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Gefahren der Bearbeitung eines Chakras?

Zum allgemeinen und freien Austausch über Meditation und verschiedene Meditationsarten und -richtungen

Gefahren der Bearbeitung eines Chakras?

Beitragvon Virata am Do 29.10.2009 17:12

Was kann schief gehen, wenn man seine Chakren bearbeitet, z.B. das Herz-Chakra oder das unterste (Muladhara-, Wurzel- oder Sakralchakra)?
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Re: Gefahren der Bearbeitung eines Chakras?

Beitragvon kashiraja am Do 29.10.2009 19:18

Im Grunde kann nichts passieren, außer dass du Erfahrung sammelst.

Die oberen Chakren, von Herz (inklusive) aufwärtz sind überhaupt gefahrlos. Daraus kann sich nur indirekt ein Problem einstellen. Das dann, wenn du durch Konzentration auf eines der Charkren so viel Energie losschlägst, dass du es nicht mehr schaffst die Energie nach oben zum spirituellen Auge (und Scheitelchakra) zu lenken. Dann passiert es leicht, dass die Energie unbewusst nach unten abfließt. Das macht sich aber sehr bald dadurch bemerkbar, dass du weniger konzentriert bist und die Lust verlierst zu meditieren. Auch bei der Meditation gibt es genügend selbstregulierende Effekte.

Vermeiden kann man diesen negativen Effekt, wenn man die Chakren (außer das Stirnchakra, auf das man seine Augen immer gerichtet haben soll und so auch in gewissem Sinne bearbeitet) nur dann bearbeitet, wenn man bereits innerlich sehr still und konzentriert geworden ist.

Das Schlimmste was passieren kann, ist, dass sich einige fehlgeleitete Energiebahnen etwas einfurchen und du damit etwas Beschwerden (Müdigkeit, Lustlosigkeit, wenn du schon etwas Gefühl für deine Energieströme hast, spürst du, dass du sie nicht mehr lenken kannst)hast. Die meisten Beschwerden sind aber weg, wenn du etwas geschlafen hast. Die übrigen Beschwerden sollten spätestens nach einer Woche verschwunden sein.

Was anderes ist es vielleicht (vielleicht, weil man da immer wieder mal Schauergeschichten hört, mir ist Ähnliches noch nie widerfahren) bei den drei unteren Chakren. Die negativen Folgen kann ich mir aber auch nur als tendenzielle Verstärkung des oben gesagten vorstellen. Versehentliche Kundalinierweckung halte ich für ein Ammenmärchen, durch das sich diverse Halbyogis wichtig machen wollen.

Yogananda schreibt zur Kundalini-Erweckung in „The Second Coming of Christ“, Discourse 14, S. 268
Zitat:
The true meaning of kundalini awakening is little understood. Ignorant teachers often associate kundalini with sex force and enshroud it in mystery to frighten neophytes about the danger of awakening this sacred serpentine power. To confuse the awakening of kundalini with the arousal of sex consciousness is an extremely ridiculous and wholly corrupt conception. On the contrary, in kundalini awakening the yogi’s life force is withdrawn from the sensory nerves, particularly those associated with sex, giving him absolute mastery over sensory and sexual temptations. (see also Discourse 41)

To think that this kundalini force can be easily awakened or roused by accident is another fallacy. Awakening the kundalini force is exceedingly difficult and cannot be done accidentally. It takes years of concerted meditation under the guidance of a competent guru before one can dream of releasing the heavenly astral body from its bondage to physical confinement by awakening the kundalini. One who is able to awaken the kundalini fast approaches the state of Christhood: Ascension through that coiled pathway opens the spiritual eye of spherical vision, revealing the whole universe surrounding the body, supported by the vibratory light of heavenly powers.

(Wenn Bedarf besteht, übersetze ich den Abschnitt auch ins Deutsche)

Das Prinzip, an dem man sich orientieren sollte, wenn man auf eigene Faust an seinen Chakren rumdoktort, ist Folgendes:
Die Lebensenergie kommt durch die Medula oblongata (Hinterkopf) in den Körper und verteilt sich über die astralen Zentren (Chakren), indem es vom spirituellen Auge nach unten fließt, auf den ganzen Körper und geht dann durch die Sinne nach außen. In der Yoga-Meditation (die dazu dient die Seele mit dem Göttlichen zu vereinen) versucht man das Ausfließen der Energie zu stoppen und den Energiestrom über die Chakren die Wirbelsäule hoch auf das spirituelle (dritte) Auge zurückzulenken und durch das spirituelle Auge Verbindung zum Unendlichen herzustellen.

Wie man das am sinnvollsten macht, mit Vorübungen und Nebenübungen, ist eine alte Kunst, von weisen Männern entwickelt und von Generation zu Generation weitergegeben.

Sicher kann man mit der Konzentration auf Chakren etwas experimentieren und meiner Ansicht nach kann man außer dass man vorübergehende Beschwerden hat und daraus lernt, nichts falsch machen. Doch ist es relativ hoffnungslos auf die Methoden und Techniken selbst zu kommen, die bereits entwickelt sind ,und sich bewährt haben. D.h. ein endloses Experimentieren nach da und dort aufgeschappten Ratschlägen oder Hinweisen ist vertane Zeit.

Wer sehr eifrig ist und seine Chakren speziell bearbeiten will, dem kann ich das Buch „Kundalini Tantra“ von Swami Satyananda Saraswati (gibt es auf deutsch und englisch) empfehlen. Nach dem theoretischen Teil gibt es dort für jedes Chakra spezielle Übungen, die man in bestimmter Reihenfolge machen sollte.

Natürlich empfehle ich auch hier wieder allen, die ihre Seele gerne mit dem Unendlichen vereinigt haben wollen, nicht zu vergessen, auch mal die Techniken des Kriya-Yoga von Yogananda auszuprobieren.
Wenn du Freiheit willst, gib sie zuerst.
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Re: Gefahren der Bearbeitung eines Chakras?

Beitragvon exzel am Fr 25.04.2014 11:08

Hallo zusammen,

der Thread ist schon älter, aber ich habe vor kurzem erst den Text der SRF "Der weltweite Gebetskreis" gelesen. Dazu habe ich folgendes gefunden.

Yoga Abhandlungen erkären, dass die kosmische Energie hauptsächlich durch das verlängerte Mark an der Schädelbasis in den Körper fließt. In der Heiligen Schrift wird das verlängerte Mark als "Mund Gottes" und die kosmische Schwingungsenergie als "Wort" oder Om bezeichnet.


Was wäre denn, wenn man das dritte Auge umgeht und sich direkt auf das Kronenchakra konzentriert?
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Re: Gefahren der Bearbeitung eines Chakras?

Beitragvon Sky am Fr 25.04.2014 12:05

Hallo...

Was genau passiert kann ich dir nicht sagen.
Aber in der Kriya Yoga Linie von Harhiarananda wird der Fokus mehr auf das Kronenchakra gelegt.

Ich könnte mir vorstellen da Yogananda den Kriya Yoga für den Westen speziell gelehrt hat das es einfacher ist sich auf das dritte Auge zu konzentrieren als auf das Kronenchakra.

Das nur als Anmerkung denke jemand der in den höheren Kriyas eingeweiht ist oder mehr wissen über die einzellnen Chakren hat kann genauer das erläutern.

Würde mich persönlich auch intressieren deine Frage.

Gruß Sky
"Eine Unze Praxis ist mehr Wert als Tonnen von Theorie."
- Paramahamsa Hariharananda -
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