Kauft nicht bei Adidas und Shell

Mit Blick durch die spirituelle Brille

Kauft nicht bei Adidas und Shell

Beitragvon kashiraja am Sa 13.09.2014 12:59

Hier der die Meldung zu Gerd Müllers Aussagen aus der FAZ, falls diese jemand überhört haben sollte:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 44488.html

CSU-Politiker prangert Konzerne an
Entwicklungsminister will Shell und Adidas boykottieren

Die Zustände bei der Ölförderung in Nigeria und in der Textilindustrie seien „inakzeptabel“, sagt Entwicklungsminister Gerd Müller. Und auch mit der Textilindustrie geht der CSU-Politiker hart ins Gericht.

Der Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat Autofahrer indirekt aufgerufen, Shell-Tankstellen zu boykottieren. „Ich war vor kurzem in Nigeria. Wenn Sie in das Nigerdelta gehen und dort den Standard der Ölförderung sehen, würde keiner von Ihnen an der Tankstelle der Ölfirma, die dort fördert, tanken“ Dort werde zu Lasten der Natur für unseren Wohlstand gewirtschaftet. „Das ist inakzeptabel.“ Eindringlich warb der CSU-Politiker am Dienstag in seiner Rede vor der Berliner Industrie- und Handelskammer für ökologische und soziale Mindeststandards in der Welt.

Manfred Schäfers
Autor: Manfred Schäfers, Jahrgang 1961, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.
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Die Mangrovenwälder im Nigerdelta sind von der Förderung gezeichnet. Wer in Nigeria für die ökologische Katastrophe verantwortlich ist, sagte der Entwicklungsminister nicht. Wichtigster ausländischer Partner ist dort der Multi Shell, aber auch Exxon-Mobil, Chevron, Agip und Total sind in Nigeria engagiert. Zusammen mit der staatlichen Ölgesellschaft fördern sie in Joint Ventures das schwarze Gold. Menschenrechtler und Umweltschützer prangern seit Jahren die Geschäftspraktiken von Shell in Nigeria an. Der Ölkonzern verweist seinerseits auf den grassierenden Öldiebstahl. Pipelines werden angezapft, um etwas von der wertvollen Fracht abzuzweigen. Mittlerweile hat das Unternehmen Konsequenzen gezogen und angekündigt, rund die Hälfte seiner Ölproduktion im Nigerdelta verkaufen zu wollen. Zu unrentabel und zu viele Negativschlagzeilen, hieß es zu Begründung.

Der Entwicklungsminister ging auch mit der globalen Textilindustrie scharf ins Gericht. Das neue Weltmeistertrikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit seinen vier Sternen koste 84 Euro. „Davon bekommt die Näherin in Bangladesch 15 Cent.“ Der CSU-Politiker kritisierte grundsätzlich die Ausbeutung der Arbeiter in Asien und Afrika durch Konzerne aus Europa und Nordamerika: „16 Stunden-Tage, 5 Cent die Stunde, sechs Tage Arbeit für die Frauen – es kommt hinten ein Lohn heraus, der nicht zum Leben reicht, geschweige denn für die Familie.“ Es gebe keinen Arbeitsschutz, und bei Schwangerschaft folge die sofortige Kündigung. „Diese Trikots, diese Anzüge, diese Hemden, wollen Sie die tragen?“ Kinder bearbeiteten barfuß Leder in der Chemiebrühe, damit die reichen Länder an billige Lederhosen kämen. Zehn Jahr später stürben sie daran. „Wir brauchen ökologische und soziale Mindeststandards“, bekräftigte er. Wenn die Näherin in Bangladesch nur ein paar mehr Cent verdienen würde, könnte sie die Familie ernähren und die Kinder zur Schule schicken. Auf den Preis eines Hemdes würde sich das nicht auswirken.
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Briefe an Gerd Müller und Adidas

Beitragvon kashiraja am Sa 13.09.2014 14:22

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank, dass sie sich für ökologische und soziale Mindeststandards auf der Welt einsetzen und sich dafür auch mit markanten Worten mit der Industrie anlegen.

Bitte machen Sie weiter und wenn Sie Unterstützung brauchen, bin ich gerne bereit, mitzuhelfen.

Herzlicher Gruß

Brief an Adidas

Sind Sie sehr geehrte Damen und Herren oder stimmt das doch, was Gerd Müller behauptet?

Auf seine Aussage, für das Trikot, das Sie für 84 € verkaufen, bekäme, die Näherin aus Bangladesh nur 15 Cent, wissen Sie nur zu antworten, dass das Trikot gar nicht in Bangladesch hergestellt werde.

So lange Sie nicht offen legen, was die Näherinnen und sonstigen Hersteller in Entwicklungsländern wirklich bekommen und damit beweisen, dass sie diese Menschen durch ein unzureichendes Almosen nicht nur verhöhnen, gehe ich davon aus, dass die Aussage von Herrn Müller im Kern zutrifft, werde selbst keine Adidas-Produkte mehr kaufen und auch vom Kauf allen abraten.

Herzlicher Gruß
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