiheit, wo regelmäßig Artikel von ihm erscheinen,

Was ich während der zwei Tage von dem Parteileben mitbekam, überzeugte mich, dass die politischen Einstellungen der AfD nicht radikaler sind als diejenigen der CDU vor 25 Jahren (damals war ich mehrere Jahre in Stuttgart Mitglied bei JU und CDU und auch zeitweise aktiv). Nur die Basisdemokratie, die Diskussionskultur, die Befreiung von Filz erscheint mir in der AfD sehr viel spritziger und angenehmer.
Natürlich gibt es fremdenfeindliche Tendenzen innerhalb der Partei und Verschiedenes, was mir gegen den Strich geht. Doch innerhalb der Partei besteht eine Streitkultur, die zu fast allen Themen offene Diskussionen zulässt und gegensätzliche Meinungen sind Voraussetzungen für gute Diskussionen.

Auch die Nachwirkung des Parteitags in Form eines deutlich wahrnehmbaren angestiegenen Energieniveaus bestätigte meine Erfahrung vom ersten Tag, dass hier etwas außerordentliches stattgefunden hat, wobei ich immer noch rätsle, was nun der wirkliche Grund für meine Energieerfahrungen ist.

Warum war dort also die Energie so stark.
Zwei Theorien:

1. Für die geistige Welt ist diese Partei so wichtig, dass sie diese durch besondere Lichtgaben zu stärken versucht. Dann bräuchte die Partei nicht spirituell zu sein, würde aber von der geistigen Welt für gewisse Zwecke benutzt.
2. In dem frischen, ideologielosen Denken des überwiegenden Teils der Anwesenden offenbarte sich doch eine gewisse Spiritualität. In diesem Fall müsste die AfD als spirituelle Partei bezeichnet werden, was aber bedeuten würde, dass der Begriff Spiritualität weit gefasst wird. Da aber jeder Mensch Gottes Licht in sich trägt, ist es gar nicht verwunderlich, dass in jeder Gruppierung, ob Partei, Verein, Fanclub, Berufsgenossenschaft, Konzertbesucher, Festivalteilnehmern etc. auch in kleinerem oder größerem Maß Spiritualität vorhanden ist, die sich durch die Masse der Teilnehmer potenzieren kann.

Für mich zumindest war dieser Parteitag eine spirituelle Veranstaltung erster Güte und ich bin nun überzeugter, dieser Partei beizutreten, um auch mitdiskutieren zu können. Allerdings sind da ja noch die Linksradikalen, die es sich zur Aufgabe machen, nicht nur mit Gewalt eine demokratische Versammlung zu verhindern, sondern auch die Mitglieder der Partei tätlich anzugreifen oder deren Besitz zu schädigen. Es ist schön, dass man heutzutage mit einem Yoga-Vidya-Aufkleber herumfahren kann, ohne fürchten zu müssen, dass man dadurch einen Gewaltakt provoziert. Ein AfD-Aufkleber wirkt da ganz anders.
Auf jeden Fall werde ich bei nächster Gelegenheit wieder eine AfD Großveranstaltung besuchen, um meinen gemachten spirituellen Erfahrungen weiter auf den Grund zu gehen.

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Inzwischen bin ich wirklich offizielles Mitglied mit Ausweis und war auch schon auf mehrere Veranstaltungen. Die unmittelbaren spirituellen Erfahrungen dabei hielten sich in Grenzen. Allerdings sind die indirekten spirituellen Erfahrungen wichtig, weil diese Tätigkeit neue Herausforderungen und Ziele für meine persönliche Entwicklung bieten und somit auch die Motivation, tiefer, länger und intensiver zu meditieren. Und genauso wie jeder Ausländer und jeder Muslim ist jedes AfD Mitglied in erster Linie ein mit dem göttlichen Funken begabter Mensch und keinesfalls das Monster, als was einige Politiker und Pressevertreter sie hinstellen.
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AfD-Fortsetzung und Thokar

Beitragvon kashiraja am Di 16.05.2017 15:17

Es ist ja schon einige Zeit her, dass ich etwas in mein spirituelles Tagebuch geschrieben habe, obwohl es da schon einiges zu notieren gegeben hätte. Da ich aber in die Politik schnupperte und beabsichtigte eine öffentliche Person zu werden, sah ich es als geraten an, etwas leiser zu treten.
Anlässlich des AfD-Parteitags in Köln, der wiederum Anlass zu sonderbaren Erscheinungen war, schaute ich wieder in das Tagebuch und merkte, dass ich den Beitrag zum letztjährigen AfD-Parteitag in Stuttgart noch gar nicht veröffentlicht hatte.
Was sich seither getan hat, fasse ich hier grob zusammen.

Da ich mich noch bevor ich daran dachte, in die AfD einzutreten, ab Oktober 2016 für eine 7-monatige Amerikareise entschieden und dazu auch schon den Flug gebucht hatte, war eine Bewerbung für den Bundestag erst mal ausgeschlossen. Aus vielen Gründen, die aus den Videos selbst hervorgehen, fühlte ich mich jedoch gedrängt, über den Islam aufzuklären, legte vor meiner Abreise einen YouTube-Kanal namens »Islam unzensiert« an und veröffentlichte darin 29 Videos, die jedoch wieder Erwarten kaum Anklang fanden.

Nachdem ich aufgrund woanders beschriebener Vorfälle

viewtopic.php?f=7&t=222

von der 7-monatigen Amerika-Reise bereits nach zwei Wochen wieder zurück war, suchte ich darin natürlich auch einen Sinn zu finden und gelangte auch aufgrund anderer »göttlicher Zeichen« zur Vermutung oder Überzeugung, dass ich für den Bundestag kandidieren sollte mit der Hoffnung, dass es für mich vielleicht schon vorbestimmt sei, in ihn einzuziehen. Ich dachte auch, dass es relativ leicht sei, über die AfD in den Bundestag zu kommen.
All das hab ich in Abstimmung mit der göttlichen Welt gemacht und auch meine Übungen eingesetzt, um die nicht wenigen motivationalen und psychologischen Hürden zu überwinden. Entscheidend scheint mir auch ein sonderbarer Vorfall im Wald am 8. Dezember 2016 gewesen zu sein, als mir beim Holzmachen ein Ast auf den Kopf fiel, so dass ich eine 10 cm lange Platzwunde und ein gestauchtes Rückgrat davontrug und mehrere Stunden nicht wusste, ob ich das überleben würde oder nicht. Ich denke auch, dass ich das nicht überlebt hätte, wenn ich nicht Yoga-Übungen wie den Kopfstand machen würde. Am Tag zuvor hatte ich 144 Thokars gemacht und war noch völlig energiegeladen.
Dieser Vorfall vermittelte mir die nötige Demut, um überhaupt sinnvoll in den Kandidatenprozess einzusteigen.

Ich kandidierte Mitte Januar 2017 bei der Wahl zum Direktkandidaten meines Wahlkreises, ließ mich in den Vorstand des Kreisverbandes als Schriftführer wählen und übernahm dort weitere Aufgaben und engagierte mich stark. Obwohl ich nicht zum Direktkandidaten gewählt worden war und deshalb die Chancen für einen guten Listenplatz eher gering waren, bewarb mich schließlich auch bei der Listenaufstellung Ende März und Anfang April 2017. Die Kunde, dass sich da ein komischer Vogel, der für die Verbreitung von Yoga eintritt, in der Partei ist, hatte sich bei Parteimitgliedern bereits herum gesprochen. Wie sich das aber bei einer Wahl auswirken würde, darüber war ich mir unsicher.
Meine Ziele für die politische Arbeit waren:
1.Aufklärung über die hetzerischen und gewalttätigen Grundlagen des Islam und Forderung, dass sich Mohammedaner eindeutig von diesen massiven hetzerischen Inhalten ihrer Pseudoreligion und den vielen gewalttätigen und verbrecherischen Aspekten ihres »Vorbildes« Mohammed lossagen müssen, bevor ihnen eine Zukunft in unserem oder irgendeinem zivilisierten Land eingeräumt werden kann.
2. Die Deutsche und europäische Politik krankt an fehlendem spirituellem Wissen, ohne dieses kann man in der heutigen Zeit keine zukunftsträchtigee Entscheidungen mehr treffen und begründen. Wenn die sozialistische materialistische Denke des deutschen und europäischen Establishments von Links-Partei bis CDU meint, sie müsse unbedingt Multikulti und eine Durchmischung der Rassen fördern, ohne Rücksicht auf das, was dabei herauskommt, dann geschieht das in Ignoranz der Tatsache, dass das göttliche Gesetz ohnehin schon für eine gesunde Durchmischung sorgt, indem sie die Reinkarnation von Seelen in anderen Zivilisationen, Rassen und Kulturen fördert, sobald eine Seele dazu bereit ist und es einen Sinn für die individuelle Seele und die aufnehmende Zivilisation hat (ich selbst war sehr wahrscheinlich vor dieser Inkarnation noch nicht in der europäischen Kultur inkarniert). Die modernkommunistische gleichmachende Durchmischungsförderung in vermeintlich modernen Ländern wie Schweden und Deutschland ist zivilsationsgefährdend und führt langfristig zu einem stark durch den Islam beeinflussten Einheitsbrei.
Vorsichtig etwas spirituelles Wissen in die Politik zu bringen scheint aber noch verfrüht. Wenn man seine Entscheidungen mit Reinkarnation und geistigen Gesetzen begründet, wird man als Spinner diffamiert, versucht man sie ohne diese zu begründen, erscheint man als rechts (was heute gleichbedeutend mit rechtsextrem oder böse ist).
3. Ich hätte mich auch gerne für die Förderung von vielfältiger Spiritualität in Deutschland eingesetzt, nicht zuletzt für die Weiterführung und den Ausbau des Yoga-Festivals in Berlin, von dem ich hoffte, man könne es zu einem europäischen Kumbha-Melsa entwickeln.

Als ich dann bei der Bewerbung (10-minütige Rede, 5 Fragen) um den 9 Listenplatz bei 9 Kandidaten von den rund 200 Stimmen außer meiner eigenen nur 1 weitere Stimme bekam, war klar, was man von mir hielt, und ich nutzte die am Wochenende darauf anstehenden Neuwahlen zum Kreisvorstand, mich aus der aktiven Arbeit (vorerst) wieder zurückzuziehen. (Es waren genügend Bewerber um Vorstandsposten anwesend und mir sind einige außerplanmäßige private und berufliche Aufgaben zugewachsen wie die Vorbereitung eines Retreats mit Shibendu Lahiri).

Es hat zumindest Saß gemacht und mir erlaubt einige unterschwellige Wünsche etwas auszukosten und natürlich habe ich mich selbst wieder besser kennengelernt.

An dem Delegiertenparteitag in Köln am 22./23. April nahm ich also nicht teil. Deshalb hat es auch etwas gedauert, bis ich eine Verbindung herstellte, als ich just am ersten Tag des Parteitags eine außergewöhnlich starke Energie spürte, die auch am folgenden Tag noch da sein sollte.
Für mich gab es schon bald keinen Zweifel darüber, dass diese Energie wieder mit dem AfD-Bundesparteitag zusammenhing, obwohl ich diesmal gar nicht anwesend war und er mich nur am Rande interessierte. Nachdem mir der Zusammenhang klar geworden war, verfolgte ich aber mehrere Stunden die Live-Übertragung im Internet.

Warum die höheren Welten ein Interesse am Gedeihen der AfD haben könnten, habe ich schon erörtert. Für den neuen Aspekt, dass ich in 400 km Entfernung die starke Energie spüre, finde ich diese Erklärung als wahrscheinlich:

Die höheren Welten können nicht beliebig in die weltlichen Geschehen dieser Erde eingreifen. Wenn da keine Empfänglichkeit da ist, zumindest von einigen wenigen (man denke an die drei Gerechten, die eine ganze Stadt retten), dann müssen sie sich da raushalten und dem Unglück seinen Lauf lassen.
Diese wenigen Aufgeschlossenen werden gebraucht, weil sie als Relaisstation dienen für die göttlichen oder himmlischen Energien, die auf eine Frequenz oder ein Niveau transformiert werden müssen, damit sie auf unserer Erde wirken kann. Das hat auch Ähnlichkeit mit dem elektrischen Strom. Vieles, was ich in der Meditation erlebe, kann in Analogie mit physikalischen Gesetzen erklärt werden. Z.B. viele Erscheinungen, die mir die Thokar-Praxis bringt. Die ständige Steigerung der Anzahl führt jedesmal zu einer Erhöhung des Energiestroms. Dieser Strom, der durch die Medulla Oblongata in den Körper eindringt oder wohl richtiger, der dort auf irdisches Niveau transformiert wird, drückt die Wirbelsäule nach unten und der Schüler ist damit beschäftigt oder lernt, zu verhindern, dass die Energien unkontrolliert durch die unteren Chakren ausströmen. Gleichzeitig ist festzustellen, dass kybernetische Energiegesetze verhindern, dass zu viel Energie die unteren Chakren hinausfließen. D.h., schafft man es nicht, den Ausfluss in den unteren Chakren zu verhindern, bremst man damit automatisch das Hereinkommen von Energie. So gibt es viele regelungsmechanische Erscheinungen im Zusammenhang mit der spirituellen Energie.
Alle spirituelle Übung, schon diejenigen in den einfachen Weltreligionen (normalerweise Bhakti-Yoga), sind Übungen mit deren Hilfe man die himmlischen Energieströme langsam zu beherrschen lernt.

Was ich aber ganz klar feststellen konnte, dass die AfD keine Partei ist, vor der man sich fürchten muss. Dass das in Wirklichkeit eine politische Kraft ist, die Deutschland, Europa und die Welt dringend nötig hat, dass aber leider die Medien und da voran der öffentliche Rundfunk ihre Macht missbrauchen, um bewusst oder unbewusst zu hetzen, Falschmeldungen und falsche Eindrucke zu vermeiden und was die Höhe ist, zum Widerstand aufzurufen, gegen etwas, das in unserem Land sehr notwendig ist.

Es wird Rassismus, ausländerfeindliche Motive, Hass und alles mögliche unterstellt und herbeigelogen (oft beruft man sich auf das Wahl- und Parteiprogramm, ohne irgendeine Ahnung zu haben was da wirklich drinsteht und ohne das selbst einmal gelesen zu haben), wo nur die eigene ideologische Verblendung und sektenähnliche Denke der eigenen Überlegenheit sowie die eigene Neigung und Sucht zum Hass dazu führen, dass die AfD als Feindbild aufgeladen wird, weil man sich alle anderen geeigneteren Feindbilder aus stupider politischer Korrektheit heraus verbietet.

Gerade die Rundfunkanstalten missbrauchen Gelder, die sie auch von AfD-Mitgliedern und Sympathisanten einziehen, d.h. sie bezahlen Menschen dafür, dass sie gegen die AfD hetzen und Unwahrheiten verbreiten.

Zugegeben es gibt komische Vögel in der AfD, die auch zu rechtslastig sind, diese sind jedoch nicht tonangebend in der Partei.

Thokar ziehe ich weiter durch und bin gerade bei 10*36. Das braucht alleine über eine Stunde, mit Vorbereitung und Nachbereitung sind das mindestens 3 Stunden. Dem Körper kann ich meist nur einmal die Woche eine zählende Meditation (das heißt, eine im Sinne des Übungsprogramms, das mindestens 144 Thokarsitzungen von 1*36 bis 36*36 umfasst) zumuten.
Thokar ist wirklich enorm. Das Übungsprogramm kann man nur meistern, wenn man sich einiges einfallen lässt, wie man es schafft bis zum Ende konzentriert zu bleiben.
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Etwas schief gegangen

Beitragvon kashiraja am Di 16.05.2017 15:45

Bei der letzten großen Meditation am 14. Mai mit 360 Wiederholungen von Thokar scheint etwas schiefgegangen zu sein. Eigentlich schien alles wunderbar. Ich hab das in 4 Stunden durchgezogen, ging dann zum Tag der offenen Tür einer neuen Firma in unserer Nachbarschaft, legte mich dann aber hin, schlief und fühlte mich, obwohl enorm energiedurchströmt ziemlich anders als ich wieder aufstand, mit leichten Schwindelgefühlen, Schwäche und Verfrorenheit. Nach zwei Tagen hat sich mein Zustand etwas gebessert und ich weiß noch nicht ganz genau, was da vorgefallen ist. Doch scheint es ein Übermaß von Energie zu sein. Ich hatte am Ende mit dem »Vater unser« und »Gegrüßet seist du Maria« als Ersatz des zwölfteiligen Mantras bei Thokar experimentiert das brachte enorme Energie -- aber wahrscheinlich zu viel. Die göttliche Energie aus der Meditation muss man in täglichen Aktiviäten in sinnvolle Bahnen lenken, vergleichbar Wasserrädern an einem Fluss. Mir kommt es nun so vor, als hätte eine torrenzielle Strömung alle von mir errichteten Wasserräder weggerissen. Die Energie ist da, doch die Umsetzung in sinnvolle Umlenkungsmechanismen muss ich erst wieder aufbauen.
Auch wenn das darauf hindeuten mag, dass ich mich zwanghaft zu wichtig nehme (schon 1986 an einem Landtagswahltag hatten wir damals noch in der I AM-Activity ein Retreat-Wochenende der Beeinflussung der Wahl im Sinne der geistigen Welt gewidmet, was ich als sonderbar ansah), hatte ich dieses Erlebnis am Tag der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Vielleicht wurde also meine Energie dort gebraucht ich hab auch bis 18:00 Uhr nichts gegessen, weil ich das als möglich ansah. Das Ergebnis deutet darauf hin ...
Eine andere Möglichkeit: Wegen eines Dachbodenausbaus muss ich zur Zeit viel körperlich arbeiten, dreimal die Woche sogar ab 8 Uhr morgens. Ich mag körperliche Arbeit von 2 bis 3 Stunden am Tag. Da meine Meditationen aber meist intensiv sind braucht es doch einige Zeit des Übergangs mit Lesen und anderer geistiger Arbeit um diesen reibungslos zu gestalten. Wenn ich nach einer guten Meditation gleich aufstehe, um körperlich zu arbeiten (und dann auch noch 8 bis 10 Stunden) führt das zu Verspannungen und da ich zu wenig Zeit zur Regeneration habe, könnte meine schiefgelaufene Meditation auch damit zusammenhängen..

Auf jeden Fall erlebe ich so etwas in meiner 32-jährigen Meditationskarriere das erste Mal.
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Wieder Herr im eigenen Haus

Beitragvon kashiraja am Di 06.06.2017 14:31

Nach 15 Tagen, am 22. Mai endlich wieder eine Meditation mit innerem Zugang zu Versorgung (Glück, Abwesenheit von Hunger und Durst, Gefühl der Selbstgenügsamkeit).
Ich spüre, dass meine Verbindung zur geistigen Welt wieder hergestellt ist, das äußert sich vor allem in Glückseligkeit im 7. und 8. Chakra. Jetzt fühle ich mich wieder als Herr über mein Leben, meinen Körper, meine Freude.
Am nächsten Tag gleich weiter mit 396 Thokars.

Ganz klar ist es mir noch nicht, was da vorgefallen ist. Am wahrscheinlichsten ist aber:

Ich habe statt des zwölfsilbigen Mantras OmnamoBhagavateVasudevaya auf die Chakren zum Schluss bei der Ausklangsmeditation die auf 12 aufgeteilten christlichen Gebete, das Vaterunser und Gegrüßet seist du Maria angewandt. Die minderwertige Technologie des Christentums ist wie Sand im Getriebe der Hochtechnologie indischer Weisheit.
Wenn es also heißt Ost und West müssten aufeinander zugehen, dann ist es sicher geraten, wenn der Westen einen Großteil des Weges bestreitet.

Eine weitere Ursache könnte die vielbesprochene und etwas nebulöse Kundalini-Erweckung gewesen sein.

Symptome in den 2 Wochen waren:

leichter Kopfschmerz. manchmal stechend.
Unregelmäßiger Schlaf. Schlafstörungen. Häufiges Aufwachen,
Starke Energiewahrnehumung.

Inkrustrationen an den beiden unteren Chakren. Das Ajna scheint keine Kontrolle mehr zu haben. Der Körper rebelliert, ist aufmüpfig, damit verbunden ist die Kappung der Verbindung zur göttlichen Freude.

Kein Zugang zu höhern Welten, Abgetrenntheit, fehlendes Gefühl der Glückseligkeit

Fühle mich ganz anders. Eigenverortung durch testen der Sinne. Mal wieder ein Eis essen. Süßes. Ist aber leicht zu durchschauen.
Lust auf Saures. Medium-Wasser.

Nach 8 Stunden körperlicher Arbeit, hinlegen, Gefühl, dass durch das dritte Auge alles kommen müse

Gefühl des Abgeschnittenseins vom Glückseligkeitsbewusstsein.

Viel Durst wenig Hunger.

Appetitlosigkeit. Vollessen wie früher ist nicht mehr. Antriebslosigkeit.

Sinne rühren sich. Gut, wenn man sie als geübter Asket in die Schranken weisen kann. Zu viel Durst, einfach nichts mehr trinken. Zu viel Hunger, einfach nichts mehr essen.

Erst allmählich merke ich, dass mich die Kohlensäure im Wasser dazu verführt, zu viel zu trinken. Lösung: ich trinke nur noch Leitungswasser, das ausreichende Qualität hat. So errichte ich schön langsam meine Herrschaft im eigenen Haus neu.

Nur der Sexualtrieb ist ganz still. Alles was damit zusammenhängt, liegt mir fern.

Viel körperliche körperliche Arbeit hilft mir relativ gelinde über diese Zeit.

Om
Vater unser, der du bist im Himmel
Gegrüßet seist du Maria
Na
geheiligt ist dein Name
voll der Gnaden
Mo
Dein Reich kommt
der Herr ist mit dir
Bha
Dein Wille geschieht
du bist gebenedeiht unter den Frauen
Gha
wie im Himmel
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus
Va
so auf Erden
der der Weg ist.
Te
Du gibst uns unser tägliches Brou
Heilige Maria
Va
und vergiebst uns unsere Schuld
Mutter Gottes
Su
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
bitte für uns Sünder,
De
Denn dein ist das Reich
Jetzt
Va
und die Kraft und die Herrlichkeit
und in der Stunde unsers Todes
Ya
in Ewigkeit. Amen
Amen
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