Kraftorte

Pilgerstädten, Ashrams, Kraftorte aller Art

Kraftorte

Beitragvon kashiraja am So 14.04.2013 07:43

Dieser Beitrag wurde anlässlich des Yoga-Vidya-Preisausschreibens 2013 verfasst:

Hallo Sukadev,

Mir ist das Thema Kraftorte zum ersten Mal auf meiner Reise nach Rom 2007 richtig bewusst geworden. Als ich in einer Klosteranlage in der Nähe von Assisi meditierte, wo Franz von Assisi gelebt hatte, spürte ich deutlich einen Unterschied zu anderen Meditationen auf der Reise: die Leichtigkeit, die Tiefe, die Energie. In Rom im Petersdom und dem Gelände herum konnte ich das Phänomen dann noch deutlicher wahrnehmen: stundenlang wurde ich in der Meditation gehalten, alle anderen Wünsche waren weg, es war einfach nur schön, in der Meditation zu bleiben, die Energie zu spüren und diese auch als Turbo für meine Meditationstechniken einzusetzen.

Seither reise ich nicht mehr sondern pilgere nur noch. Kraftorte aufzusuchen, diese auf mich wirken zu lassen, sie zu untersuchen und zu nutzen sind mein Ziel. Touristische Höhepunkte, Sehenswürdigkeiten, kulturelle Ereignisse nehme ich mit, wenn es sich ergibt. Doch die eigentlichen Ziele meiner Pilgerfahrten sind Kraftorte.

Inzwischen hab ich viele berühmte Pilgerorte aufgesucht, dort ausgiebig meditiert und das Phänomen weiter studiert: Fatima, Lourdes, Medjugorje, Konnersreuth, Jyotirlinga-Tempel in Puri und Varanasi, etc. da ist energetisch sehr viel los und je stärker der Kraftort ist, desto weiter scheint er auch in die Umgebung auszustrahlen. So war es mir in Puri nicht möglich auf dem Gelände des Vishvanath-Tempels zu meditieren (Weißgesichter nicht zugelassen). Als ich dann aber auf dem Dach eines Hauses in 100 m Entfernung einen geeigneten Platz fand, war die Energie auch dort noch sehr deutlich zu spüren. Auch in Varanasi, wo ich vier verschiedenen Unterkünften wohnte, war eindeutig feststellen, dass die Energie beim Meditieren in derjenigen gleich neben dem goldenen Tempel enorm war, bei den anderen normal.

Doch auch in unscheinbareren Kirchen, Moscheen, Tempeln, wo ich vom Augenschein eigentlich urteilte, dass da nicht viel los sein könne, war bei genauerer Untersuchung, d.h. Meditation deutlich was zu spüren…

Wie entstehen solche Kraftorte, wo kommen sie her? Da ich das Phänomen der Kraft des Ortes auch in den Yoga-Vidya-Ashrams und anderen Ashrams und Retreat-Zentren, die ich besuchte und besuche, sehr stark fühle und wie mir scheint sogar teilweise stärker als an manchem berühmten Pilgerorten, denke ich, dass die Spiritualität der Menschen, die sich an dem Ort versammeln den Kraftort erst entstehen lassen (wie ja auch Jesus sagt, wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen) und dass dort am meisten Energie konzentriert wird, wo die meisten Menschen am tiefsten meditieren, dass also dort wo wenige Menschen intensiv meditieren (aus meiner Erfahrung Yoga-Vidya-Ashrams, SRF und andere Kriya-Yoga Ashrams und Vipassana-Retreatzentren, genauso viel und mehr Energie aufgebaut werden kann, wie dort, wo Millionen Menschen nur beten (z.B. Petersdom Rom).

Das einmal aufgebaute Energie-Momentum scheint dann bestehen zu bleiben. So meditierte ich 2009 in Marokko in einer als Museum genutzten, teilweise verfallenen Kasba und wunderte mich über das mir bekannte Energie-Phänomen. Später erfuhr ich dann, dass der Raum in dem ich meditierte, früher der Gebetsraum der Anlage war.

Es ist also kein Wunder, dass es unzählige Kraftorte gibt, die jeder selbst erspüren kann und dass auch ständig neue dazukommen. Jeder baut an dem Ort, an dem er regelmäßig seine Yoga-Übungen macht und meditiert an einem Kraftort. Intensiv an Kraftorten wird dort gebaut, wo Menschen mit tiefer Spiritualität häufig zusammentreffen und besondere Kraftspuren hinterlassen einzelne weit entwickelte Heilige wie Jesus, Yogananda, Shivananda, Franz von Assisi etc.

Wenn in einer Stadt, an einem Ort viele spirituelle Menschen leben (Beispiel scheint mir Dharamsala zu sein, wo ich mich gerade aufhalte, mein Pilgertagebuch findet man übrigens hier: viewtopic.php?f=7&t=117&p=406#p406), dann bringen sie diesen mit Energie zum Glühen.

Eine Frage, die sich dazu stellt, ist die nach dem Beitrag aus den höheren Welten, worauf ja z.B. die Erklärungen zum Entstehen der Jotirlingam-Orte, der Orte für die Kumbha-Melas oder auch der Marienwallfahrtsorte (in der Regel aus Marienerscheinungen hervorgegangen, von denen es auch in Deutschland einige gibt) hindeuten. Dieser Beitrag scheint mir wichtig zu sein, doch auch nur in Relation zur Spiritualität der Menschen, die an dem Kraftort bauen. D.h. je mehr Spiritualität die Menschen an einem bestimmten Ort aufbringen, desto mehr Beitrag leisten auch die Götter oder wie man das nennen will.

Dass Menschen die Kraftorte zur eigenen körperlichen, psychischen oder spirituellen Heilung nutzen können, ist nur eine logische Schussfolgerung daraus, dass alle Probleme eines Menschen im Grunde energetischer Natur sind.

Wo führt das hin, wenn immer neue Kraftorte entstehen, wie z.B. der neue Yoga Vidya Ashram im Allgäu und auch jeder Mensch, der regelmäßig seine Yoga-Übungen macht, schön langsam zu einem wandelnden Kraftort wird? Ich vermute mal, wir bringen (neben der Tatsache, dass sich die beteiligten Menschen damit weiterentwickeln) mit der Zeit den gesamten Planten zum leuchten.

Allerdings ist da noch viel zu tun. Denn trotz der vielen Kraftorte sind die Gebiete, in denen kaum was zu spüren ist, noch groß.

Also überall wo ihr seid, fleißig euere Energiedurftmarken setzten!
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
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