Achtung! Forenworld wird in Kürze eingestellt.
Forenworld wird mit Ende 2018 eingestellt und alle gehosteten Foren abgeschaltet. Bitte triff Vorkehrungen und übersiedle dein Forum zu einem anderen Provider.
Weitere Infos im Supportforum: support.forenworld.at


Autopsie eines Beleidigungsprozesses

Mit Blick durch die spirituelle Brille

Re: Hallo, ich bin Winfried Sobottka

Beitragvon WSobottka am Sa 07.12.2013 23:36

Oben steht:

[Hier wurden Teile des Beitrags entfernt. Ich bitte um respektvollen Umgang mit den Mitmenschen. Außerdem wurde der Beitrag von anderer Stelle hierher verschoben. Dhrishtadyumna]

Ich weiß, dass es kaum noch jemand in unserer Gesellschaft weiß, aber nach dem naturgemäß in uns verankerten Schema werden wir Menschen erzogen, indem man uns bei Fehlverhalten Verachtungssignale sendet.

Ich mache darauf aufmerksam, dass die oben gemeinten "Mitmenschen" keinerlei Skrupel haben, Menschen im Unrecht der Freiheit zu berauben usw. usf. Diesen Menschen muss man solange Verachtung zeigen, bis sie spüren und verstehen, was sie tun / getan haben, bis es ihnen abgrundtief leid tut, bis sie so etwas niemals wieder tun wollen, und bis sie bereit sind, alles Nötige / Mögliche zur Wiedergutmachung zu leisten.

Ich tue nichts ohne Bedacht, oder besser: Ich gebe mir sehr viel Mühe, nichts ohne Bedacht zu tun. Doch Tatsache ist, dass ein nicht mehr hinzunehmender Schrecken von der deutschen Justiz ausgeht, ein wahrhaft satanischer Schrecken: Im Verein mit der Psychiatrie, die keine wissenschaftliche Grundlage hat, sondern nur auf Dogmen baut (wie Kirchenlehre und Marxismus-Leninismus), hat man ein Instrument der Inquisition und Schutzhaft geschaffen, von dem rege Gebrauch gemacht wird. Nicht nur zur Ausschaltung von Kritikern - sondern beispielsweise auch zur "Entsorgung" alleinstehender Witwen, denen man noch ein Häuschen abjagen kann. Kinder werden aus glücklichen Familienbanden gerissen, um mit unproblematischen Pflege- und Heimkindern lukrative Geschäfte machen zu können, während man dort, wo wahre Kindesnot herrscht, lieber wegschaut. Von der deutschen Justiz geht wahrlich die Hölle aus! Es hat schon seine Gründe, warum man Gerichte in den letzten zwei Jahrzehnten in Sicherheitsblöcke verwandelte - das war nicht immer so!

Tut mir leid, die Verantwortlichen sind für mich keine "sehr geehrten" Mitmenschen, sondern Verbrecher, denen ich am liebsten in die Gesichter spucken würde.

Falls Sie das nicht verstehen sollten:

http://www.freegermany.de/winfried-sobo ... tikel.html

Googeln Sie bitte einmal unter Kinderklau, wenn Ihnen das Phänomen bisher unbekannt sein sollte.

Bernd Prokop sollte mich tatsächlich einmal anrufen:

0231 986 27 20

Es ist sehr wichtig, sehr gut vorbereitet in die Hauptverhandlung am Landgericht zu gehen! Wenn er dort nicht die richtigen Schritte unternimmt, kann er einen anschließenden Antrag auf Revision und eine spätere Verfassungsbeschwerde fast schon vergessen!

LG

Winfried Sobottka, http://united-anarchists.de
WSobottka
 
Beiträge: 2
Registriert: Do 05.12.2013 03:11
Geschlecht: männlich

Es geht weiter: Berufungsverhandlung

Beitragvon kashiraja am Fr 17.01.2014 15:35

Vor zwei Tagen eingetroffen:

Landgericht Bayreuth Wittelsbacherring 22, 95444 Bayreuth
für Rückfragen: Telefon: 0921/504 - s. unten Telefax: 0921/504-169 Zimmer: 2.006 Sie erreichen die zuständige Stelle am besten: Fr. Kägel/Huber: - 162 Fr. Koslowski: - 163
2 Ns 260 Je 5626/13
Herrn
Bernd Prokop FYÜ-Verlag
Neuburger Straße 16
91809 VVellheim

Bitte bei Antwort angeben
Ihr Zeichen Akten-1 Geschäftszeichen Datum
2 Ns 260 Js 5626/13 14.01.2014
In dem Strafverfahren gegen
Prokop Bernd, geboren am 06.11.1964 wegen Beleidigung


Sehr geehrter Herr Prokop,
zur Hauptverhandlung über Ihre Berufung werden Sie geladen auf

Mittwoch, den 26.02.2014, 09:00 Uhr .Justizpalast, Wittelsbacherring 22, 95444 Bayreuth, Sitzungssaal E.044 / EG.

Sie können sich in der Hauptverhandlung durch einen Verteidiger mit schriftlicher Vollmacht vertreten lassen.
Sind bei Beginn der Hauptverhandlung weder Sie noch ein Verteidiger mit schriftlicher Vollmacht zu Ihrer Vertretung erschienen und das Ausbleiben nicht genügend entschuldigt, so muss Ihre Berufung ohne Verhandlung zur Sache verworfen werden.
Zu der Verhandlung werden keine Beweismittel hinzugezogen. Sie können die Ladung von Zeugen und Sachverständigen oder die Herbeischaffung anderer Beweismittel unter Angabe der Tatsachen, über die Beweis erhoben werden soll, bei dem Gericht beantragen. Zeugen und Sachverständige, deren Vernehmung Sie wünschen, können Sie auch zur Hauptverhandlung mitbringen; Sie müssen aber ihre Namen und Anschriften unverzüglich dem Gericht mitteilen.
Sollten Sie nachweislich nicht in der Lage sein, die Reisekosten aus eigenen Mitteln zu bestreiten, so können Sie einen Antrag auf Reiseentschädigung an das oben bezeichnete Gericht oder in Eilfällen an das für Ihren Aufenthaltsort zuständige Amtsgericht stellen.


Hausanschrift Haltestelle Nachtbriefkasten Kommunikation
Wittelsbacherring 22 HalteStelle Justizpalast Wittelsbacherring 22 Telefon:
95444 Bayreuth Linie 314, 312 95444 Bayreuth 0921/504-0
Telefax:

Seite 2
Im Gerichtsgebäude finden Zugangskontrollen statt, die einige Zeit in Anspruch nehmen können. Um die rechtzeitige Anwesenheit im Termin zu gewährleisten, wird gebeten, mögliche Wartezeiten zu berücksichtigen.
Bringen Sie diese Ladung zum Termin bitte mit!
Mit freundlichen Grüßen
Koslowski, JAng
Urkundsbearntin der Geschäftsstelle
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Vorbereitung auf die Berufungsverhandlung

Beitragvon kashiraja am Mi 26.02.2014 17:54

Zunächst habe ich nochmal einen Beweisantrag gestellt, dass die Richter ihre Verantwortung im Fall Mollath nachweisen und als Zeugen bereitstehen sollten.

und schließlich folgende Verteidigungsrede aufgesetzt.

Verteidigungsrede

Ich weiß, dass der Beleidigungsparagraph ein Vermächtnis aus Kaisers Zeiten ist, und dass er vielfältig um nicht zu sagen nach Belieben angewandt werden kann. Allerdings sollte man doch auch bei Anwendung dieses Gesetzes einige Grundsätze des gesunden Menschverstandes berücksichtigen.

So fällt es mir in der Tat schwer der Argumentation des Staatsanwalts zu folgen, ich hätte die Herren Kahler, Schwarz und Frau Eberhardt beleidigt und wundere mich schon etwas, warum der Herr Ankläger selbst nicht sieht, wie weit das alles hergeholt ist, was mir unterstellt wird. Wie ich das bereits in der Hauptversammlung angedeutet habe, kann ich mir dies nur dadurch erklären, dass die gesamte Justizanstalt Bayreuth, d.h. Richter und Staatsanwälte, in diesem Fall ziemlich befangen ist und dass es wohl besser wäre, diesen Fall auf neutralem Boden zu verhandeln, denn Sie richten ja offensichtlich einen Fall, der sie selbst betrifft, also in eigener Sache. Ein kollektives Schuldbewusstsein im Fall Mollath scheinen sie nicht zu kennen, eine kollektive Empörung dagegen schon ...

Aber gut, ich will jetzt hier keinen Befangenheitsantrag stellen, sondern mit Ihnen in kleinen Schritten den Fall noch einmal logisch durchspielen, was geschehen ist, und was die Konsequenzen daraus sind.

Zunächst wollte ich jedoch fragen, ob die Zeugen Kahler, Schwarz und Eberhardt sowie der Präsident des Landgerichts Bayreuth zur Befragung bereit stehen, denn diese Dame und die Herren könnten einen großen Beitrag zur Klärung des Falles leisten. Erwartete Antwort: Nein

Darf ich fragen, warum diese Personen nicht erschienen sind? Erwartete Antwort: Unerheblich

Mein Antrag und Angebot war es ja (siehe Begründung für die Berufung), dass wir etwas konkreter in die Wahrheitsfindung einsteigen. So müssen wir halt den Fall nach Aktenlage beurteilen.

Wir haben also die besagte E-Mail von 4.6.2013, die an die Poststelle der Landgerichts Bayreuth (poststelle@lg-bt.bayern.de) gerichtet war mit dem Wortlaut:

An alle, die im Fall Mollath Verantwortung tragen: Niederträchtige Bande! Ihr habt es nicht verdient noch einen Cent aus der Staatskasse zu erhalten. Stellt euch nur dumm. Die Gerechtigkeit wird euch ereilen.

Nun gibt es bei der Beurteilung dieser E-Mail mindestens drei Gesichtspunkte, in denen ich nicht mit der Auffassung des Staatsanwaltes übereinstimme.

Einmal die des Tatopfers, dann diejenige des Tathergangs d.h. der Intension des Absenders und die Aussage dieser E-Mail.

Es ist also nötig diese drei Gesichtspunkte nacheinander durchzugehen.

Erst einmal zum Tatopfer. Gesandt wurde die E-Mail, wie gesagt, an die Poststelle des Landgerichts Bayreuth und die E-Mail enthält eine klare Aussage zum Adressaten (die übrigens bei der Einlassung im Rahmen der polizeilichen Vernehmung noch einmal konkretisiert wurde): An alle, die im Fall Mollath Verantwortung tragen:

Ich meinerseits kann ihnen versichern, dass ich mit der eMail nicht speziell die Justizanstalt Bayreuth oder Angehörige dieser im Sinn hatte, ich dachte nur, dort würde man doch sicher besser Bescheid wissen, wer die wirklichen Verantwortlichen sind und man könne die eMail ja dann weiterleiten oder kann der Herr Staatsanwalt das Gegenteil beweisen.

Gut, nun sind hier drei Personen, die von sich behaupten, sie trügen die Verantwortung im Fall Mollath.

Ist ihnen bekannt, dass im Fall Mollath ein Wiederaufnahmeverfahren anberaumt ist? Frau Küspert hat ja in der Hauptverhandlung so getan, als ob es im Falle Mollath überhaupt keine Ungereimtheiten gäbe, was natürlich wichtig war, um jeden an dem Fall Beteiligten als Verantwortung tragenden ausgeben zu können.

Zu einer Wiederaufnahme eines Verfahrens kommt es aber doch nur, wenn in einem Verfahren einiges schief gelaufen ist. Andernfalls gäbe es doch wohl kein Wiederaufnahmeverfahren, wie dies für den Sommer angesetzt ist. Gehe ich da richtig in meiner Annahme?

Da ist also vieles schief gelaufen und hier gibt es offensichtlich drei Personen, die sind bereit, die Verantwortung für das zu übernehmen, was im Fall Mollath schief gelaufen ist. Das ist doch eine Art Selbstanzeige (wie es aussieht auf Anraten des Präsidenten des Landgerichts Bayreuth und wohl mit dem Hintergedanken, eine Strafmilderung zu erreichen). Sind denn gegen diese drei Personen bereits Ermittlungen eingeleitet worden? Erwartete Antwort: Nein

Ist es vielleicht notwendig, dass ich da erst Anzeige erstatte. Ich hatte gedacht, dass das automatisch geschehen würde, da sich die Herren Kahler und Schwarz sowie Frau Eberhard doch wohl auf Anraten des Präsidenten des Landgerichts Bayreuths mehr oder weniger selbst angezeigt haben, zumindest steht es so in dem Strafbefehl, den ich erhalten habe.

Oder wollen sei mein „Verantwortung tragen“ vielleicht so auslegen, als meinte ich alle, die irgendwie an dem Fall beteilt waren? Dann können sie damit vielleicht bei einem Wettkampf der größten Wortverdrehung teilnehmen, in eine Gerichtsverhandlung, wo man ein bisschen den gesunden Menschenverstand oder zumindest das einsetzt, was man in jeder Schule an Grundsätzen des Sprachgebrauchs erlernt, passt das weniger. Ich kann ihnen auf jeden Fall beteuern, dass ich genau diejenigen gemeint habe, die wirklich daran Schuld sind, dass im Fall Mollath vieles schief gelaufen sind, und die hoffentlich gehörig dafür bestraft werden. Bei ihnen liegt eigentlich die Pflicht zu beweisen, dass ich genau die zwei Herren und die Dame mit den Verantwortlichen gemeint habe, und ich frage mich, warum Sie nicht das Wiederaufnahmeverfahren abwarten, da wird ihnen dann Auskunft über die Verantwortlichen im Fall Mollath gegeben werden.

Hier müssten Sie in einer Art Parallelveranstaltung selbst ermitteln, wer die Verantwortung im Fall Mollath trägt, also diejenigen, an die ich meine E-Mail gerichtet habe.

Da Sie es aber so eilig haben und nicht einmal so konsequent sind, diejenigen, die behaupten im Fall Mollath die Verantwortung zu tragen, hierher zitieren, legt die Vermutung nahe, dass es dem Präsidenten des Landgerichts Bayreuth und den drei Richtern, die sich dafür hergeben, und vielleicht auch den hier Anwesenden des hohen Gerichts vor allem darum geht, mir etwas anzuhängen. Andernfalls würde der Herr Präsident des Landgerichts, wie war doch gleich wieder sein Name?, ja wohl auch die nötigen Konsequenzen aus der etwas großspurigen Behauptung ziehen, die drei Richter des Landgerichts Bayreuth, trügen die Verantwortung im Fall Mollath.

Denn es gibt ja nur drei Möglichkeiten.

Entweder die zwei Herren und die Dame tragen wirklich Verantwortung im Fall Mollath, dann muss gegen sie ermittelt werden und sie müssen dafür bestraft werden. Das Recht sich als Verantwortliche im Fall Mollath zu bezeichnen, haben sie erst, wenn sie dafür auch rechtskräftig verurteilt sind. Das heißt aber auch, dass wir mit dem Prozess, den wir jetzt hier führen, etwas zu früh dran sind.
Denn mein Schreiben wird erst mit Verkündigung eines rechtskräftigen Urteils gegen die Verantwortlichen im Fall Mollath aktuell.
Dann ist aber die Frage, ob diese identifizierten Verantwortlichen gegen mich Anzeige erstatten und was ein unabhängiges nicht befangenes Gericht dazu meint.
Sollten die Herren Kahler und Schwarz sowie die Frau Eberhardt als Verantwortliche überführt werden, gehe ich eher davon aus, dass ich von einem unabhängigen, nicht befangenen Gericht dafür belohnt oder ausgezeichnet werde, bei der Überführung geholfen zu haben, als dass die Verantwortlichen im Fall Mollath ein Recht haben, mir auf Grund meiner eMail vom 4.6.13 etwas anzuhängen.

Der andere Fall ist der, dass die Herren und die Dame, wenn sie nicht dafür verurteilt werden, obwohl sie das von sich behaupten, keine Verantwortung im Fall Mollath tragen. Dann haben sie auch kein Recht, sich als durch meine E-Mail angesprochen zu bezeichnen, weil ich mich ausdrücklich an diejenigen gewandt habe, die im Fall Mollath die Verantwortung tragen. Solange diese für das, was sie im Fall Mollath angerichtet haben, nicht verurteilt sind, sind sie auch keine, die im Sinne meiner E-Mail im Fall Mollath Verantwortung tragen – oder gibt die Aktenlage etwa mehr her?

Ein dritter Fall wäre noch, dass im Fall Mollath einiges schief gelaufen ist, es auch Verantwortliche gibt, diese jedoch aufgrund der bekannten Zustände im bayerischen Justizsystem nicht verurteilt werden. Dann dürfen diese sich wohl aufgrund meiner E-Mail angesprochen fühlen, doch da sie nicht bereit sind, die Konsequenzen aus ihrem Handeln zu ziehen, d.h. sich wirklich als Verantwortliche für die Freiheitsberaubung von Gustel Mollath zum Zwecke der Vertuschung anderer Verbrechen verurteilen zu lassen, sollte man ihnen aber doch auch nicht erlauben, an mir Rache zu nehmen, indem sie den Beleidigungsparagraphen dazu missbrauchen.

Aber wie auch in den andere beiden Fällen sind wir auch in diesem Fall zu früh dran, wir müssen erst auf den Ausgang des Wiederaufnahmeverfahrens warten, um aufbauend auf die dadurch geschaffenen Fakten weiterzuverhandeln.

Nach allem gesunden Menschenverstand müssen wir also erst abwarten, bis das Wiederaufnahmeverfahren im Fall Mollath abgeschlossen ist.

Sollten aber die Herren Kahler, Schwarz und Frau Eberhardt im Fall Mollath nicht verurteilt werden, hieße das, dass sie nur eine Straftat meinerseits vorgetäuscht haben, indem sie vorgegeben haben, ich hätte sie beleidigt, obwohl ich sie gar nicht gemeint habe, und ich werde das dann auch als Vortäuschung einer Straftat zur Anzeige bringen. Ich, im Gegensatz zu Ihnen, habe jedoch schon die Geduld, solange zu warten, bis die wirklich Verantwortlichen im Fall Mollath rechtskräftig ermittelt sind, d.h. wenn das Wiederaufnahmeverfahren im Fall Mollath endgültig abgeschlossen ist.

Dies ist das, was Sie aufgrund der Aktenlage, d.h. da die Herren Kahler, Schwarz und Frau Eberhardt sowie der Präsident des Landgerichts Bayreuth sich nicht die Mühe gemacht haben mal kurz herüberzukommen, ich bin schließlich 170 km angereist, entscheiden können, alles andere sind Unterstellungen, die ich entschieden zurückweise.

In der Fortsetzung der Verhandlung, d.h. wenn es wirklich dazu kommen sollte, werde ich dann zu den anderen Gesichtspunkten meiner E-Mail, d.h. der Absicht und dem Inhalt noch etwas ausführen.

Ich beantrage also hiermit, die Verhandlung bis zum Abschluss des Wiederaufnahmeverfahrens gegen Herrn Mollath zu vertagen, falls dies noch nicht geschehen ist, die Ermittlungen gegen die Richter Kahler, Schwarz und Eberhardt einzuleiten und Beweise für meine Beleidigungsabsicht vorzulegen.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Die Berufungsverhandlung

Beitragvon kashiraja am Mi 26.02.2014 18:29

In der Berufungsverhandlung, in der keine Zuhörer anwesend waren, nur Richter, Staatsanwältin, zwei Schöffen und Schriftführer, bin ich dann in meiner Argumentation vornehmlich von dem Urteil der Hauptverhandlung ausgegangen.

Der Richter, der sonst mit Kapitalverbrechen zu tun hat, war sehr freundlich, die junge Staatsanwältin ebenfalls. Sie nahmen sich Zeit, mir alles zu erklären und hörten mich auch an. Die Verhandlung dauerte diesmal rund eine Stunde, bis das Urteil gesprochen war, vergingen 90 Minuten.

Meinem Antrag auf Aussetzung des Verfahrens bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens im Fall Mollath wurde nicht stattgegeben. Das Strafmaß wurde jedoch noch einmal erheblich gekürzt, nunmehr auf 30 Tagessätze zu je 10 Euro.

In Revision ist es nur sinnvoll mit einem Anwalt zu gehen. Dafür habe ich aber kein Geld.

Falls ein Anwalt diesen Fall in die Hand nehmen will, werde ich mitmachen. Ansatzpunkte für eine Revision wären meiner Ansicht nach einmal, dass das Landgericht Bayreuth in eigener Sache Recht gesprochen hat. Diesen Punkt habe ich in der Verhandlung nicht angesprochen.
Zweiter Ansatzpunkt wäre, dass man die Anwendung des Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz in diesem Fall durch alle Instanzen überprüfen lässt.

Revision muss von einem Anwalt innerhalb von 7 Tagen eingelegt werden und nach der Zustellung des Urteils begründet werden.

Ich bin mit dem Urteil der Berufungsverhandlung relativ zufrieden. 30 Tage Gefängnis ist genau das, was ich mir vorgestellt habe. Es wurde mir jedoch bereits angekündigt, dass das gar nicht so leicht ist, die Strafe im Gefängnis abzusitzen (es trifft sich aber gut, dass ich in diesem Jahr gar nicht gut bei Kasse bin) und der Anreiz bei dieser geringen Strafe ist auch nicht so groß. Die Kosten für das Verfahren, die ich extra zu zahlen habe, sollen so bei 150 € liegen.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Re: Autopsie eines Beleidigungsprozesses

Beitragvon Tino am Sa 01.03.2014 13:39

Das wäre was für die Kanzlei Dr. Rehbock

Hast Du ein Spendenkonto ?
Tino
 
Beiträge: 1
Registriert: Sa 01.03.2014 13:23
Länderflagge: Germany (de)
Geschlecht: männlich

Das Ende vom Lied

Beitragvon kashiraja am Do 13.11.2014 14:26

Ich hab hier keine Revision eingelegt und mir gedacht, dass ich es vielleicht hinbekommen würde, mal 30 Tag Urlaub im Gefängnis zu machen, obwohl mir klar war, dass dies gar nicht so leicht werden würde.

Ich wartete also ab, bis das Urteil und die Zahlungsanweisung für Strafe und Gebühren kamen. Neben den 300 Euro Strafe wurden noch über 300 Euro Gebühren fällig.

Ich zahlte Anfang April die Gebühren und schrieb dazu, dass ich die Strafe nicht zahlen würde, und dass doch die Damen und Herren dort ein Einsehen haben sollten, im November würde ich kommen meine Strafe abzusitzen.

Es folgte dann noch eine Mahnung und im Mai, als ich bereits auf meiner Russlandreise war, traf die ultimative Aufforderung ein, ich solle die 300 Euro bis zum 20.5. zahlen, andernfalls müsse ich die Strafe absitzen.

Das wäre nun genau das gewesen, was ich wollte, ein Gefängnisaufenthalt würde sogar noch mit 300 € belohnt.

Nun war ich aber auf Reisen und meine Eltern hatten das Recht, meine Post zu öffnen. Obwohl ich sie darum bat, nicht zu zahlen, fackelten diese nicht lange und ich wusste zunächst nicht, was das soll. So kurz vorm Ziel, ging die Sache am Ende doch noch schief ...

Ich nahm das alles mal hin und wartete ab.

Nun hat es sich doch herausgestellt, dass ich im diesen November, anders als in früheren Jahren, gar nicht gut Zeit gehabt hätte, im Gefängnis abzutauchen.

Einmal war ich letztes Wochenende in Monza bei einer Kriya-Einweihung durch Shibendu Lahiri, um ihn für nächstes Jahr nach Deutschland einzuladen und dazu Organisatorisches zu klären.

Nächste Woche fahre ich jemanden in den Westerwald-Ashram von Yoga-Vidya. Das war zwar schon für Oktober geplant. Krankeitsbedingt wurde dies dann aber um ein paar Wochen verschoben ...
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
Benutzeravatar
kashiraja
 
Beiträge: 403
Registriert: Do 24.09.2009 00:26
Plz/Ort: Kreis Eichstätt

Vorherige

Zurück zu Umwelt, Politik, Kunst, Gesellschaft, etc.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron