Russland heute

Mit Blick durch die spirituelle Brille

Russland heute

Beitragvon kashiraja am Mi 10.09.2014 14:17

Ein Land, das nichts als Waffen, Korruption, Lügen, Öl und Gas exportiert, in dem der Bürger den Mund nicht aufmachen darf, und dementsprechend weitgehend Linientreue herrscht, kann nicht verschmerzen, dass es von seinem riesigen Kolonialreich am Ende doch kleine Stücke abgeben musste. Deshalb belästigt es die Abtrünnigen immer wieder, meint, es seien noch diese oder jene Grenzberichtigungen nötig, findet keine anderen Argumente als Zwang, Gewalt, Bestechung, tut so, als sei es erstaunt, dass angesichts dessen die bedrohten Länder in die schützenden Arm der Nato entfliehen und möchte den ehemaligen Kolonien in Konsequenz seines anmaßenden Gehabes auch dieses Souveränitätsrecht verbieten.

Putin hält durch seine autokratische Herrschaft das Potential seiner Bürger klein und vergrößert den Abstand zu den gesellschaftlichen Standards des Westen immer weiter. Das bildet den Ursprung der Differenzen zwischen dem Westen und Russland.

Die einzige langfristige Lösung ist die Stärkung demokratischer Kräfte in Russland, damit auch in diesem Land natürliche Entwicklungen in der Zivilgesellschaft auftreten können und die Bürger zu anderen Idealen als der Größe und dem (zweifelhaften) Ruhm ihres Landes finden.

Wie erreicht man das?

Gut, ich glaube zumindest sicher nicht damit, dass man als großer Putin-Versteher auftritt und so Putin den Triumph gönnt, sich in seinem Land weiterhin als großer Macher zu generieren und nicht als der Anführer einer korrupten, verlogenen Clique, die von ihrer Macht nichts abgeben will, der über Leichen geht und sein Land auf falschem Kurs hält.
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Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger

Beitragvon kashiraja am Fr 05.12.2014 15:30

Das russische System, wie es leibt und lebt. Für mich keine Überraschung. Bitte ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=FKaiY9y7Gxg

Hier noch der Zeit-online-Artikel dazu:

http://www.zeit.de/sport/2014-12/doping ... umentation

ARD-Doku entlarvt Russlands Sportsystem
Die großen Erfolge der Sportnation Russland sind offenbar auch auf systematisches Doping und Betrug aufgebaut. Selbst die Welt-Anti-Doping-Agentur ist schockiert.

3. Dezember 2014 18:52 Uhr 97 Kommentare

Doping Russland
Eine Doping-Kontrollstation bei den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi im Februar 2014 | © Harry How/Getty Images
Es geht um systematisches Doping und Vertuschung von positiven Kontrollen, um Schmiergeldzahlungen und Korruption: Die ARD-Doku Geheimsache Doping – Wie Russland seine Sieger macht könnte die Glaubwürdigkeit einer großen Sportnation in den Grundfesten erschüttern. In dem Film packen Insider und Sportler über ein nahezu flächendeckendes Dopingsystem aus. Die 60-minütige Dokumentation präsentiert geheime Aufzeichnungen in Bild, Ton und Schrift mit Hinweisen auf staatlich unterstütztes Doping sowie auf einen offenbar im Hintergrund wirkenden Betrugs- und Vertuschungsapparat.

"Die Kombination all dieser Dinge ist fürchterlich schockierend", erklärte David Howman, Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), zu den Enthüllungen. Entsetzt reagierte auch Wada-Gründungsdirektor Richard Pound auf den Film von Hajo Seppelt. "Das ist ein extrem alarmierender Fall", sagte er. Die Spur der Recherche führt bis in das Dopingkontrolllabor in Moskau und in den Leichtathletik-Weltverband IAAF.

Der ehemalige Leiter des Ausbildungsprogramms der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada sagt in dem Film über die 800-Meter-Weltklasseläuferin und heutige Ehefrau Julia Rusanowa (heute Stepanowa): "Sie hat mir erzählt, dass alle Sportler in Russland dopen und dass die Ergebnisse nicht ohne Doping erreicht werden können", so Witali Stepanow. Im Detail schilderte sie ihm, wie sie jahrelang gedopt wurde. "Als wir uns kennenlernten, habe ich ihm die Augen geöffnet und erzählt, wie es wirklich funktioniert", sagte die Athletin, die 2013 für zwei Jahre gesperrt wurde, der ARD. "Den Trainern wird es eingehämmert und die hämmern es den Athleten ein. Die Athleten denken deshalb gar nicht, wenn sie verbotene Präparate einnehmen, dass sie etwas Unrechtes tun."

Es seien beliebige Mädchen von Trainern ausgesucht worden, um sie mit verbotenen Tabletten zu füttern. "Und wenn einer erwischt wird, schmeißen sie den Sportler weg und nehmen einen neuen." Bestätigt wird das auch vom russischen Wurfdisziplintrainer Oleg Popow: "Der Sportler hat keine Wahl." Die Diskuswerferin Jewgenia Pecherina behauptet sogar, "der größte Teil der Athleten dopen, 99 Prozent". In einem in der Sendung gezeigten Handyvideo berichtet auch die 800-Meter-Olympiasiegerin von London 2012, Marija Sawinowa, über ihre Dopingpraktiken – etwa die Einnahme des Anabolikums Oxandrolon.

Gedopte Athleten mussten für die Siege bezahlen

Die Rusada hat im Jahresbericht angegeben, dass in Russland 2013 insgesamt 23.110 Dopingtests gemacht wurden. Dabei seien mehr als 500 Dopingfälle festgestellt worden. Witali Stepanow, der drei Jahre für die Rusada tätig war, berichtet von Vertuschungspraktiken: "Ich bekam ganz klar mit, dass Offizielle versucht haben sicherzustellen, dass Athleten erst gar nicht getestet wurden." Davon betroffen seien etwa Athleten der Sportarten Schwimmen, Radfahren, Biathlon, Leichtathletik, Gewichtheben und Ski nordisch. Zusammen mit seiner Frau hat er Russland vor Ausstrahlung des ARD-Berichts für immer verlassen. "Ich glaube, dass Russland uns das nicht verzeihen wird", sagte Julia Rusanowa.

Einer der Drahtzieher und eine der zentralen Figuren des russischen Dopingsystems soll der Sportmediziner Sergej Portugalow sein. Er sollte für die IAAF eine Antidoping-Taskforce mit aufbauen. Rusanowa war selbst bei ihm und hat verbotene Substanzen von ihm erhalten. "Er hat mir erklärt, dass sich die ganze Welt so verhält", sagte sie. Für die Dopingdienste verlangte Portugalow nach ihren Angaben im Falle eines Sieges von ihr über 800 Meter 50.000 Rubel. Für Platz zwei und drei hatte sie 30.000 beziehungsweise 20.000 Rubel zu zahlen. "Ich musste die gewonnenen Medaillen bezahlen", sagte Rusanowa, die einen Besuch bei Portugalow heimlich gefilmt hatte.

Auch der Leiter des Doping-Kontrolllabors in Moskau, Gregori Rodschenkow, gerät durch die Sendung in Verdacht. Er soll nach Aussage von Witali Stepanow für Athleten Einnahmepläne verbotener Mittel erstellt haben, "damit sie nicht positiv getestet werden". In einer Stellungnahme wehrte sich Rodschenko gegen die Anschuldigungen. "Sie sollten sehr vorsichtig sein, Betrügern zu glauben. Diese erleben ja die Katastrophe ihres Lebens", erklärte er der ARD. Ebenso wehrte er sich gegen den Vorwurf, Geld zur Vertuschung von Doping genommen zu haben: "Die Antwort ist nein."

Nach der ARD-Recherche soll der Präsident des russischen Leichtathletikverbandes und Schatzmeister der IAAF, Walentin Balachnitschew, in einen Korruptionsfall verstrickt sein. Lilija Schobuchowa, eine der besten Marathonläuferinnen der Welt, erkaufte sich nach eigener Darstellung gegen Zahlung von 450.000 Euro an russische Funktionäre die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London. Zu diesem Zeitpunkt lagen dem russischen Verband bereits ihre extrem auffälligen Blutwerte der Jahre 2009 bis 2011 vor, die der nationale Verband nicht als Dopingverstoß gewertet hatte.

"Gibt es so etwas nur in Russland?"

Schobuchowa behauptete, dass einer der russischen Cheftrainer, Alexej Melnikow, das Geld forderte: "Wir gaben das Geld ab und man sagte uns: 'Alles wird gut werden.'" In der ARD-Dokumentation werden Belege gezeigt, dass Balachnitschew in den Vorgang offensichtlich involviert war. Auf konkrete Fragen dazu antwortete Balachnitschew nicht. Die Marathonläuferin ist Ende April 2014 wegen Dopings gesperrt worden.

Der Beitrag endet mit einer Frage des Filmmachers. "Gibt es so etwas nur in Russland?", fragt Seppelt. Eine Antwort gibt es nicht. Klar ist aber, dass nicht nur in Russland manipuliert wird. Und wiederum nicht jeder Sportler in Russland automatisch Dopingsubstanzen zu sich nimmt.
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Re: Russland heute

Beitragvon kashiraja am So 07.12.2014 20:09

Da hat sich doch wirklich gleich ein Russe gemeldet und auf google+ zu dem Video gepostet, das wären nur westliche Propagandalügen.

Ich meine, die Russen, die ja sicher sehr liebe Menschen sind, aber doch nicht immer ihren Kopf durchsetzen dürfen, brauchen ein paar klare Worte zur Orientierung. Das hab ich darauf geantwortet:

Russians are always lying. That's the sport you really are world champions of. Either those poor sportsmen are lying or your officials. My guess is rather those officials and Putin as head of these officials is the head lyer or as you might put it the most powerful liar in the world. And this is the one you and most Russian people trust - too lazy to find out what is the truth.

Russia the land of liars. Shame on Russia.

You are the country with the greatest territory on the earth but every few years you start a war to get some more square meters of land to your vast country. Already in the 90ies you chased Georgians from Abchasia always justifying your deeds with lias.

Wy did you not give Tchetschenia its freedome, when the Tschechenian people there wanted it? You distroyed the country and killed all those who wanted their freedome. Now you say Krimian people wanted to be with Russia? When Russia opens its mouth a lie comes out.

The Russian people are either liars themsleves, or thy are silly, because they do not see what is going on - or they are cowards.

What are you doing but harrassing your neighbours (exept those that are as corrupt as you are, like Belorus ...) and than wondering why they all want to enter Nato. But what to expect from a country where tank driving is a official sport?

Russians, you are a people without honour. You only have your false pride on victories gained by brybery and deception.
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Re: Russland heute

Beitragvon Virata am Mi 17.12.2014 12:19

Lieber Kashiraja,

es ist mir völlig unverständlich, wie du als Kriya-Yogi so gegen Russland hetzen kannst. Das ist sicher nicht das, was Yogananda und Jesus vorgelebt haben. Anstatt Unfrieden in die Welt zu setzen und Hass zu schüren solltest du dich besser für gegenseitiges Verständnis einsetzen, um die Wogen zu glätten, sonst passiert vielleicht noch etwas ganz was Schlimmes und du machst dich daran schuldig.
Ich glaube du musst noch ziemlich viel Kriya Yoga üben, bis du deine Neigung zu projizieren überwunden hast. Wie kannst du nur so undifferenziert über die Russen herziehen?
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Re: Russland heute

Beitragvon kashiraja am Fr 19.12.2014 09:46

Lieber Virata
du enttäuscht mich.

Da beklaut das größte Land der Welt und, wenn es mit seinen Schätzen haushalterisch umgehen würde, sicher auch das reichste Land der Welt ein armes und destabilisiertes Land noch während der olympischen Spiele, ursprünglich eine Zeit heiligen Friedens, und seither herrscht in diesem Lande Krieg und du wirfst mir vor, ich würde Unfrieden stiften. Soll ich dem Mann, der behauptet, die Dopingberichte seien alles nur westliche Propaganda etwa beipflichten, soll ich vor allem meine Meinung zu Russland und Putin für mich behalten, um ja nicht den Unwillen Putins zu erregen? Sicher könnte die ganze Welt in Frieden leben, wenn alle nach Putins Pfeife tanzen würden. Das ist aber nicht der Frieden, den ich will.

Die Putinversteher tun sich leicht, das zu verschenken, was ihnen nicht gehört. Wenn diese in einem Zimmer ihrer Eigentumswohnung jemanden wohnen ließen und der würde dann von dem einen auf dem anderen Tag behaupten, dieses Zimmer gehöre nun ihm, dann würden diese Gutmenschen sicher Beifall klatschen.

Warum sollte das Land mit den meisten Bodenschätzen auch noch die Krim (wo ja reiche Gasvorkommen etc. liegen sollen und wo aufgrund von Tourismus Devisen winken) dazuerhalten und die arme Ukraine darf dann Russland dafür bezahlen, dass ihr das Gas geliefert wird, das Russland ihr vorher geklaut hat, um niemals aus der Abhängigkeit Russlands herauszukommen. Wäre das eine Weltordnung in deinem Sinne, den Kleinen nehmen um den großen zu geben, um ja keinen Unfrieden bei den Großen zu stiften?

Warum will man der Ukraine keine Existenzgrundlage zugestehen. Weil Onkel Putin so schöne Märchen erzählt, dass das eigentlich alles ihm gehört? Die Russen in der Ukraine sind Gast in dem Land und sollen sich so verhalten. Wenn's ihnen nicht passt, können sie gehen. Das sollte die Devise sein. Doch wenn man selbst gut versorgt ist, wie du, macht man sich wohl wenig Gedanken, wie andere zu ihrem Gas und Brot kommen sollen?
Und wie wär das, wenn die Türken in Deutschland plötzlich ihren eigenen Staat ausrufen würden. Würden die Gutmenschen Putinverstehen dann auch dafür eintreten, dass diese sich abspalten und der Türkei beitreten dürfen und dass die Türkei sie in ihrem Treiben unterstützt. Das wohl nicht. Aber in der fernen Ukraine, da soll so was erlaubt sein! Diese Naivlinge hätten es verdient mit Snowden in Russland zu versauern.

Wie gleichgültig all diese dünkelhaften Putinversteher auf diese Ungerechtigkeit in der fernen Ukraine reagieren, ist erschreckend. Natürlich ist das mit der Krim für Russland etwas dumm gelaufen (Weil Großpapa
Chruschtschow
die Halbinsel der Ukraine zuteilte, wo sie geographisch auch hingehört). Doch wenn dir dein Vater etwas vererbt hat und dein Bruder geht davon aus, dass das eigentlich seins sei, hat er dann das Recht, es dir wegzunehmen - aufgrund irgendwelcher historischer, emotionaler und sonstiger Beziehungen, wohinter in Wirklichkeit aber nur die Großmachtallüren und die Gier eines Staates samt seiner etwas unterbelichteten Bevölkerung mit einer völlig unterentwickelte Zivilgesellschaft steht? Die Weltgemeinschaft hat sich mit Mühe eine Spielregeln gesetzt, um Unfrieden zu vermeiden. Der verspielte Junge Putin setzt sich darüber hinweg, doch ich soll Unfrieden und Hass schüren, weil ich wich gegen Putin und seine große verschworene Clique wende. Hass und das Böse sind Kinder der Unwissenheit, ganz unweigerlich arbeitet Putin daran Hass und das Böse zu erhalten und wenn man ihm nicht auf irgendeine Weise Einhalt gebietet, wird die Ernte an Hass, die irgendwann reif wird, nur größer.

Russland ist groß genug. Warum lädt Russland nicht die Russen in den angrenzenden Ländern zurück in ihr Land ein, wohin sie ja irgendwann auch mal eingewandert sind, anstatt alle paar Jahre von einem anderen Land was abzuzwacken. Wenn Putin so am Wohl seiner Russenbrüder liegt, warum kann er dann kein Rückkehrerprogramm auflegen, wie Deutschland für Russlanddeutsche, Ungarndeutsche, Rumänendeutsche?

Historische Verbundenheit? Geht's noch. Wenn alle Länder auf die Gebiete Anspruch erheben, die früher mal zu ihnen gehört haben, dann geht das Treiben im Hexenkessel richtig ab. Für Deutschland ist es ja auch dumm gelaufen. Hitler hat eine deutsche Gebiete verspielt. Heißt das, weil da so viele geschichtliche Bande bestehen, dass wir Anspruch auf Ostpreußen, Masuren, Pommern, Schlesien, Elsaß-Lothringen und, wenn wir noch weiter in die Geschichte zurückgehen, die Schweiz und Holland erheben können, wenn wir nur mächtig genug sind und genügend viele der Bevölkerung von irgendwelchen Volksverhetzern darauf gepolt sind? Und das ist nur mal das Beispiel für ein Land. Aber klar, wenn man nicht Geschichte studiert hat, dann ist einem nicht bewusst, welche Stories da jedes einzelne Land auftischen könnte. Oder hat nur Russland das Recht, diese Verbindungen geltend zu machen. Wenn dann alle paar Jahre in Europa wegen der eigenwilligen russischen Gesetzes und Geschichtsinterpretation ein Krieg ausbricht, ist das wohl kein Unfrieden. Wenn man auf die Zustände in Russland aufmerksam macht und den armen fehlgeleiteten und von ihrem Putin und Russland so überzeugten Schafen dort deutlich zu machen versucht (und dabei etwas provoziert, um wenigstens ein bisschen tiefer einzudringen) dass die Welt um sie herum, das anders sieht als sie selbst, dann verbreitet man Unfrieden und hetzt gegen Russland.

Natürlich sehe ich auch, dass Putin aus der in Russland herrschenden Konstellationen und der ihm selbst dort eingeleiteten Entwicklung oder besser gesagt versuchten Verhinderung von Entwicklung heraus nur folgerichtig gehandelt hat. Dass Russland in seinem grenzenlosen Stolz und seiner Überheblichkeit, die sie nach dem 2. Weltkrieg vom geschlagenen Deutschland übernommen zu haben scheint, und die ihnen möglicherweise genauso viel zu schaffen machen werden wie den Deutschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, nicht anders kann als so zu handeln, darf mich jedoch nicht daran hindern, auf die Zusammenhänge hinzuweisen, wie ich sie sehe.

Es kommt heute aber in gewissen Kreisen viel mehr an als "Putin-Versteher" aufzutreten, von denen es ja nicht wenige gibt. Diese meist Intelellen, die aber leider nicht 1 und 1 zusammenzählen können, blicken dann in ihrer Arroganz mitleidig auf andere herunter, wie du das ja auch so gerne tust.

All diesen in irgendeiner Weise Verblendeten, fehlt meiner Meinung nach vor allem eines: Rückgrat. Rückgrat, der Sache auf den Grund zu gehen und Rückgrat bei der Wahrheit zu stehen. Und dieses Rückgrat erwirbt man sich natürlich nicht leicht. Doch deshalb existiert ja dieses Forum, damit die Technik bekannter wird, mit der man vor allem sein Rückgrat stärkt. Deshalb kann ich die Empfehlung nur zurückgeben, fleißig den Kriya Yoga zu üben.

Kriya-Yoga wäre eigentlich die eleganteste Lösung für Russland, da sich politisch im Land nichts bewegt und Putin sein Stellung so gefestigt hat. Wir von außen können da wenig Einfluss nehmen, wir können nur klar machen, dass wir durchschauen, wie der Hase läuft, und uns weigern, alles mit uns machen zu lassen. (Da kann ich die europäische und amerikanische Politik nur loben: nicht provozieren lassen, sich aber auch nicht für dumm verkaufen lassen. Ohne diese defensive Politik der hätte Putin mit seiner Zündelei wohl schon ein größeres Feuer entfacht.)

Deshalb schätze ich auch Shibendu Lahiri inzwischen sehr hoch ein und habe meine Meinung zu ihm völlig geändert. Denn was immer er sein mag, was immer sein Schwächen sein mögen, welchen Unsinn er auch manchmal erzählen mag und welche "negative Ausstrahlung" (womit mache den Offenbarungseid ihres spirituellen Dilettantismus ganz öffentlich leisten, ohne dass sie sich dessen bewusst sind) hat, er leistet vor allem in Russland eine sehr wichtige Arbeit und an diesen Früchten sollte man ihn eigentlich erkennen können. Wie du vielleicht weißt, habe ich ihn, nach dem ich seit einiger Zeit mit seinen Techniken arbeite und sie für sehr gut befunden habe, für nächstes Jahr nach Bad Meinberg eingeladen, damit er seinen Kriya-Segen auch den Deutschen spendet. Ich weiß nicht, wie er bei den kritischen Deutschen ankommen wird. Denn diese schütten leider manchmal (wo mags denn herkommen?) das Kind mit dem Bade aus. Dich lade ich aber sehr herzlich ein, dabei teilzunehmen. Deinem Rückgrat würde das sicher sehr gut tun. Übrigens, so wie du sprichst, gehe ich davon aus, dass du noch gar nicht damit begonnen hast, Kriya-Yoga richtig zu üben ... Komm doch dann zu Shibendu Lahiri (25 - 30 September 2015 in Bad Meinberg, http://www.yoga-vidya.de/seminarhaus-sh ... -2015.html).

Natürlich stimmt der Vorwurf des Lügenrusslands nicht auf allen Daseinsebenen. Wenn du aber nicht alles so überaus skeptisch betrachten würdest und deine manchmal an den Tag gelegte Demut nicht nur geheuchelt wäre, dann könntest du in Betracht ziehen, aus welcher Situation heraus meine Zeilen entstanden sind und vielleicht wärst du sogar fähig, deinen Blickwinkel so zu weiten, um darauf zu kommen, dass die ganze Menschheit und damit auch alle Russen, Lügner sind. Denn solange der Mensch nicht in der Wahrheit ist, kann man all seinen Lebensausdruck auch als Lüge auffassen. (Natürlich kommt man auf so was nur in tiefer Meditation. Viele behaupten ja sie würden meditieren. Aber die Qualität dieser Meditation erkennt man halt auch an den Früchten).
Aber abgesehen von dieser hermeneutischen Ebene, die immer hält, ist das russische Staatskonstrukt aus einem Gespinnst von Lügen aufgebaut und funktioniert so, wie es existiert, nur durch institutionalisierte Lügen und darin ist das russische Volk gefangen. Auch wenn sich die Wahrheit im einzelnen sicher nicht weniger Bahn zu verschaffen sucht, wie überall sonst auf der Welt, hat es die Wahrheit in Russland heute noch viel schwieriger, sich durchzusetzen. Deshalb treffe ich für jemanden, der nur etwas informiert ist, mit meinen Aussagen auch auf der allgemeinen politischen Ebene sicher keinen Verkehrten.

Ich möchte da sogar noch eins draufsetzen, weil es ja sehr in Mode gekommen ist, auf den USA rumzuhacken und viele tun sogar so, als ob da kein großer Unterschied wäre, zwischen diesen beiden Nationen. Da kann ich nur sagen: "Ganz schön die Orientierung verloren!". Denn dieser Eindruck geht weitgehend (neben der Trägheit, in die Tiefe zu gehen) darauf zurück, dass in den USA so ziemlich alles, was vorfällt, früher oder später ans Licht kommt und in Russland eben nur ein geringer Prozentsatz und von dem geringen Prozentsatz von Meschenrechtsverletzungen, Korruption, politischen Mafiamachenschaften etc. schafft es auch nur wenig in die westliche Presse, da ja schon die gleichgeschaltete russische Presse Schwierigkeiten hat, darüber zu berichten. Tatsächlich bekommt man im freien Ausland oft mehr objektive Informationen über Russland als dort selbst. Doch muss man diese Informationen auch ausgraben und wer macht sich schon die Mühe?

Mein Eindruck ist inzwischen, dass der Westen sehr oft hinterherläuft, die vom stolzen und überheblichen Russland angestifteten Entwicklungen wieder ins Lot zu bringen, nur angedeutet seien Vietnam, Afghanistan, Nord Korea, etc. Syrien wäre wohl auch viel Zerstörung erspart geblieben, wenn Putin, der Freund aller Autokraten, Assad nicht die Treue gehalten hätte.

Die gesellschaftliche Entwicklung in Russlands ist aufgrund seiner Geschichte um mehrere Jahrzehnte zurückgeblieben. Dort gibt es wie gesagt keine funktionierende Zivilgesellschaft. Die Amerikaner manchen auch nicht alles richtig. Doch die brauche ich nicht zu kritisieren, weil die Amerikaner in der Lage sind, sich mit allen Problemen ziemlich selbstkritisch auseinanderzusetzen. Um sich davon zu überzeugen, braucht man nur mal ein bisschen CNN zu gucken, um festzustellen, dass der selbstkritische Umgang in diesem Land auf einem höheren Niveau stattfindet, als bei uns. In Russland dagegen Fehlanzeige. Da kann man den ganzen Tag das Fernsehprogramm absuchen, man findet keine einzige wirklich kritische Sendung. In Russland wird alle interne Kritik abgewürgt, einmal dadurch dass das Volk über wirkliche Vorgänge systematisch hinters Licht geführt wird und zweiten, dass alle Kritiker und alle Opposition wenn nicht ermordet zumindest kaltgestellt wird. Wenn in Russland ein Mangel an Kritik besteht, fühle ich mich aufgerufen, diesem Manko entgegenzuwirken. Ein System, das sich nicht selbst kritisiert, muss zumindest von außen kritisiert werden. Alles andere ist ein Mangel an Nächstenliebe.
Den Russen selbst kann man wohl kaum vorwerfen, dass sie auf Putins billige Propaganda hereinfallen, doch dass sich von diesem Unsinn so wie du auch viele im Westen blenden lassen, ist schon etwas sonderbar, aber wie gesagt "Rückgrat".

Und was das betrifft was Jesus und Yoganada uns vorgelebt haben: Da gibt es offensichtlich auch Interpretationsspielraum. Das wichtigste an deren Leben ist meiner Ansicht nach, dass sie aus ihrer geläuterten Intuition heraus gelebt haben. Und wenn das nicht viel aktive Kritik ist, wenn diese beiden Herren bedeutende Veränderungen in die Welt gebracht haben, dann weiß ich nicht. Nach deiner Ansicht hätte sich Jesus sicher in einem Mauseloch verkriechen sollen oder den Pharisäern und Zeloten nach dem Mund reden, um ja keinen Aufsehen und keinen Aufruhr zu erregen und oh Gott am Ende sogar hingerichtet zu werden und dann die ganzen Religionsstreitigkeiten!
Besondere Situationen erfordern eine besondere Antwort, Und meine Intuition sagt mir eben, so zu leben, wie ich lebe und solange ich es nicht nötig habe, lasse ich mir von niemandem ein Mäusebewusstsein überstülpen.
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LB: Putin Grenzen aufzeigen

Beitragvon kashiraja am Sa 20.12.2014 23:00

Das ganze noch mal in der Kürze eines Leserbriefs, den ich gerade beim Eichstätter Kurier eingereicht habe:

Putin ist in meinen Augen kein Staatsmann, sondern ein Volksverhetzer. Das reichste Land der Welt muss unter fadenscheinigem rhetorischen Vorwand, auf den nur uninformierte hereinfallen, einen armen Nachbarn überfallen, destabilisieren und seiner Existenzgrundlagen berauben (Gas und Deviseneinnahmen der Krim). Russland hat der Ukraine schon viel angetan, man erinnere sich nur an die von Stalin provozierte Hungersnot in den 30er Jahren mit Millionen von Toten.
Wenn Putin die Auslandsrussen schützen will, soll er für diese ein Heimkehrerprogramm auflegen wie Deutschland für die Russland-, Ungarn- und Rumänendeutschen. Russland ist groß genug und reich genug alle Auslandsrussen aufzunehmen und braucht nicht in anderen Ländern Unfrieden stiften und diese berauben.
Es ist zwar ein schöner Zug, wenn man im Westen hartnäckig auch die Schuld bei sich sucht. Doch dass keine kooperative Zusammenarbeit von Nato und EU mit Russland möglich war, ist doch vor allem auf den autokratischen Kurs zurückzuführen, den der Demagoge Putin schon seit Beginn seines Machtantritts zusammen mit seinen willigen und korrupten Schergen eingeschlagen hat.
Die Putinversteher verschenken großzügig das, was ihnen nicht gehört. Sie haben Verständnis für die Falschheit und Gier eines Stolzen und überheblichen Kolosses und zeigen ziemliche Gleichgültigkeit für das Schicksal der Unterdrückten und das ist nicht nur die Ukraine.
Ich hoffe nur, der Westen bleibt hart, steht den Kleinen und Armen gegen dem mächtigen, reichen und nimmersatten Brandstifter entschlossen bei und lässt sich nicht noch einmal von einem skrupellosen Lügner übertölpeln.
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Re: Russland heute

Beitragvon Virata am Sa 27.12.2014 13:25

Lieber Kashiraja,
es fällt mir schwer, mich mit jemandem abzugeben, der so gegen die Russen hetzt. Deine Agitationen empfinde ich als widerlich und ich kann dir nur sagen, dass sich deine Ansichten grundlegend von den meinigen unterscheiden. Gemessen an der äußeren Realität sind sie außerdem völlig unhaltbar. (Bei Interesse schreibe ich dir gerne mehr dazu.)

In Kürze will ich mich mit einer Russin zur Russisch-Konversation treffen; ich hatte ihr schon von dir geschrieben, aber zum Glück deinen Namen nicht erwähnt. Womöglich würde sie mich jetzt nicht mehr treffen wollen...

Ein guter Freund vergleicht dich mit einem fundamentalistischen Christen, der meint, man könne die alten Propheten 1:1 kopieren. In der Tat glaube ich nicht, dass du dich in deinem Verhalten auf den Kriya-Yoga stützen kannst; ähnlich wie du über die Russen, hetzt mein Opa gerade über den Islam, er braucht dazu kein Kriya-Yoga, ihm „reicht“ dazu sein Katholizismus, um zu wissen, dass sämtliche westlichen Medien alles nur Lügner sind...
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Re: Russland heute

Beitragvon kashiraja am So 04.01.2015 22:41

Lieber Virata,
es ist immer interessant, sich von Leuten sagen zu lassen, was Kriya Yoga ist, und was nicht, vor allem wenn diese Leute in ihrer Leichtigkeit oder besser Leichtferigkeit zu urteilen selbst gar keinen Kriya Yoga praktizieren.
Wenn ich aber, der ich seit bald 30 Jahren Kriya Yoga praktiziere, auch meine demütige Meinung zu Gehör bringen darf, würde ich sagen, dass eine Tag-Nachtgleichheit sicher nicht notwendigerweise ein Ausweis für Kriya-Yoga ist.

Solange man nicht alles in Liebe tun kann, ist es natürlich besser, sich ruhig und still zu verhalten, weil man dann meist kaum (oder vielleicht sowieso nie) etwas bewirkt, aber vor allem sich selbst schadet.
Übt man aber beständig Kriya-Yoga, kommt man irgendwann an dem Punkt, wo man so viel Energie hat, dass man sich aufgerufen fühlt, sich einzumischen, und zwar auf eine Art, die nicht negativ auf einen selbst zurückfällt.

Wenn du schon so überzeugt bist, dass da und dort das Böse oder wie du das ausdrücken willst (christlicher Fundamentalismus, etc.) ist: und dich die Auseinandersetzung damit nur belastet, kümmere dich nicht darum, lass es in ruh! Das Böse zerstört sich selbst! (Das Böse ist von dir in deiner Welt geschaffen und löst sich auf, sobald du es nur in Ruhe lassen kannst. Objektiv gibt es nichts Böses)

Das Leben ist ein Spiel. Und ich spiele halt gern mit. Spielen macht Spaß.

Ein erwachsener Kriya-Yogi kann sich immer auf eine Ebene zurückziehen, auf der er über alles lächeln kann.

Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstielschen heiß.
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