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Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Mit Blick durch die spirituelle Brille

Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Beitragvon parvati am So 28.09.2014 00:35

Osho hatte es von sich beschrieben und auch der Bestsellerautor Paolo Coelo sowie Yogananda von einigen Heiligen in seinem Buch beschrieben hatte, dass man in einigen Stadien der Gottverwirklichung nicht wirklich fähig sei einer Arbeit nach zu gehen.

Hier meine Frage..sollten Organisationen wie die SRF oder die "Purusha.de" solche Yogis bei diesen Stadien nicht unterstützen?
Oder wie seht ihr das?
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Re: Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Beitragvon kashiraja am Di 07.10.2014 17:01

Hallo parvati,
deine Fragesellung kann man entweder positiv oder negativ verstehen: Solche Menschen sollte man unterstützen oder solche Menschen sollte man nicht unterstützen. Ich tippe mal darauf, dass du meinst, SRF und andere sollten solche Menschen unterstützen.

Das ist aber meiner Meinung sowieso der Fall. Wenn man z.B. in der SRF eine bestimmte Position erreicht hat oder schon sehr viel für die SRF getan hat, dann bekommen diese Leute einen Freiraum, in dem sie ohne viel Arbeit oder ganz ohne Arbeit ihren Übungen nachgehen können. So war z.B. Durga Mata, die langjährige persönliche Assistentin/Dienerin/Helferin (oder wie man das nennen will) Yoganandas nach dem Mahasamadhi Yoganandas und dem Weggang von Rajarsi (James Lynn) so ziemlich freigestellt.

Ähnliches gibt es in den meisten spirituellen Organisationen. Wer es wirklich nötig hat und wer seinem Anliegen Nachdruck verleihen kann, der bekommt einen Freiraum. Allerdings wird es den Leuten auch nicht zu leicht gemacht. Viele kommen in keine dieser Vergünstigungen.

Doch wenn man wirklich mit Gott in engem Kontakt steht, wird der für einen treuen Diener immer Wege finden, diesem genügend Freiraum zu verschaffen, ohne dass er sich bei irgendeiner Organisation anbiedern muss - zumal so jemand nur die geringsten materiellen Bedürfnisse hat.
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Re: Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Beitragvon parvati am Mi 08.10.2014 22:20

seh ich auch so..aber man wird sehr sehr sehr dabei "geprüft" und muss wirklich loslassen und vertrauen können

dennoch schwach von solchen organisationen von der Liebe zu Gott zu schreiben..und im gegebenem Falle nicht zu unterstützen
..na wenn so jemand kids hat..kann der jenige noch so bescheiden sein..dennoch mit Vertrauen möglich

man hat sich wohl selbst von solchen Idealen was gesund und gut für sich und die Umwelt ist zu trennen
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Re: Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Beitragvon kashiraja am Mi 12.11.2014 11:52

Liebe Parvati,

mit dem "schwach von solchen Organisationen" wäre ich etwas vorsichtiger. Ich glaube, dass das schon alles seine Richtigkeit hat.

Die SRF z.B. lebt hauptsächlich von Spendengeldern (weil sie mit den Dienstleistungen, die sie anbietet, keine Gewinne erzielt oder diese sogar stark subventioniert) und zwar von solchen Leuten, die die Lehren Yoganandas so umsetzen, dass sie neben ihren spirituellen Übungen und Ausgaben für Lebensunterhalt für sich und Familie noch einen Überschuss erzielen, den sie an die Organisation abführen. Und diese sollte dann natürlich gewissenhaft mit den Spendengeldern umgehen.

Ich selbst bin einmal einer Frau begegnet, die hat auch behauptet, sie sei gesund und könne nicht arbeiten. Diese schwärmte von ihrem persönlichen Guru, der für sie so etwas sei wie Sri Yukteswar für Yogananda. Als ich dann Gelegenheit hatte, sie näher kennen zu lernen, kam es ziemlich dick. Sie sang den ganzen Tag das Lied: "Ich bin erleuchtet, du bist nicht erleuchtet, du bist dies und das und nur wer erleuchtet ist, sieht die Erleuchtung in anderen".

Das ist schon mal was, was überhaupt nicht zusammen geht: Überheblichkeit, Angeberei und Erleuchtung.

Aber es kam noch viel dicker. Sie führte mich zu ihrem "Sri Yukteswar", der noch größer sein sollte als Yogananda und zu dem sie regelmäßig hinging, um gemeinsam mit ihm zu "meditieren".

Dieser "Sri Yukteswar", der genauso von Überheblichkeit und Dünkel troff, war ebenfalls "gesund und konnte nicht arbeiten", (nicht einmal bei Yoga Vidya), denn wo sollte denn ein Meister, der größer ist als alle anderen, arbeiten. Wahrscheinlich nutz er statt dessen die deutsche soziale Hängematte schamlos aus ... oder verführt mich nur ein Vorurteil zu dieser Annahme: der Mann ist nämlich Grieche.

Eine kurze Beschreibung, wie so ein Meditationsabend bei einem in München lebenden Meister, größer als Yogananda, verlief, wird wohl allen, die ihre Spiritualität mit ein bisschen gesunden Menschenverstand verbinden können, ausreichen, um einschätzen zu können, um welche Art Meister es sich dabei handelte.

Wir saßen um einen Tisch, die beiden rauchten eine Zigarette nach der anderen, nebenbei lief ununterbrochen ein Flatscreen, aus dem Tablet, das der Meister "größer als Yogananda" bediente, ertönte spirituelle Musik.

Der gut aussehende Meister wird von der ihre besten Jahre bereits hinter sich habenden Schülerin angehimmelt und lässt sich nicht nur einmal Orangensaft mit einem kräftigen Schuss Wodka servieren. Nebenbei gibt er dann immer wieder mal seine wahrscheinlich schon hunderte Male gedroschenen spirituellen Floskeln von sich und erwartet, dass man ihm artig zuhört und nicht zuviele Einwände bringt. Den ganzen Abend erfolgt keine Minute an innerer Einkehr. So sitzt man nun und philosophiert über diesen und jenen Meister, um über diese zu urteilen. Yogananda wurde sehr gönnerhaft zugebilligt, dass er erleuchtet gewesen sei.

Ich versuchte zwar etwas zur Vernunft zu rufen, doch dieses wurde entweder mit einem überlegenen und mildtätigen Lächeln niedergebügelt oder, wenn ich zu hartnäckig war, mit einer Drohgebärde abgeblockt.

Diese Frau, die wohl von sich annahm, dass sie eine große Heilige sein müsse, da sie bereits "tiefe spirituelle Erfahrungen" gemacht hatte, konnte auch nicht verstehen, warum sie nicht von einer Organisation wie der SRF unterstützt wurde und kam gar nicht auf den Gedanken, dass sie doch erst einmal mit ihren Hunderten von Euros, die sie monatlich für Zigaretten und andere kleine Süchteleien verpulverte, entsprechend den Vorgaben von Yogananda haushalten sollte, bevor sie der SRF Vorwürfe machen dürfe.

Solche Leute haben leider nur sehr oberflächliches Wissen von Yogananda. Sie picken sich das aus seiner Lehre heraus, was ihrem Ego schmeichelt und erheben sich dann über die ganze Welt.

Ein bisschen eingehendere Beschäftigung mit dem, was Yogananda der Welt hinterlassen hat, z.B. die Durcharbeitung der Lehrbriefe, würde möglicherweise Abhilfe schaffen, doch dazu sind sich diese Meister und ihre Jünger offensichtlich zu gut.

Man kann zwar sagen, dass jeder erleuchtet ist, weil jeder zumindest ein bisschen erleuchtet ist, doch wer wirklich erleuchtet ist, der beklagt sich sicher nicht über eine ungerechte Welt oder dass er zu wenig hat. Ein Erleuchteter braucht nichts (zumindest nichts für sich persönlich), hat alles und gibt aus seiner unerschöpflichen Quelle. Zur Not kann er auch auf alles Materielle (einschließlich Essen und Trinken) verzichten. Materielle Mittel, die ihm zufließen, setzt er zum Dienst für die Menschheit ein.
LG
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Re: Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Beitragvon parvati am So 16.11.2014 00:13

Jetzt weisst du ja wie es passieren konnte dass man Jesus verurteilte und an´s Kreuz nagelte

Gewohnheit hat nichts mit Gottverwirklichung und Erleuchtung zu tun
Erleuchtung kommt und geht wieder

Der Meister verweilt..da bedarf es keiner inneren Einkehr mehr..er ist dort zuhause wo das untere das obere das rechte auch das linke ist..er ist ALLES..er ist das ewige JETZT..seine Schülerin..braucht da noch a bisserl

Du könntest tausenden Babajis begegnen undd würdest sie nicht erkennen..schade

Dieser Meister von dem du schriebst ..dieser wird von seiner Lebensgefährtin unterstützt, die im übrigen auch seine Schülerin und deren Family finanziell unterstützt
Die Stadien in denen man nicht arbeiten kann..die gibt es..weil du vor lauter Sehnsucht an nix anderes mehr denken kannst als an gott..in den stadien in denen man eben noch nicht realisiert hat..das man das alles ist
lies mal das Yogananda Buch..sogar er beschreibt das..an der Stelle von dem Heiligen mit den zwei Körpern

sex aber hättest du mit dieser Heiligen dann schon gelebt..wenn du mal ehrlich bist

Hingabe an Gott bedeutet nicht Hingabe an die Gesellschaft..man lebt genau die Rolle die geplant ist..nicht die, die einem das Ego verpassen will..

bist nicht du es der verurteilt, weil er sich eine Heilige oder einen Gottverwirklichten makellos vorstellt?
Die haben nämlich auch ihre scheinbaren Macken..doch sie haben sie angenommen....
ist es nicht vielmehr dein Ego, das scheinbare Hierarchien errichtet wei es feinstes Unterscheidungsvermögen mit Angeberei verwechselt?
Im Indiskutablen ist oft die Antwort zu finden
Mit diesem aber geht´s net zu Gott bei aller Liebe zur Technik..

ich bin dann hier mal weg..purusha berauscht mich mehr..und die die sich auch davon berauschen wollen..die treff ich dann schon;)
alles liebe
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Re: Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Beitragvon parvati am So 16.11.2014 00:24

im übrigen hat dieser Yogi alles was er finanziell braucht OHNE Stütze

deine Annahme ist also falsch
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Re: Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Beitragvon parvati am So 16.11.2014 13:26

hmmm..da du ja immer noch nach einem göttlichen Guru suchst..
google doch mal nach Mutter Meera, sie gibt Darshan bald in Nürnberg..
sie ist eine der "Yoganandas" der heutigen Zeit

alles Gute auf deinem weiteren Weg
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Re: Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Beitragvon kashiraja am So 23.11.2014 19:50

Danke für die Hinweise, liebe Parvati.

Bei Mutter Meera war ich schon. Sicher nicht ohne. Doch das Amma-Erlebnis war für mich viel tiefgreifender.

vgl. viewtopic.php?f=39&t=32&p=763#p763
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Re: Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Beitragvon parvati am Mo 24.11.2014 17:36

Erlebnisse sind persönlich..ist aber ein schöner zarter Beginn...der GEIST SIEHT:))))
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Re: Gesund und dennoch "arbeitsunfähig"

Beitragvon parvati am Fr 08.05.2015 09:34

einen zweiten yogananda sehe ich in Mutter Meera dann auch nicht so ganz..da fehlt mir bei ihr irgendwas
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