Eigene Erfahrungen mit der Hong Sau Technik

Die Konzentrationsübung

Eigene Erfahrungen mit der Hong Sau Technik

Beitragvon kashiraja am Di 27.10.2009 22:46

Yogananda nennt die Hong Sau Technik Konzentrationsübung.

Indem man den Atem objetiviert, ihn als etwas selbständig Ablaufendes beobachtet, löst man sich von der Identifikation mit dem Körper. Das führt automatisch zu einer Konzentration der Lebensenergie im Dritten Auge. Das kann man noch dadurch unterstützen, dass man die Zunge etwas zurückrollt und gegen den weichen Gaumen drückt (Art von Kechari Mudra) und die geschlossenen oder halb geöffneten Augen nach oben auf den Punkt zwischen den Augenbrauen richtet.

Wenn man es richtig macht, stellt sich diese Konzentration schon sehr schnell ein und nimmt an Intensität zu, je nach dem, wie man in der Lage ist, sich dem steigenden Druck abzuschweifen zu wiedersetzen. Stellt sich keine Konzentration ein, macht man irgendetwas falsch und man muss versuchen dem Problem selbst auf dem Grund zu gehen.

Ich bin dabei auf die Rolle des Herzschlags gestoßen. Auch der Herzschlag, wenn er unbewusst weiterläuft, führt zu einer Identifikation mit dem Körper und ist ein ständiger Verführer, mit den Gedanken abzuschweifen.

Deshalb habe ich mir angewöhnt schon relativ bald nach Beginn von Hong Sau nachzufassen und den Herzschlag genau so zu behandeln wie den Atem. D.h. ich beobachte ihn, erspüre ihn, stelle mir vor, wie (dass) der Impuls von dritten Auge ausgeht und begleite jeden Herzschlag, während ich die Hong Sau Technik übe, mit dem mentalen Chanten von OM. Das führt zu gesteigerter Konzentration und noch höherem, ständig ansteigendem Druck, mit den Gedanken abzuschweifen.

Deshalb ist ein weiteres Nachfassen nötig um ein Gleichgewicht herstellen zu können.

Nachdem man sich gegen die physischen Bewegungen des Atems und des Herzschlag gestellt hat, bleiben als rettende Anker nur noch die astralen Töne. Die helfen einem.

Was hier in der Meditation passiert oder wahrgenommen werden kann, erwähnt die Bhagavad Gita in den Versen 14 ff. und Yogananda gibt in seinem einschlägigen Kommentar auf den Seiten 137 ff. die Erklärungen dazu.
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